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Die Zusammenarbeit mit einem Headhunter – worauf Personaler achten sollten

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Die Nachfrage nach ausgebildeten Fachkräften steigt stetig an. Ambitionierte Firmen benötigen Spezialisten unterschiedlicher Branchen, um zum Beispiel den Herausforderungen der Digitalisierung gewachsen zu sein. Diese Arbeiter wissen meist von ihrem Wert auf dem Arbeitsmarkt, demnach wirkt eine simple Stellenanzeige oftmals nicht mehr überzeugend genug für sie.

Gerade in Bezug auf diese stark gefragten Experten schalten viele Unternehmen deshalb Headhunter ein. Diese übernehmen die Aufgaben der Personalakquise und bieten effiziente Ergebnisse.

    Was unterscheidet den Headhunter vom üblichen Personalberater?

    Sowohl eine Personalberatung als auch ein Headhunter übernehmen jeweils die Suche nach erfahrenen Fachkräften. Die beauftragte Person handelt komplett im Auftrag des Unternehmens und stellt somit eine Art externe Personalabteilung dar. Dabei unterscheidet sich die Vorgehensweise beider Varianten in Hinsicht auf ihre Ansprache potenzieller Arbeiter.

    Die Personalberatung übernimmt die Verbreitung von Stellenanzeigen, wertet eingegangene Bewerbungen je nach den Kriterien des Auftraggebers aus und stellt letztlich der Unternehmensführung die am besten geeigneten Kandidaten vor.

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    Personalberatung übernimmt die Verbreitung von Stellenanzeigen © alejandro dans neergaard – Shutterstock

    Im Kontrast dazu beauftragt der Klient einen Headhunter mit der gezielten Suche nach potenziellen Führungs- und Fachkräften, die für eine bestimmte Position infrage kommen. Der Recruiter benötigt demnach klare Angaben der Wünsche eines Unternehmens, um letztlich den am besten geeigneten Kandidaten zu finden.

    Vor einigen Jahren war es noch üblich, Headhunter nur für die Suche nach Kandidaten für Führungspositionen zu engagieren. Diese nennt man heutzutage Executive-Search Berater. Aufgrund des vorherrschenden Fachkräftemangels in Deutschland finden sich die Personaler mittlerweile auch häufiger auf der Suche nach Arbeitern in den Segmenten des mittleren Managements sowie auf anderen Ebenen.

    Wie geht ein Headhunter vor?

    Findet der externe Personalvermittler einen passenden Kandidaten, kontaktiert er diesen meist telefonisch und fragt, ob Interesse auf ein Gespräch besteht.

    Stimmt der potenzielle Arbeiter zu, kommt es bereits zu einem Treffen mit dem Headhunter. Dieser versucht nun den Interessenten mit attraktiven Angeboten und Überzeugungskraft für die Position im Unternehmen zu gewinnen. Dabei ist zu beachten, dass diese Arbeit auf einer transparenten Ebene funktioniert.

    Der Headhunter macht demnach keine falschen Versprechen, sondern präsentiert die Vorzüge des Unternehmens, die er in einer vorigen Sitzung mit dem Klienten sammeln konnte.

    Wann kommt ein Headhunter infrage?

    Heutzutage kommen Dienste eines externen Personalers in fast allen Positionen und Hierarchie-Ebenen zum Einsatz. So suchen zum Beispiel viele Unternehmen im Kontext der Digitalisierung nach fähigen Informatik-Experten. Diese zu finden, erweist sich jedoch als schwer. Meist fehlt Unternehmen das Know-how und sie sind sich unsicher, wie sie diese Fachkräfte erreichen können.

    Folgenden Sachverhalte sprechen demnach für das Einbinden eines Headhunters:

    • Die konventionelle Personalsuche erreicht nicht die gesuchten Fachkräfte
    • Die Diskretion beim Abwerben von Mitarbeiten soll bestehen bleiben
    • Die eigene Personalabteilung ist nicht genügend ausgestattet
    • Die interne Personalabteilung profitiert von externen Ideen
    • Eine schnelle Besetzung der Stelle ist von Nöten

    Den richtigen Partner finden

    Als Widerhall der gesteigerten Nachfrage nach fachlich erfahrenem Personal steigt zeitgleich die Anzahl an Headhuntern und Personalbüros. So konnten externe Personaler nach einer Statistik zum Thema Personalberatung im Jahr 2018 rund 72.000 Stellen in Deutschland besetzen.

    Entschließt sich ein Unternehmen dazu, einen professionellen Recruiter zu engagieren, sollte es zuvor folgende Punkte berücksichtigen:

    • Wahrt der Headhunter die nötige Diskretion?
    • Hält er engen Kontakt zum Auftraggeber und den Bewerben?
    • Bereitet sich der Headhunter vor der Suche vor, bespricht er mit seinen Kunden die Wünsche, Möglichkeiten und Ziele?
    • Besitzt er Branchenkenntnisse/Kann er das Unternehmen repräsentieren?
    • Sind seine Versprechen realistisch und arbeitet er transparent?

    Daneben ist besonders wichtig, ob der Personaler die Branchenexpertise nachweisen kann. Bietet er zum Beispiel ein Portfolio vergangener Klienten und Projekte, zeugt dass von einem professionellen Charakter.

    Eine Erweiterung der eigenen Personalakquise

    Ein erfahrener externer Berater in der Rekrutierung ist demnach keine Konkurrenz zur eigenen Personalabteilung, sondern unterstützt sie gleich in mehreren Aspekten. So spart das Unternehmen nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

    Headhunter unterstützt Personalabteilung, Headhunter keine Konkurrenz innerhalb des Unternehmens
    Ein Haedhunter ist keine Konkurrenz innerhalb des Unternehmens – er unterstützt © fizkes – Shutterstock

    Diese ersparten Ressourcen kann es wiederum in andere Projekte investieren. Natürlich erfordert ein Experte ein gewisses Honorar, verspricht jedoch zeitgleich schnellere Ergebnisse in der Personalakquise.

    Ist ein Headhunter die Investition wert?

    Im bestehenden Zeitgeist herrscht weiterhin das Vorurteil, dass sich Headhunter nur für etablierte Konzerne rentieren. Jedoch entspricht diese Ansichtsweise immer weniger der Wahrheit. Um mit modernen Entwicklungen in der Arbeitswelt mitzuhalten, benötigt es spezifische Experten auf den jeweiligen Feldern. Einen Headhunter zu engagieren ist zunächst eine teure Investition. Dafür bieten sie auch komplett an den jeweiligen Kunden und seine Wünsche angepasste Dienste. Mit ausgeprägter Expertise in ihrem Werk finden sie gezielt Kandidaten für die gewünschte Rolle. Diese unterstützen sie in den ersten Wochen und geben zeitgleich auch dem Unternehmen Tipps, um den neuen Arbeiter sicher zu integrieren.

    Zudem vermeidet der Klient die Kosten einer Fehlanstellung. Soll eine Stelle nur schnell besetzt sein und nimmt eine Führungskraft deshalb jemanden aus Not auf, kann dies auf lange Sicht zu schweren Verlusten führen. Demnach lohnt sich der Kontakt mit einem Headhunter bereits im frühen Stadium der Personalakquise, um solche Fehler zu vermeiden.

    Autor: Redaktion Personalwissen

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