Azubi-Recruiting – welche Kanäle sind sinnvoll?

Azubi-Recruiting – welche Kanäle sind sinnvoll?

Wir stellen Ihnen in diesem Ratgeber diverse Strategien und Methoden des Azubi-Recruitings vor. Sie erfahren, welche Wünsche Auszubildende an ihre Betriebe richten. Außerdem präsentieren wir Ihnen Maßnahmen, die Sie konkret und direkt umsetzen können. Diese helfen bei den ersten Schritten hin zu einer gestiegenen Zahl von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern. Zudem finden Sie Informationen zu digitalen Techniken und erfahren, warum Eltern die besten Influencer in Sachen Digitalisierung sind.

Wir haben 10 Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, ein erfolgreiches Azubi-Recruitig auf die Beine stellen zu können. Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen und seien Sie auf ihren Kanälen aktiv, um gesehen zu werden.

    Die schwierige Ausgangslage für Unternehmen bei der Azubi-Suche

    Die Situation am Ausbildungsmarkt ist für Unternehmen denkbar schlecht. Zu wenig Bewerber stehen einer großen Zahl an Ausbildungsstellen gegenüber. Entsprechend können sich Azubis ihre Wunschstelle nahezu frei aussuchen. Qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten nehmen die Betriebe mit Kusshand. Deswegen müssen sich gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) teilweise sehr strecken, um geeignete Auszubildende zu bekommen. Die Gründe hierfür sind vielseitig.

    Zum einen ist diese Entwicklung dem demografischen Wandel geschuldet. Geburtenschwache Jahrgänge führen zu einer Unterversorgung mit potenziellen Auszubildenden. Hinzu kommt eine in Deutschland voranschreitende Akademisierung. Bereits der Realschulabschluss gilt heutzutage schon als Abschluss zweiter Klasse. Entsprechend schwer haben es Schülerinnen und Schüler mit einem Hauptschulabschluss.

    Jugendliche tendieren daher dazu, ein Abitur anzustreben und auf eine Universität zu gehen. Somit stehen sie als Auszubildende nicht zur Verfügung. Ein weiterer Faktor sind regionale Gegebenheiten. In ländlichen Regionen ist es deutlich schwieriger, genügend geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden, als in der Großstadt.

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    Unternehmen stehen heute vor einem Scherbenhaufen, wenn es um neue Azubis geht © DOC RABE Media/Fotolia

    Häufig genug sind die Unternehmen aber selbst schuld, wenn sich keine Berufseinsteiger für sie interessieren. Sie arbeiten noch mit Stellenanzeigen aus den 90er Jahren oder mit Textbausteinen und unkreativen Bildern. Sie machen den Eindruck, als sei die Digitalisierung komplett an ihnen vorbeigegangen. Ebenso sind viele Betriebe nach wie vor ausschließlich an Noten interessiert. Gerade bei einer Ausbildung sind jedoch Fähigkeiten gefragt, die reine Schulnoten nicht abbilden. Hierzu gehören etwa in Handwerksberufen handwerkliches Geschick und Persönlichkeit. Viele Unternehmen fragen aber lediglich die Schulnoten ab. All das vermittelt ein schlechtes Unternehmens-Image. Entsprechend fühlen sich Jugendliche nicht von den Betrieben angesprochen und bewerben sich daher nicht bei ihnen. Deshalb empfiehlt es sich auch, eine umfassende Employer-Branding-Strategie mit speziellem Fokus auf Azubis auszuarbeiten.

    Definition: Was macht gutes Azubi-Recruiting aus?

    Azubi-Recruiting beschreibt alle Maßnahmen, die ein Unternehmen zur Gewinnung und zum Erhalt von Auszubildenden durchführt. Es handelt sich hierbei um einen Ansatz, der sich stark an den Wünschen der Auszubildenden orientiert. Beim Azubi-Recruiting geht es drum, die Zielgruppe exakt zu definieren und ihre Ansprüche zu erkennen. Diese umfassen ganz unterschiedliche Aspekte wie eine faire Bezahlung, einen freundlichen Umgang und Aufstiegschancen. Abhängig von der Branche und dem jeweiligen Beruf variieren die Ansprüche, die Auszubildende an diese stellen.

    Unternehmen sehen sich beim Azubi-Recruiting einer anspruchsvollen Aufgabe gegenüber: Sie müssen die Wünsche ihrer Zielgruppe auf- und ernst nehmen, ohne sich selbst untreu zu werden. Manche Betriebe setzen bei ihrem Konzept einfach nicht auf digitale Strategien. Da wäre es fatal, irgendwelche Digitalprojekte ins Leben zu rufen, nur um Auszubildende anzusprechen. Authentizität und Glaubwürdigkeit sind nämlich kostbare Währungen beim Azubi-Recruiting.

    Tipp: Stellen Sie klar heraus, wieso Sie als Arbeitgeber gerade für motivierte junge Menschen attraktiv sind. Mögliche Alleinstellungsmerkmale können spezifische sein, finanzielle Benefits oder aber spezielle Unterstützungsangebote, beispielsweise durch eine gezielte Ausbildungsförderung.

    Kennen Sie Ihre Zielgruppe!

    Um im Rahmen des Azubi-Recruitings geeignete Kandidatinnen und Kandidaten ansprechen zu können, müssen Sie Ihre Zielgruppe genau kennen. Wenn Sie gezielt Studienabbrecher ansprechen wollen, ist es wenig effizient, in Schulen aktiv zu sein. Ebenso wenig bringt eine Anzeige in Jugendsprache etwas, wenn Sie sich an Personen wenden, die ihren Beruf wechseln wollen. Eine genaue Definition der eigenen Zielgruppe steht somit immer zu Beginn eines jeden Azubi-Recruitings.

    Ebenfalls wichtig ist es, zu wissen, wo sich ihre Zielgruppe aufhält. Woher bezieht Ihre Zielgruppe Informationen und welche Webangebote nutzt sie? Solche Informationen sind Gold wert, wenn sie eine direkte Zielgruppenansprache anstreben. Des Weiteren sollten Sie sich für die Interessen Ihrer Zielgruppe interessieren. Berufseinsteiger haben nämlich meist andere Ansprüche an eine Ausbildung als Menschen, die ihren Beruf wechseln wollen. Um Ihre Anzeigen ansprechend zu machen, sollten Sie diese den Wünschen Ihrer Zielgruppe gemäß gestalten.

    Azubis für Ihr Unternehmen – so findet Sie der Lehrling

    Sie sind auf Lehrlingssuche? Das kann sich  oftmals als sehr schwierig erweisen. Versuchen Sie doch einfach mal, sich von dem Lehrling finden zu lassen. Es gibt einige Varianten, um auf sich aufmerksam zu machen. Diese werden Ihnen hier aufgezeigt. Somit sollten Sie ganz sicher Azubis für Ihr Unternehmen finden. Welche Möglichkeiten Sie hierbei haben, ist Ihnen im Folgenden aufgelistet:

    • Ausbildungsplattformen
    • Mundpropaganda
    • Vereine
    • Social Media
    • Gastauftritt im Berufsvorbereitungskurs
    • Tageszeitung
    • Funk und Fernsehen

    Wie gestaltet man das Azubi-Recruiting über das Internet?

    Auf Ausbildungsplattformen inserieren

    Es gibt eine Menge Portale, über die Sie Ihren Lehrling finden können. Am bekanntesten ist das Portal Ausbildung.de. Auf diese Plattform haben Sie die Möglichkeit, Ihr Unternehmen vorzustellen. Sie können angeben, auf was Sie besonders Wert legen, wie zum Beispiel ein gepflegtes Äußeres oder eher auf gute Noten. Je detaillierter Ihre Beschreibung des Unternehmens ist, umso besser ist die Chance, dass der Lehrling Sie findet.

    Weitere Portale sind zum Beispiel ich-kann-etwas.de oder meine-Stadt.de. Aber die wohl beste und einfachste Möglichkeit ist immer noch die Agentur für Arbeit. Die Jobbörse gilt als rekrutierungsstärkste Plattform, um Azubis für Ihr Unternehmen zu finden. Außerdem ist die Hauptaufgabe der Agentur hierbei, Sie in Ihrer Suche zu unterstützen. Aber auch dem Lehrling in seiner Suche zu helfen.

    Die Nachwuchsgewinnung über Social Media-Kanäle

    Facebook, Instagram und Co. sind die optimalen Helfer, damit der Lehrling Sie findet. Denn, egal wo die Menschen gerade unterwegs sind, online sind sie immer. Auf Facebook und Instagram erstellen Sie einfach eine Seite über Ihr Unternehmen. Posten Sie regelmäßig Ihre freien Ausbildungsplätze. Wenn Sie ein wenig Geld investieren, bewerben Sie die Stellenangebote am besten noch. Denn, je höher die Reichweite Ihrer Posts ist, umso mehr Menschen sehen diese.

    Nutzen Sie YouTube. Gerade junge Menschen nutzen diese Plattform für alles Mögliche. Warum dann nicht auch, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Erstellen Sie ein interessantes Video, in dem Sie Ihr Unternehmen und die zu besetzende Stelle vorstellen.

    Social-Media-Workshops und Ad-Lehrgänge tragen dazu bei, sich auf dem Feld der kommerziellen Anzeigenschaltung sicher zu bewegen. Gerade was das sogenannte Targeting – also die Zielgruppen-Filterung angeht – braucht es zunächst Expertise und Übung. Schließlich soll mit einem möglichst überschaubaren Werbeanzeigenbudget auch die maximale Anzahl geeigneter Personen erreicht werden.

    Tipp: Schauen Sie sich auch in spezifischen Facebook-Gruppen um. Dort ist es besonders leicht, mit Interessierten in Kontakt zu treten und auf das eigene Unternehmen als Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Es gibt nicht nur regional beschränkte Job-Gruppen, sondern auch Informationsgruppen für zukünftige Auszubildende mit branchenspezifischem Schwerpunkt. Wer als Unternehmen selbst aktiv sein möchte und auch entsprechende personelle Ressourcen aufbringen kann, könnte auch erwägen, selbst eine Gruppe zu gründen und als Administrator und Moderator tätig zu werden.

    Die 3 größten Risiken beim Azubi-Recruiting über soziale Netzwerke

    Junge Menschen, häufig als Generation Y und Generation Z bezeichnet, leben in sozialen Netzwerken. Sie haben das Smartphone stets vor Augen und oft nur noch einen eingeschränkten Blick für die Realität. Darauf müssen Sie sich einstellen, wenn Sie Ausbildungsmarketing betreiben. Das bedeutet: Sie müssen auch bestimmte Risiken, die mit der Online-Welt zusammenhängen, in Kauf nehmen.

    Es ist nicht gerade billig, eine Anzeige in einer Tageszeitung, die eine hohe Reichweite hat, zu schalten. Heutzutage sind auch Stellenanzeigen im Internet kein Schnäppchen mehr. Gerade, wenn es um Ausbildungsplätze geht, ist es zweifelhaft, ob sich dieses finanzielle Engagement lohnt. Welcher Schulabgänger stöbert schon die Stellenbörsen im Internet durch? Und wer nimmt am Samstag oder Sonntag die Zeitung seiner Eltern in die Hand – auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz?

    Soziale Netzwerke locken schon eher, um aktiv erfolgreiches Ausbildungsmarketing zu betreiben. Für wenig Geld versprechen sie eine hohe Reichweite. Dazu kann man als Ausbildungsunternehmen individuell auftreten und die eigene Ausbildung attraktiv darstellen. Aber: Es gibt auch Argumente, die gegen die Akquise von Azubis in sozialen Netzwerken sprechen.

    Risiko 1: Das Rad wird überdreht

    Vor einigen Jahren gab es eine Zeit, die mancherorts auch noch bis heute anhält, da wollten Ausbildungsbetriebe ganz besonders cool und jugendgerecht dastehen: Man komponierte einen Song bzw. einen Rap und gab diesen im Internet – vorzugsweise im eigenen YouTube-Kanal – zum Besten. Die Hauptakteure waren natürlich die eigenen Auszubildenden – was grundsätzlich eine gute Idee ist.

    Allerdings muss bei einem solchen Vorhaben alles passen. Das gilt für die gewählte Musikrichtung, für den gesungenen Text und für die dazugehörigen Bilder. Rappende Azubis an ihrem Büroarbeitsplatz zu zeigen, hat noch niemanden überzeugt. Das hat – im Gegenteil – schon in mehreren Fällen zu einem Shitstorm geführt und dazu, dass die Betriebe die aufwendig produzierten Videos wieder aus dem Netz nehmen mussten. Hier wurde das Rad eindeutig überdreht.

    Risiko 2: Es entsteht ein Shitstorm

    Das Problem: Es wurde nicht nur unnötig Geld ausgegeben, sondern auch der eigene Ruf als Ausbildungsbetrieb beschädigt. Das Ausbildungsmarketing ging damit in die falsche Richtung. Dies ist grundsätzlich das Hauptrisiko bei der Einbeziehung sozialer Netzwerke in die Auszubildenden-Akquise. Ein Shitstorm kann sich verselbstständigen und vervielfachen. Links zu verunglückten YouTube-Videos, Azubi-Interviews und anderen (vermeintlichen) Lächerlichkeiten werden geteilt und damit unkontrollierbar verbreitet.

    Noch etwas sollten Sie bedenken und als Risikofaktor einkalkulieren: Soziale Netzwerke sind ständig in Bewegung. So ist Facebook als Marktführer zwar nicht zu verachten, die Nutzerzahlen sind bei jungen Menschen jedoch schon rückläufig. Möglicherweise werden Snapchat und Periscope in Deutschland als Ausbildungsmarketing-Faktor an Bedeutung gewinnen. Allerdings kann niemand vorhersagen, in welche Richtung sich die einzelnen Social-Media-Plattformen entwickeln werden und ob sie mittel- und langfristig für Ihr Ausbildungsmarketing interessant sind. Beobachten Sie daher den Markt genau und fragen Sie auch Ihre Azubis.

    Risiko 3: Das klassische Ausbildungsmarketing wird vergessen

    Schon deshalb, weil Ausbildungsmarketing im Web 2.0 bei allen Erfolgsaussichten auch mit Unsicherheiten und Risiken behaftet ist, sollten Sie klassisches Ausbildungsmarketing weiterführen. Auch wenn Sie keine Anzeigen mehr in Zeitungen schalten, sollte Ihr Ausbildungsengagement über Ihre Website klar und attraktiv dargestellt werden.

    Außerdem sollten Sie sich die klassischen Möglichkeiten, mit Schulabgängern Kontakt aufzunehmen, zunutze machen:

    1. regionale und überregionale Ausbildungsmessen, bei denen Sie auffällig in Erscheinung treten
    2. im Rahmen einer Veranstaltung in Ihrem Hause – zum Beispiel einem Tag der offenen Tür
    3. durch Ihr Sponsoring – beispielsweise einer Sportveranstaltung, bei der Sie für Nachfragen vor Ort sind und Flyer verteilen
    4. über Pressemitteilungen, die Sie an Ihnen bekannte und relevante Redaktionen schicken
    5. im Rahmen von Betriebsbesichtigungen und Schülerprojekten in Ihrem Hause
    6. mit der Realisierung von Schülerpraktika, die Sie gezielt berufsorientiert gestalten und für Ihre Akquise nutzen
    7. durch Werbung im Kino oder auch auf der Rückseite von Kinokarten
    8. für die Schulabgänger, die im Schulbus ihre Augen auch vom Smartphone weg nach oben bewegen, durch Werbeplakate in öffentlichen Verkehrsmitteln

    Eignen sich WhatsApp und Snapchat für das Azubi-Recruiting?

    Die Nutzerzahlen von WhatsApp und Snapchat sind beeindruckend und brechen immer wieder Rekorde. Da liegt es doch nahe, diese Tools für das Azubi-Recruiting zu nutzen. Erhebungen zeigen jedoch, dass das keine gute Idee ist. Die meisten befragten Auszubildenden gaben an, dass sie davon nichts hielten. Für sie wirkt es absolut unseriös, wenn Betriebe Fragen via WhatsApp oder Snapchat an sie richten. Stattdessen kommunizieren sie mit der Ausbildungsstelle lieber per E-Mail. Hier können sie Fragen ebenfalls schnell klären und Termine vereinbaren.

    Das hat mehrere Gründe. Zum einen streben die Auszubildenden eine klare Trennung zwischen Berufs- und Privatleben an. Für sie gehören WhatsApp und Snapchat in den Privatbereich. Sie wollen hierüber mit Freunden kommunizieren und Inhalte mit der Familie teilen. In diesen Bereich sollen Arbeitgeber nicht eindringen. Zum anderen wirken die Bemühungen von Ausbildungsbetrieben meist sehr gewollt und unnatürlich. Die Erfahrung zeigt: Eltern sind nicht cool oder angesagt, bloß weil sie die Verhaltensweisen ihrer Kinder imitieren. Im Gegenteil. Dasselbe gilt für Unternehmen und Auszubildende.

    Der neueste Trend: Recrutainment

    Der Begriff Recrutainment setzt sich aus den beiden Begriffen Recruitment und Entertainment zusammen und richtet sich an die junge Generation, die mit Computerspielen aufgewachsen sind. Das Ziel hier ist ein unterhaltsames und eher lockeres Bewerbungserlebnis. Die kann zum Beispiel durch folgende Beispiele erreicht werden:

    • Online-Spiele zur Berufsorientierung
    • Interaktive Recruiting-Events
    • Assessment Center mit Simulationscharakter

    Azubis für Ihr Unternehmen durch persönlichen Kontakt finden

    Interesse durch Mundpropaganda verbreiten

    Sprechen Sie mit jedem darüber, dass Sie eine Lehrstelle zu besetzen haben. Je mehr Menschen davon wissen, umso schneller verbreitet sich diese Information. Das wiederum kann Ihnen schneller zu einem Azubi für Ihr Unternehmen verhelfen.

    Eine weitere Möglichkeit ist, Ihre Mitarbeiter zur Mithilfe zu animieren. Fordern Sie Ihr Team auf, sich im privaten Kreis umzuhören. Oder machen Sie zum Beispiel eine Ausschreibung, in dem Sie eine Belohnung für denjenigen aussprechen, der einen Lehrling findet.

    Seien Sie in örtlichen Vereinen aktiv

    Stellen Sie sich in den örtlichen oder umliegenden Vereinen vor. Sprechen Sie gezielt mit dem Trainer oder Vereinspräsidenten, dass Sie freie Lehrstellen anzubieten haben. Da die Vereinsmitglieder untereinander oft ein sehr gutes Verhältnis haben und zum Teil auf oft Privates miteinander besprechen, kann sich auch hierdurch ein Azubi für Ihr Unternehmen finden lassen.

    Gastauftritte in Berufsvorbereitungskurs und Berufsorientierungstage

    Gerade an den allgemeinbildenden Schulen werden oft Berufsvorbereitungskurse angeboten. Sprechen Sie mit den Lehrkräften. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass Sie im Unterricht als Gast auftreten. So können Sie Ihr Unternehmen vorstellen, von den offenen Lehrstellen erzählen und direkt Fragen beantworten. Besser noch ist eine langfristige Kooperation mit den Schulen. Dies kann Sie dauerhaft von Ihren Nachwuchsproblemen entlasten.

    Denn: Viele Berufseinsteiger wünschen sich, vor der Aufnahme einer Ausbildung einmal in einen Betrieb hinein zu schnuppern. So können Sie direkt sehen, ob sie ein Beruf wirklich interessiert und ob sie diesen erlernen möchten. Im Rahmen von Berufsorientierungstagen können Azubis einen Tag lang in einem Unternehmen mitarbeiten. Sie lernen die verschiedenen Abteilungen kennen und probieren verschiedene Werkzeuge aus. Um einen etwas tieferen Eindruck zu gewinnen, können sie zudem ein mehrwöchiges Praktikum absolvieren. Ebenso haben Sie die Möglichkeit, Betriebsführungen anzubieten. Hier führt eine Fachkraft die Teilnehmer nach und nach durch alle Abteilungen. Die Besucher haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich einen Eindruck von den Betriebsabläufen zu verschaffen.

    Werbung in Funk und Fernsehen

    Radio- oder auch Fernsehsender bieten oft Aktionen an, in denen Sie Ihre offenen Lehrstellen bewerben können. Seien Sie präsent und haben Sie keine Angst vor dem Auftritt in der Öffentlichkeit. Zeigen Sie, wie attraktiv Ihr Lehrstellenangebot ist.

    Schalten Sie eine Anzeige in der Tageszeitung

    Eine Anzeige in der Tageszeitung ist oftmals hilfreich. Selbst, wenn die jungen Leute nicht unbedingt regelmäßig in die Zeitung schauen, so tun es doch wenigsten deren Eltern. Denn in der Regel sind diese an der Ausbildungsplatzsuche beteiligt.

    Azubi-Recruiting während Corona

    Aufgrund der Crorona-Pandemie verändert sich auch das Azubi-Recruiting. Während Kanäle wie Social Media, Tagesszeitungen oder Dunk und Fernsehen weiterhin genutzt werden können, fallen Messen oder Besuche in Schulen komplett weg. Daher gilt, während Corona einen besonderen Schwerpunkt auf das nicht-persönliche Azubi-Recruiting zu setzen.

    Eine geeignete Stellenanzeige für das Azubi-Recruiting erstellen

    Stellenanzeigen – ein wichtiger Teil des Azubi-Recruitings – müssen außergewöhnlich und kreativ sein, hierbei aber seriös und kompetent wirken. Unternehmen müssen diesen Spagat meistern, wenn die Auszubildenden sie als interessant wahrnehmen sollen. Viele sind hierbei sehr einfallsreich und gehen ganz neue Wege. So gibt es zum Beispiel in ländlichen Regionen Betriebe, die ihre Stellenanzeigen komplett in Mundart und Dialekt verfassen. Andere arbeiten bei ihren Stellenanzeigen mit Images, die Wörter ersetzen, oder nutzen Selbstironie im Sinne von „Du findest Schlaf überbewertet: Werde Pflegekraft“. Hierbei ist die Grenze zwischen kreativ und abschreckend schmal. Achten Sie bei der Erstellung einer Stellenanzeige darauf, dass diese nicht albern ist oder Fremdschämen auslöst.

    Das Ziel bei einer Stellenanzeige im Azubi-Recruiting ist immer ein hoher Wiedererkennungswert. Sie können davon ausgehen, dass Ihre Zielgruppe genügend Stellenanzeigen mit Standardfloskeln gelesen hat. Diese legen sie tendenziell zur Seite oder sie bewerben sich ebenfalls mit solchen Floskeln. Beides kann nicht in Ihrem Interesse sein. Bemühen Sie sich daher darum, bei einer Stellenanzeige so kreativ zu sein, wie Sie es von Ihren Auszubildenden erwarten.

    Die richtigen Fragen im Vorstellungsgespräch stellen

    In einem Vorstellungsgespräch klären Sie für sich, ob ein Bewerber für eine freie Stelle geeignet ist. Aber auch für die Auszubildenden ist ein solches Gespräch ein wichtiges Auswahlkriterium. Sie erkennen hier, ob sie mit Ihnen klarkommen und sich in Ihrem Betrieb wohlfühlen. Läuft das Gespräch schlecht, melden sich die Kandidatinnen und Kandidaten nicht wieder. Das ist besonders dann fatal, wenn die jeweiligen Personen für die Stelle besonders gut geeignet waren.

    Gestalten Sie ein Vorstellungsgespräch daher so abwechslungsreich und individuell wie möglich. Einige Betriebe entscheiden sich für ein Arbeitsessen. Hier können sich die Unternehmen und die angehenden Auszubildenden in einer gemütlichen Atmosphäre kennenlernen. Aber auch im Büro vor Ort ist ein angenehmes und lockeres Gespräch möglich. Hierfür ist es wichtig, dass Sie sich für die Bewerber als Menschen interessieren. Meiden Sie unbedingt Standardfloskeln und Fragen, die schon durch die Bewerbungsunterlagen beantwortet sind. Schauen Sie, ob Ihr Gegenüber sich menschlich für Ihre Firma eignet.

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    Gerade bei Azubis ist die Auswahl der Fragen in einem Bewerbungsgespräch enorm wichtig © Milenko Dilas / Fotolia

    Besonders wichtig bei einem Vorstellungsgespräch ist Authentizität. Bewerber merken es sofort, wenn sie sich anders geben, als Sie tatsächlich sind. Das empfinden sie als unaufrichtig und entscheiden sich gegen Sie. Sie müssen also den schmalen Grat meistern, außergewöhnlich zu sein und dennoch Sie selbst zu bleiben. Sehr sinnvoll ist es, wenn bei einem Bewerbungsgespräch eine Fachkraft anwesend ist. Diese lenkt das Gespräch aus für die Ausbildung relevante Themen. Das goutieren die meisten Bewerberinnen und Bewerber.

    Gespräche mit den Unternehmen auf Augenhöhe

    Einige Auszubildende trauen sich nicht, bestimmte Fragen zu stellen. Das betrifft in den meisten Fällen die Vergütung einer Ausbildung. Sie haben Sorge, sich Chancen zu verbauen, wenn sie gierig wirken. Daher wünschen sie sich eine offene und ehrliche Gesprächsführung auf Augenhöhe. Denn sie möchten das Gefühl haben, dass es keine Tabuthemen gibt und dass sie alles fragen dürfen. Wenn im Vorstellungsgespräch bereits eine angespannte Atmosphäre herrscht, ist das vermutlich während der Ausbildung ebenso. Deswegen sollten Sie als Ausbildungsbetrieb nach Möglichkeit eine solch offene Gesprächsatmosphäre erzeugen.

    Eignungstests und Auswahlverfahren, die mit der Ausbildung zu tun haben

    Für viele Auszubildende fühlen sich Vorstellungsgespräche wie Tests an. Welche Schule haben Sie besucht? Was war Ihr Notendurchschnitt? Welche Zusatzqualifikationen haben Sie erworben? Solche Fragen haben keinen Mehrwert, da Sie die Antworten auch den Bewerbungsunterlagen entnehmen können. Zudem rattern die Bewerberinnen und Bewerber bloß Informationen herunter, ohne etwas von sich selbst preiszugeben. Vermeiden Sie solche „Testfragen“ nach Möglichkeit. Sprechen Sie mit den Kandidatinnen und Kandidaten vielmehr über die freie Stelle. Fragen Sie, warum sie dieses Thema interessiert. Versuchen Sie, die Leidenschaft zu entdecken, für die diese Menschen brennen. Das vermittelt Ihnen einen viel besseren Eindruck davon, ob sie für Ihre Zwecke geeignet sind. Außerdem fühlt sich Ihr Gegenüber gleich wohl und kommt ins Erzählen. Immerhin macht kaum etwas so viel Spaß, wie von dem zu schwärmen, was man liebt.

    Die wichtigsten Entscheidungshilfen für potenzielle Azubis

    Die meisten Auszubildenden haben eine klare Vorstellung, was sie wollen, wenn sie einen Ausbildungsplatz suchen. Daher wählen sie gezielt solche Ausbildungsbetriebe, die diese Ansprüche erfüllen. Viele sind sogar bereit ein geringeres Ausbildungsentgelt zu akzeptieren, wenn sie sich dafür in einem Betrieb wohlfühlen, wobei eine gerechte Ausbildungsvergütung außer Frage stehen sollte. Erstaunlich ist, dass sich die Wünsche der meisten Auszubildenden stark ähneln. Respekt, Mehrwert und Wertschätzung sind wichtige Kriterien, die viele immer wieder nennen. Doch auch andere Faktoren spielen eine Rolle.

    Die Bedeutung der Eltern beim Azubi-Recruiting

    Die Berufsausbildung adressiert größtenteils die junge Zielgruppe. Doch potenzielle Auszubildende und gerade junge Menschen, die den ersten Schritt ins Berufsleben wagen, beziehen erfahrene Vertrauenspersonen in ihre Entscheidung für oder wider eine Ausbildung mit ein. In aller Regel sind das die Eltern der künftigen Nachwuchskräfte.

    Das Azubi-Recruiting sollte aus diesem Grund nicht nur die jungen Erwachsenen fokussieren, sondern auch den Anforderungen der Eltern gerecht werden. Im Fokus stehen dabei in erster Linie das Wohlergehen der Kinder sowie in zweiter Instanz die Wege der Anwerbung, die eher noch traditioneller ausgerichtet sind:

    • Werbung auf Plakaten
    • Stellenanzeigen in lokalen Zeitungen
    • Mund-zu-Mund-Propaganda

    Beziehen Sie die Eltern daher nach Möglichkeit auch in Ihre Maßnahmen mit ein. Sie stellen Ihr Unternehmen und die Ausbildungsplätze an einer Schule vor? Dann gehen Sie nicht nur in die Klassen, sondern veranstalten Sie zusätzlich einen Elternabend. Sie veröffentlichen Ihre Stellenanzeigen im Internet? Dann tun Sie das nicht nur auf Portalen für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Sie erstellen Image-Videos für Ihre Plattformen und Social Media Kanäle? Dann gestalten Sie diese so, dass Sie auch für Eltern interessant sind.

    Andere Influencer mit großem Einfluss sind Freunde und Unternehmensvertreter auf Messen. Online-Influencern schreiben hingegen weniger als 10% der Befragten in einer Umfrage Glaubwürdigkeit zu. Es ist daher fraglich, ob sich die Investition in eine Online-Influencer-Kampagne lohnt. Meist erzeugen solche Kampagnen lediglich ein gutes Gefühl bei der HR- oder PR-Abteilung eines Unternehmens. Konkrete Ergebnisse in Bezug auf die Bewerberzahlen für Ausbildungsstellen bringen sie kaum mit sich.

    Tipp: Eine interessante Möglichkeit, um Eltern und Auszubildende zugleich anzusprechen, sind Selbsttests. Interaktive Online-Tests, die auf das Unternehmen und die Anforderungen der Ausbildungsstelle ausgerichtet sind, helfen den Jugendlichen bei der Selbsteinschätzung. Im besten Fall setzen sich die jüngere und die ältere Generation gemeinsam mit der jeweiligen Ausbildungsstelle und dem -betrieb auseinander.

    Digitaler Ausbildungsbetrieb: Mit der Zeit gehen

    Immer mehr Auszubildende erwarten von ihrem Ausbildungsbetrieb eine digitale Performance – denn schließlich sind die zumeist jungen Leute mehrheitlich mit Neuen Medien, Smartphone und Internet aufgewachsen. Eine ausschließliche Digitalisierung von Ausbildungsinhalten ist jedoch nicht gewünscht – der Mix macht’s also.

    Eine zeitgemäße Möglichkeit, die Ausbildung mit der fortschreitenden Digitalisierung zu verbinden, wäre es, das Berichtsheft digital führen zu können. Diese Möglichkeit bieten allerdings bisher nur knapp 7 % der Ausbildungsbetriebe ihren Nachwuchskräften. Das soll jedoch zeitnah geändert werden: Die IHK kündigte an, geeignete Software-Lösungen für Ausbildungsbetriebe zur Verfügung stellen zu wollen, um die digitale Berichtsheftführung zu forcieren.

    Weitere digitale Lösungen – die gerne auch im Rahmen der Employer-Branding-Strategie formuliert werden dürfen – wirken auf potenzielle Azubis ansprechend:

    • Mobil optimierte Inhalte: Lerninhalte, die für Smartphone und Tablet optimiert sind, steigern die Attraktivität eines Ausbildungsbetriebs. Bestes Beispiel sind hier die Fahrschulen, die sich bereits vor Jahren auf die steigenden digitalen Anforderungen eingestellt haben und die Vorbereitung für die Theorieprüfung über Apps anbieten.
    • Praktische Erfahrung und virtuelles Arbeiten verbinden: Die duale Berufsausbildung ist nicht umsonst so gefragt – mehr Praxiserfahrung lässt nicht sammeln. Bevor Azubis erstmalig wirklich am realen Objekt oder an einem echten Menschen arbeiten dürfen, bieten sich virtuelle Lernumgebungen an. In der Pflege beispielsweise können Auszubildende zunächst eine virtuelle Routine entwickeln, bevor sie schließlich mit Patienten interagieren – was nicht zuletzt für die Ausbilder eine Erleichterung darstellt.

    Azubi-Recruiting: So geht es am besten – 10 Tipps

    Wir stellen Ihnen im Folgenden einige wichtige Maßnahmen vor, die sich beim Azubi-Recruiting bewährt haben.

    1. Das Azubi-Recruiting genau planen

    Das Azubi-Recruiting ist dann am effizientesten, wenn sie es genau planen. Führen Sie nicht beliebig irgendwelche Maßnahmen durch, sondern wählen Sie die für Ihre Zwecke besten aus. Eine noch so bewährte Methode bringt nichts, wenn sie nicht zu Ihrer Strategie passt. Lassen Sie sich bei dem, was sie tun, daher nicht von Ihrem Bauchgefühl allein leiten. Entwickeln Sie stattdessen ein professionelles und durchdachtes Konzept. Dieses erkennen potenzielle Bewerberinnen und Bewerber und Sie gewinnen ein seriöses Image. Das ist ein immenser Vorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern um die besten Auszubildenden.

    2. Azubi-Recruiting beginnt in der Schule

    Eine erfolgreiche Anwerbung zukünftiger Auszubildender sollte bereits in der Schulzeit erfolgen. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist das Anbieten von Schnuppertagen oder Praktika für Schüler. Dadurch gewinnen junge Leute bereits frühzeitig einen Einblick in Ihr Unternehmen und können herausfinden, ob ihnen die Arbeit Spaß macht. Denn Freude ist schließlich die größte Motivation.

    3. Bewerben Sie sich bei den Azubis

    Ein eher unüblicher Weg, der Erfolg verspricht: Wenn Ihnen Schüler im Zuge eines Praktikums positiv auffallen, kontaktieren Sie diese von sich aus. Das wird dem zukünftigen Azubi das Gefühl vermitteln, wichtig für Ihr Unternehmen zu sein. Diese Maßnahme hilft nicht nur, passende Kandidaten zu finden, sondern bindet diese auch langfristig an das Unternehmen.

    4. Eine zuständige Person für das Azubi-Recruiting bestimmen

    Das Azubi-Recruiting funktioniert dann am besten, wenn eine Person konkret dafür zuständig ist. Ansonsten verlassen sich alle auf andere und nichts geschieht. Stellen Sie daher eine Person ab, die speziell für die Erstellung von Anzeigen, die Kooperation mit Schulen und alle anderen Maßnahmen zuständig ist. Hierdurch organisieren Sie das Recruiting in Ihrem Betrieb effizient. Zum anderen haben Interessierte direkt einen Ansprechpartner, an den sie sich wenden können.

    5. Nicht auf allen Hochzeiten tanzen

    Beschränken Sie sich bei Ihrer Auswahl für Webseiten und soziale Netzwerke auf bestimmte Bereiche. Überlegen Sie, an welcher Stelle Sie Ihre Zielgruppe am besten ansprechen können. Es ist nämlich nicht zu leisten, eine Fülle an Webauftritten und Pages immer auf dem neuesten Stand zu halten. Und veraltete Inhalte oder Informationen sind Gift für das Azubi-Recruiting. Potenzielle Kandidaten bekommen das Gefühl, dass sie Ihnen nicht genug wert sind. Ansonsten würden Sie die Angebote doch aktuell halten. Es ist daher besser, wenig richtig, als vieles falsch zu machen.

    6. Dauerpräsenz statt Schnellschüssen

    Bemühen Sie sich um eine konstante Präsenz auf den Ausbildungswebseiten, auf Ihrem Blog und in Ihren sozialen Netzwerken. Es fällt auf, wenn Sie sich immer nur um den Nachwuchs kümmern, wenn Sie eine freie Stelle zu vergeben haben. Wenn Sie jedoch regelmäßig Dinge posten, von Ihrer Arbeit berichten und das Unternehmen vorstellen, bleiben Sie den Menschen im Gedächtnis. Sie gelten dann als authentisch und glaubwürdig. Das Azubi-Recruiting ist somit niemals abgeschlossen, sondern Sie sollten es kontinuierlich pflegen.

    7. Die richtigen Maßstäbe setzen

    Konzentrieren Sie sich bei der Auswahl Ihrer Auszubildenden auf die richtigen Aspekte. Natürlich ist es schön, wenn sich Kandidatinnen und Kandidaten mit Bestnoten bei Ihnen bewerben. Aber gerade bei einer Ausbildung ist akademisches Wissen nicht alles. Versuchen Sie daher unbedingt, etwas über die Persönlichkeit Ihres Gegenübers zu erfahren.

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    Nicht immer sollten Schulnoten eine Rolle bei der Auswahl von Azubis spielen © contrastwerkstatt / Fotolia

    Hierdurch lernen Sie diese Person viel besser kennen als durch die Fixierung auf Noten. Ebenso sollten Sie sich für die Motivations- und Begeisterungsfähigkeit Ihrer Auszubildenden interessieren. Viele Techniken lassen sich auch später noch erlernen. Eine Leidenschaft für das Thema und den Beruf muss jedoch von Anfang an vorhanden sein.

    8. Setzen Sie auf eine persönliche Bindung

    Mitarbeiter, die sich mit einem Unternehmen identifizieren können, bringen bessere Leistungen und sind loyaler. Ebenso verhält es sich mit zukünftigen Mitarbeitern. Machen Sie Werbung für Ihre Unternehmensphilosophie und achten Sie darauf, welche potenziellen Azubis sich mit dieser identifizieren können.

    9. Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Azubis

    Um diese herauszufinden, eignen sich beispielsweise jährliche anonyme Umfragen. In diesen können Sie die Vorstellungen und Wünsche Ihrer Auszubildenden abfragen. Aufgrund der Anonymität lässt sich mit ehrlichem Feedback rechnen.

    10. Ermöglichen Sie einen Karriereaufstieg

    Die persönliche und fachliche Weiterbildung spielt bereits in der Ausbildung eine wesentliche Rolle: Ziehen Sie es daher in Erwägung, Ihren Azubis Weiterbildungen, Coachings oder Seminarteilnahmen zu ermöglichen.

    Jetzt wissen Sie, wie Sie Azubis für Ihr Unternehmen faszinieren können – fangen Sie an

    Wenn Sie präsent sind und ein wenig Arbeit in Kauf nehmen, ist Ihre Lehrstelle sicher schnell besetzt. Nutzen Sie die Möglichkeiten, Ihr Unternehmen dort vorzustellen, wo sich die jungen Menschen in der heutigen Zeit bewegen. Zeigen Sie sich als selbstbewusster und erreichbarer Arbeitgeber. Dann finden Sie auch Azubis für Ihr Unternehmen.

    FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Thema Azubi-Recruiting

    Was bedeutet Azubi-Recruiting?

    Azubi-Recruiting bedeutet die Gewinnung von neuen Auszubildenden für ein Unternehmen.

    Auf welchen Kanälen kann Azubi-Recruiting stattfinden?

    Neben Social-Media-Kanälen wie Instagram oder TikTok, können Unternehmen auch im persönlichen Kontakt, zum Beispiel auf Messen oder in Schulen neue Auzubildende gewinnen. Zusätzlich können beispielsweise Anzeigen in Tagesszeitungen oder Werbespots in TV und Radio eingesetzt werden. Außerdem gibt es diverse Ausbildungsplattformen, die Unternehmen beim Azubi-Recruiting unterstützen.

    Welche Social-Media-Plattformen eignen sich für ein erfolgreiches Azubi-Recruitment?

    Hier sind fast keine Grenzen gesetzt. Die Zielgruppe von potenziellen Azubis befindet sich aktuell meist auf Plattformen wie Instagram, TikTok, Snapchat oder YouTube. Doch auch über Facebook und WhatsApp kann ein Azubi-Recruiting durchaus erfolgreich sein.

    Autor: Redaktion Personalwissen