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Azubi-Recruiting: So geht es am besten

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Azubi Recruiting

Azubi-Recruiting beschreibt alle Maßnahmen, die ein Unternehmen zur Gewinnung und zum Erhalt von Auszubildenden durchführt. Es handelt sich hierbei um einen Ansatz, der sich stark an den Wünschen der Auszubildenden orientiert. Beim Azubi-Recruiting geht es drum, die Zielgruppe exakt zu definieren und ihre Ansprüche zu erkennen. Diese umfassen ganz unterschiedliche Aspekte wie eine faire Bezahlung, einen freundlichen Umgang und Aufstiegschancen. Abhängig von der Branche und dem jeweiligen Beruf variieren die Ansprüche, die Auszubildende an diese stellen.

Unternehmen sehen sich beim Azubi-Recruiting einer anspruchsvollen Aufgabe gegenüber: Sie müssen die Wünsche ihrer Zielgruppe auf- und ernst nehmen, ohne sich selbst untreu zu werden. Manche Betriebe setzen bei ihrem Konzept einfach nicht auf digitale Strategien. Da wäre es fatal, irgendwelche Digitalprojekte ins Leben zu rufen, nur um Auszubildende anzusprechen. Authentizität und Glaubwürdigkeit sind nämlich kostbare Währungen beim Azubi-Recruiting.

Wir stellen Ihnen in diesem Ratgeber diverse Strategien und Methoden des Azubi-Recruitings vor. Sie erfahren, welche Wünsche Auszubildende an ihre Betriebe richten. Außerdem präsentieren wir Ihnen Maßnahmen, die Sie konkret und direkt umsetzen können. Diese helfen bei den ersten Schritten hin zu einer gestiegenen Zahl von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern. Zudem finden Sie Informationen zu digitalen Techniken und erfahren, warum Eltern die besten Influencer in Sachen Digitalisierung sind.

Die schwierige Ausgangslage für Unternehmen bei der Azubi-Suche

Die Situation am Ausbildungsmarkt ist für Unternehmen denkbar schlecht. Zu wenig Bewerber stehen einer großen Zahl an Ausbildungsstellen gegenüber. Entsprechend können sich Azubis ihre Wunschstelle nahezu frei aussuchen. Qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten nehmen die Betriebe mit Kusshand. Deswegen müssen sich gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) teilweise sehr strecken, um geeignete Auszubildende zu bekommen. Die Gründe hierfür sind vielseitig.

Zum einen ist diese Entwicklung dem demografischen Wandel geschuldet. Geburtenschwache Jahrgänge führen zu einer Unterversorgung mit potenziellen Auszubildenden. Hinzu kommt eine in Deutschland voranschreitende Akademisierung. Bereits der Realschulabschluss gilt heutzutage schon als Abschluss zweiter Klasse. Entsprechend schwer haben es Schülerinnen und Schüler mit einem Hauptschulabschluss.

Jugendliche tendieren daher dazu, ein Abitur anzustreben und auf eine Universität zu gehen. Somit stehen sie als Auszubildende nicht zur Verfügung. Ein weiterer Faktor sind regionale Gegebenheiten. In ländlichen Regionen ist es deutlich schwieriger, genügend geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden, als in der Großstadt.

Häufig genug sind die Unternehmen aber selbst schuld, wenn sich keine Berufseinsteiger für sie interessieren. Sie arbeiten noch mit Stellenanzeigen aus den 90er Jahren oder mit Textbausteinen und unkreativen Bildern. Sie machen den Eindruck, als sei die Digitalisierung komplett an ihnen vorbeigegangen. Ebenso sind viele Betriebe nach wie vor ausschließlich an Noten interessiert. Gerade bei einer Ausbildung sind jedoch Fähigkeiten gefragt, die reine Schulnoten nicht abbilden. Hierzu gehören etwa in Handwerksberufen handwerkliches Geschick und Persönlichkeit. Viele Unternehmen fragen aber lediglich die Schulnoten ab. All das vermittelt ein schlechtes Unternehmens-Image. Entsprechend fühlen sich Jugendliche nicht von den Betrieben angesprochen und bewerben sich daher nicht bei ihnen.

Kennen Sie Ihre Zielgruppe!

Um im Rahmen des Azubi-Recruitings geeignete Kandidatinnen und Kandidaten ansprechen zu können, müssen Sie Ihre Zielgruppe genau kennen. Wenn Sie gezielt Studienabbrecher ansprechen wollen, ist es wenig effizient, in Schulen aktiv zu sein. Ebenso wenig bringt eine Anzeige in Jugendsprache etwas, wenn Sie sich an Personen wenden, die ihren Beruf wechseln wollen. Eine genaue Definition der eigenen Zielgruppe steht somit immer zu Beginn eines jeden Azubi-Recruitings.

Ebenfalls wichtig ist es, zu wissen, wo sich ihre Zielgruppe aufhält. Woher bezieht Ihre Zielgruppe Informationen und welche Webangebote nutzt sie? Solche Informationen sind Gold wert, wenn sie eine direkte Zielgruppenansprache anstreben. Des Weiteren sollten Sie sich für die Interessen Ihrer Zielgruppe interessieren. Berufseinsteiger haben nämlich meist andere Ansprüche an eine Ausbildung als Menschen, die ihren Beruf wechseln wollen. Um Ihre Anzeigen ansprechend zu machen, sollten Sie diese den Wünschen Ihrer Zielgruppe gemäß gestalten.

Eignen sich WhatsApp und Snapchat für das Azubi-Recruiting?

Die Nutzerzahlen von WhatsApp und Snapchat sind beeindruckend und brechen immer wieder Rekorde. Da liegt es doch nahe, diese Tools für das Azubi-Recruiting zu nutzen. Erhebungen zeigen jedoch, dass das keine gute Idee ist. Die meisten befragten Auszubildenden gaben an, dass sie davon nichts hielten. Für sie wirkt es absolut unseriös, wenn Betriebe Fragen via WhatsApp oder Snapchat an sie richten. Stattdessen kommunizieren sie mit der Ausbildungsstelle lieber per E-Mail. Hier können sie Fragen ebenfalls schnell klären und Termine vereinbaren.

Das hat mehrere Gründe. Zum einen streben die Auszubildenden eine klare Trennung zwischen Berufs- und Privatleben an. Für sie gehören WhatsApp und Snapchat in den Privatbereich. Sie wollen hierüber mit Freunden kommunizieren und Inhalte mit der Familie teilen. In diesen Bereich sollen Arbeitgeber nicht eindringen. Zum anderen wirken die Bemühungen von Ausbildungsbetrieben meist sehr gewollt und unnatürlich. Die Erfahrung zeigt: Eltern sind nicht cool oder angesagt, bloß weil sie die Verhaltensweisen ihrer Kinder imitieren. Im Gegenteil. Dasselbe gilt für Unternehmen und Auszubildende.

Eine geeignete Stellenanzeige für das Azubi-Recruiting erstellen

Stellenanzeigen müssen außergewöhnlich und kreativ sein, hierbei aber seriös und kompetent wirken. Unternehmen müssen diesen Spagat meistern, wenn die Auszubildenden sie als interessant wahrnehmen sollen. Viele sind hierbei sehr einfallsreich und gehen ganz neue Wege. So gibt es zum Beispiel in ländlichen Regionen Betriebe, die ihre Stellenanzeigen komplett in Mundart und Dialekt verfassen. Andere arbeiten bei ihren Stellenanzeigen mit Images, die Wörter ersetzen, oder nutzen Selbstironie im Sinne von „Du findest Schlaf überbewertet: Werde Pflegekraft“. Hierbei ist die Grenze zwischen kreativ und abschreckend schmal. Achten Sie bei der Erstellung einer Stellenanzeige darauf, dass diese nicht albern ist oder Fremdschämen auslöst.

Das Ziel bei einer Stellenanzeige im Azubi-Recruiting ist immer ein hoher Wiedererkennungswert. Sie können davon ausgehen, dass Ihre Zielgruppe genügend Stellenanzeigen mit Standardfloskeln gelesen hat. Diese legen sie tendenziell zur Seite oder sie bewerben sich ebenfalls mit solchen Floskeln. Beides kann nicht in Ihrem Interesse sein. Bemühen Sie sich daher darum, bei einer Stellenanzeige so kreativ zu sein, wie Sie es von Ihren Auszubildenden erwarten.

Die richtigen Fragen im Vorstellungsgespräch stellen

In einem Vorstellungsgespräch klären Sie für sich, ob ein Bewerber für eine freie Stelle geeignet ist. Aber auch für die Auszubildenden ist ein solches Gespräch ein wichtiges Auswahlkriterium. Sie erkennen hier, ob sie mit Ihnen klarkommen und sich in Ihrem Betrieb wohlfühlen. Läuft das Gespräch schlecht, melden sich die Kandidatinnen und Kandidaten nicht wieder. Das ist besonders dann fatal, wenn die jeweiligen Personen für die Stelle besonders gut geeignet waren.

Arbeitsvertrag
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Gestalten Sie ein Vorstellungsgespräch daher so abwechslungsreich und individuell wie möglich. Einige Betriebe entscheiden sich für ein Arbeitsessen. Hier können sich die Unternehmen und die angehenden Auszubildenden in einer gemütlichen Atmosphäre kennenlernen. Aber auch im Büro vor Ort ist ein angenehmes und lockeres Gespräch möglich. Hierfür ist es wichtig, dass Sie sich für die Bewerber als Menschen interessieren. Meiden Sie unbedingt Standardfloskeln und Fragen, die schon durch die Bewerbungsunterlagen beantwortet sind. Schauen Sie, ob Ihr Gegenüber sich menschlich für Ihre Firma eignet.

Besonders wichtig bei einem Vorstellungsgespräch ist Authentizität. Bewerber merken es sofort, wenn sie sich anders geben, als Sie tatsächlich sind. Das empfinden sie als unaufrichtig und entscheiden sich gegen Sie. Sie müssen also den schmalen Grat meistern, außergewöhnlich zu sein und dennoch Sie selbst zu bleiben. Sehr sinnvoll ist es, wenn bei einem Bewerbungsgespräch eine Fachkraft anwesend ist. Diese lenkt das Gespräch aus für die Ausbildung relevante Themen. Das goutieren die meisten Bewerberinnen und Bewerber.

Die Bedeutung der Eltern beim Azubi-Recruiting

In der heutigen Zeit haben Influencer einen immensen Einfluss. Gerade Jugendliche hören auf ihren Rat und eifern ihnen nach. Auf der Suche nach einer Ausbildung sind aber die Eltern nach wie vor der stärkste Einfluss. Jugendliche hören auf sie und vertrauen ihrer Expertise und Erfahrung. Deswegen dürfen Sie die Rolle der Eltern für das Azubi-Recruiting nicht unterschätzen. Wenn Sie diese für sich und Ihr Konzept gewinnen können, haben Sie meist auch ihre Kinder überzeugt.

Beziehen Sie die Eltern daher nach Möglichkeit in Ihre Maßnahmen mit ein. Sie stellen Ihr Unternehmen und die Ausbildungsplätze an einer Schule vor? Dann gehen Sie nicht nur in die Klassen, sondern veranstalten Sie zusätzlich einen Elternabend. Sie veröffentlichen Ihre Stellenanzeigen im Internet? Dann tun Sie das nicht nur auf Portalen für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Sie erstellen Image-Videos für Ihre Plattformen und Social Media Kanäle? Dann gestalten Sie diese so, dass Sie auch für Eltern interessant sind.

Andere Influencer mit großem Einfluss sind Freunde und Unternehmensvertreter auf Messen. Online-Influencern schreiben hingegen weniger als 10% der Befragten in einer Umfrage Glaubwürdigkeit zu. Es ist daher fraglich, ob sich die Investition in eine Online-Influencer-Kampagne lohnt. Meist erzeugen solche Kampagnen lediglich ein gutes Gefühl bei der HR- oder PR-Abteilung eines Unternehmens. Konkrete Ergebnisse in Bezug auf die Bewerberzahlen für Ausbildungsstellen bringen sie kaum mit sich.

Wünsche von Auszubildenden an die Betriebe

Die meisten Auszubildenden haben eine klare Vorstellung, was sie wollen, wenn sie einen Ausbildungsplatz suchen. Daher wählen sie gezielt solche Ausbildungsbetriebe, die diese Ansprüche erfüllen. Viele sind sogar bereit ein geringeres Ausbildungsentgelt zu akzeptieren, wenn sie sich dafür in einem Betrieb wohlfühlen, wobei eine gerechte Ausbildungsvergütung außer Frage stehen sollte. Erstaunlich ist, dass sich die Wünsche der meisten Auszubildenden stark ähneln. Respekt, Mehrwert und Wertschätzung sind wichtige Kriterien, die viele immer wieder nennen. Sie wollen sich nicht als preiswerte Sklaven der Unternehmen fühlen. Stattdessen soll die Ausbildung ihnen etwas für ihre berufliche Zukunft bringen. Sie sind lernwillig und motiviert. Das gilt allerdings nur solange, wie ein Betrieb diese Eigenschaften fördert. Die folgenden Punkte sind für Betriebe wichtig, um die Herzen geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten zu gewinnen.

Berührungspunkte mit dem Betrieb vor der Ausbildung

Viele Berufseinsteiger wünschen sich, vor der Aufnahme einer Ausbildung einmal in einen Betrieb hineinzuschnuppern. So können Sie direkt sehen, ob sie ein Beruf wirklich interessiert und ob sie diesen erlernen möchten. Hierfür gibt es verschiedene Methoden. Zum Beispiel können Interessierte im Rahmen von Berufsorientierungstagen einen Tag lang in einem Unternehmen mitarbeiten. Sie lernen die verschiedenen Abteilungen kennen und probieren verschiedene Werkzeuge aus. Um einen etwas tieferen Eindruck zu gewinnen, können sie zudem ein mehrwöchiges Praktikum absolvieren. Ebenso haben Sie die Möglichkeit, Betriebsführungen anzubieten. Hier führt eine Fachkraft die Teilnehmer nach und nach durch alle Abteilungen. Die Besucher haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich einen Eindruck von den Betriebsabläufen zu verschaffen.

Gespräche mit den Unternehmen auf Augenhöhe

Einige Auszubildende trauen sich nicht, bestimmte Fragen zu stellen. Das betrifft in den meisten Fällen die Vergütung einer Ausbildung. Sie haben Sorge, sich Chancen zu verbauen, wenn sie gierig wirken. Daher wünschen sie sich eine offene und ehrliche Gesprächsführung auf Augenhöhe. Denn sie möchten das Gefühl haben, dass es keine Tabuthemen gibt und dass sie alles fragen dürfen. Wenn im Vorstellungsgespräch bereits eine angespannte Atmosphäre herrscht, ist das vermutlich während der Ausbildung ebenso. Deswegen sollten Sie als Ausbildungsbetrieb nach Möglichkeit eine solch offene Gesprächsatmosphäre erzeugen.

Eignungstests und Auswahlverfahren, die mit der Ausbildung zu tun haben

Für viele Auszubildende fühlen sich Vorstellungsgespräche wie Tests an. Welche Schule haben Sie besucht? Was war Ihr Notendurchschnitt? Welche Zusatzqualifikationen haben Sie erworben? Solche Fragen haben keinen Mehrwert, da Sie die Antworten auch den Bewerbungsunterlagen entnehmen können. Zudem rattern die Bewerberinnen und Bewerber bloß Informationen herunter, ohne etwas von sich selbst preiszugeben. Vermeiden Sie solche „Testfragen“ nach Möglichkeit. Sprechen Sie mit den Kandidatinnen und Kandidaten vielmehr über die freie Stelle. Fragen Sie, warum sie dieses Thema interessiert. Versuchen Sie, die Leidenschaft zu entdecken, für die diese Menschen brennen. Das vermittelt Ihnen einen viel besseren Eindruck davon, ob sie für Ihre Zwecke geeignet sind. Außerdem fühlt sich Ihr Gegenüber gleich wohl und kommt ins Erzählen. Immerhin macht kaum etwas so viel Spaß, wie von dem zu schwärmen, was man liebt.

Aufgaben der Unternehmen, um geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden

Sie kennen nun die Wünsche und Ansprüche, die Ihre Zielgruppe voraussichtlich an Sie stellt. Nun gilt es, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um diesen gerecht zu werden. Wir stellen Ihnen im Folgenden einige wichtige Aufgaben vor, die sich beim Azubi-Recruiting bewährt haben:

Das Azubi-Recruiting genau planen

Das Azubi-Recruiting ist dann am effizientesten, wenn sie es genau planen. Führen Sie nicht beliebig irgendwelche Maßnahmen durch, sondern wählen Sie die für Ihre Zwecke besten aus. Eine noch so bewährte Methode bringt nichts, wenn sie nicht zu Ihrer Strategie passt. Lassen Sie sich bei dem, was sie tun, daher nicht von Ihrem Bauchgefühl allein leiten. Entwickeln Sie stattdessen ein professionelles und durchdachtes Konzept. Dieses erkennen potenzielle Bewerberinnen und Bewerber und Sie gewinnen ein seriöses Image. Das ist ein immenser Vorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern um die besten Auszubildenden.

Personalplanung
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Nicht auf allen Hochzeiten tanzen

Beschränken Sie sich bei Ihrer Auswahl für Webseiten und soziale Netzwerke auf bestimmte Bereiche. Überlegen Sie, an welcher Stelle Sie Ihre Zielgruppe am besten ansprechen können. Es ist nämlich nicht zu leisten, eine Fülle an Webauftritten und Pages immer auf dem neuesten Stand zu halten. Und veraltete Inhalte oder Informationen sind Gift für das Azubi-Recruiting. Potenzielle Kandidaten bekommen das Gefühl, dass sie Ihnen nicht genug wert sind. Ansonsten würde Sie die Angebote doch aktuell halten. Es ist daher besser, wenig richtig, als vieles falsch zu machen.

Dauerpräsenz statt Schnellschüssen

Bemühen Sie sich um eine konstante Präsenz auf den Ausbildungswebseiten, auf Ihrem Blog und in Ihren sozialen Netzwerken. Es fällt auf, wenn Sie sich immer nur um den Nachwuchs kümmern, wenn Sie eine freie Stelle zu vergeben haben. Wenn Sie jedoch regelmäßig Dinge posten, von Ihrer Arbeit berichten und das Unternehmen vorstellen, bleiben Sie den Menschen im Gedächtnis. Sie gelten dann als authentisch und glaubwürdig. Das Azubi-Recruiting ist somit niemals abgeschlossen, sondern Sie sollten es kontinuierlich pflegen.

Die richtigen Maßstäbe setzen

Konzentrieren Sie sich bei der Auswahl Ihrer Auszubildenden auf die richtigen Aspekte. Natürlich ist es schön, wenn sich Kandidatinnen und Kandidaten mit Bestnoten bei Ihnen bewerben. Aber gerade bei einer Ausbildung ist akademisches Wissen nicht alles. Versuchen Sie daher unbedingt, etwas über die Persönlichkeit Ihres Gegenübers zu erfahren. Hierdurch lernen Sie diese Person viel besser kennen als durch die Fixierung auf Noten. Ebenso sollten Sie sich für die Motivations- und Begeisterungsfähigkeit Ihrer Auszubildenden interessieren. Viele Techniken lassen sich auch später noch erlernen. Eine Leidenschaft für das Thema und den Beruf muss jedoch von Anfang an vorhanden sein.

Eine zuständige Person für das Azubi-Recruiting bestimmen

Das Azubi-Recruiting funktioniert dann am besten, wenn eine Person konkret dafür zuständig ist. Ansonsten verlassen sich alle auf andere und nichts geschieht. Stellen Sie daher eine Person ab, die speziell für die Erstellung von Anzeigen, die Kooperation mit Schulen und alle anderen Maßnahmen zuständig ist. Hierdurch organisieren Sie das Recruiting in Ihrem Betrieb effizient. Zum anderen haben Interessierte direkt einen Ansprechpartner, an den sie sich wenden können.

Ausbildungsabbrüche vermeiden

Ausbildungsabbrüche sind für ein Unternehmen eine Katastrophe. Sie habe dann sehr viel Zeit und Mühe in den Bewerbungs- und Auswahlprozess investiert. Dies war dann alles vergebens. Außerdem ist eine hohe Abbruchrate schlecht für die zukünftige Suche nach Auszubildenden und die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern. Deswegen sollten Sie alle Maßnahmen bezüglich einer Ausbildungskrise sorgfältig und bewusst durchführen. Jede Minute, die Sie hier investieren, spart Ihnen fünf, wenn Sie die Folgen eines Abbruchs nicht ausbügeln müssen.

Readktion: Personalwissen.de

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