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Die Zukunft des Recruiting – Was sich für Recruiter in Zukunft ändern wird

© Elnur Amikishiyev/Fotolia
Recruiting

Aktuell ist Recruiting eine rein menschliche Aufgabe. Robot-Recruiting klingt für viele Unternehmer nach „Silicon Valley“ und reiner Utopie. Doch so weit sind wir im Zeitalter der Digitalisierung nicht von Recruiting-Bots entfernt. Was heute Headhunter und Personaler erledigen, könnte in Zukunft durch Künstliche Intelligenz ersetzt oder von KI unterstützt werden.

Hier möchten wir Ihnen die neue Menschlichkeit vorstellen und Ihnen zeigen, welche Möglichkeiten und Chancen sich durch Recruiting-Bots ergeben. Schneller und effizienter, nicht aber weniger ergebnisorientiert und zielsicher wird Robot Recruiting verschiedene Aufgabenbereiche übernehmen und bei Stellenangeboten nach dem perfekten Match suchen.

    Recruiting-Bots vs. Recruiting durch Personaler?

    Ein indirekter Vorteil liegt bei Recruiting-Bots deutlich auf der Hand. Während Menschen Fehler machen, persönliche Stimmungen einfließen lassen und sich irren können, verfügt die KI nicht über Empathie und Emotionalität.

    Eine Umstellung des Recruiting auf die rein faktische Ebene könnte zukünftig daher ein ernstzunehmendes Thema und der Algorithmus ein ernsthafter Gegner für den Headhunter sein. Die Digitalisierung schafft auch im Recruiting Möglichkeiten, die zwar aktuell noch utopisch klingen, in Bezug auf die technischen Möglichkeiten aber längst keine „Zukunftsmusik“ mehr sind.

    Welche Zusammenhänge zwischen der Digitalisierung und Selbstselektion bestehen

    „Soll ich mich auf die Ausschreibung bewerben?“ Diese Frage stellen sich potenzielle Bewerber nur dann, wenn eine Arbeitgebermarke oder ein Berufsbild und dessen Anforderungen ausführlich erläutert und plausibel dargestellt sind. Dann greift die Selbstselektion und der Kandidat prüft, ob er zum Unternehmen passt und sich mit der Marke identifizieren kann.

    Nicht nur der Bewerber, sondern auch der Arbeitgeber profitiert von der Wirkung der Digitalisierung. Nie war es einfacher, sich ein maßgeschneidertes Image aufzubauen, ein erfolgreiches Employer Branding zu betreiben und die Ergebnisse mit hoher Reichweite im Internet zu präsentieren. Die Digitalisierung gibt dem Bewerber die Chance, selbst zu selektieren und abzuwägen, ob er sich für oder gegen ein Unternehmen entscheidet.

    Tipp: Die Zeiten, in denen der Arbeitgeber in einem großen Bassin an Bewerbern auswählen konnte, sind in den meisten Fällen vorbei. Heute steht die Selbstselektion bei immer mehr Bewerbern im Fokus und sie treffen die eigentliche Auswahlentscheidung. Mit einer guten Arbeitgebermarke wird die Auswahl häufiger für Sie, als gegen Sie ausfallen.

     

    Die Personalisierung der Personalabteilung

    In der Vergangenheit wurde eine Stelle ausgeschrieben und die Bewerbungen gingen ein. Heute ist eine Personalabteilung selbst personalisiert und überträgt die Personalisierung auf ihren gesamten Aufgabenbereich.

    Am Beispiel erklärt: Früher wurde ein Bewerber mit dieser oder jener Qualifikation und dem entsprechenden Schulabschluss gesucht. Heute wird DER Bewerber, nämlich eine Person, die sich in den geforderten Merkmalen erkennt, gesucht. In diesem Zug wird auch das klassische recruitieren immer mehr im Wandel stehen und zukünftig einem Talent-Relationship-Management weichen. Das ist der Punkt, an dem Robot-Recruiting zur Möglichkeit und Wirklichkeit wird.

    Hinweis: Durch die personalisierte und individualisierte Bewerbersuche wird ein wichtiger Grundstein für den Einsatz von Recruiting-Bots gelegt. Denn Algorithmen können das Match anhand der Eck- und Kerndaten erkennen und den am besten in allen Bereichen übereinstimmenden neuen Mitarbeiter finden.

     

    Recruiting im Zeitalter der Digitalisierung: Wie gut kann Matching funktionieren?

    Es ist ein etwas ungewöhnliches, mit dem Personalmanagement wenig im Zusammenhang stehendes Beispiel. Aber das Matching funktioniert und dass es zur Überprüfung übereinstimmender Faktoren eingesetzt wird, zeigt das Prinzip aller Online Partnerbörsen.

    Beim Robot Recruiting handelt es sich ebenfalls um die Suche nach einem Match, bei dem zwei Schablonen übereinander passen und so präzise wie nur möglich harmonieren. Und hier liegt ein möglicher Nachteil: Menschliches Recruitment ist eine persönliche Angelegenheit und „kann mehr sehen“, als es beim Robot Recruiting der Fall ist.

    Tipp: Worauf kommt es Ihnen bei der Bewerbersuche an? In erster Linie achten Sie wie jeder Unternehmer darauf, dass ein Bewerber mit seinen Qualifikationen und seiner Persönlichkeit zum Unternehmen passt. Ebenso achtet der Bewerber darauf, dass Ihr Unternehmen seiner Vorstellung und Philosophie entspricht. Ist das der Fall, entsteht ein Match. Genau diese Funktion werden aller Wahrscheinlichkeit zukünftig Algorithmen und Recruiting-Bots übernehmen.

     

    Digitalisierung beschleunigt und macht Erfolge messbar

    Wenn es um eine ausgeschriebene Stelle geht, duldet die Besetzung keinen Aufschub. Hier bietet die Digitalisierung im Recruiting deutliche Vorteile, da sie die Prozesse beschleunigen und schneller einen geeigneten Kandidaten finden lässt. Dieser Umstand macht es für beide Seiten einfacher und führt dazu, dass der geeignete Bewerber im Fokus steht und ohne lange Bewerbungsvorbereitungen vorsprechen kann.

    Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus den messbaren Erfolgen. Hier lenkt sich der Fokus auf das Recruitment nach Algorithmen, das Erfolge in Präzision messen lässt.

    Tipp: Sie führen ein modernes, zeitgemäßes Unternehmen und möchten mit so wenig Aufwand wie möglich die besten Ergebnisse erzielen? Die Thematik Recruiting-Bots und Vorteile durch Digitalisierung werden Ihnen dabei erfolgsversprechende Möglichkeiten bieten. Auch wenn Robot Recruiting kein gegenwärtiges, sondern ein zukunftsvisionäres Thema ist, sind die Weichen bereits gestellt und viele Unternehmen rekrutieren bereits teilautomatisiert.

     

    Algorithmen und Recruiting-Bots schaffen neue Möglichkeiten

    Die Kosten für eine eigene Personalabteilung mit mehreren Mitarbeitern sind enorm. Doch ohne diese, oder ohne externe Headhunter, die ebenfalls auf Provisionsbasis arbeiten, ist zielführendes Recruiting nicht möglich. Bis zum aktuellen Zeitpunkt. Am Beispiel von Algorithmen in Partnerbörsen zeigt sich, dass es andere Optionen gibt und dass die Übereinstimmung vorher definierter Merkmale durchaus über Algorithmen geprüft werden kann. Recruiting-Bots werden das Personalmanagement verändern und die Kosten zur Personalgewinnung senken.

    Hinweis: Die Basics können Sie bereits heute testen, in dem Sie zum Beispiel in Form „spielerischer“ Bewerbungsoptionen auf die Digitalisierung und individuelles Recruiting setzen. Sie werden erstaunt sein, wie gut diese Methode bei Bewerbern ankommt und wie positiv sich die Neuorientierung auf Ihre Arbeitgebermarke auswirkt. Das Beispiel des Recruitainments von Jaguar Land Rover zeigt die mögliche Zeitersparnis.

     

    Wie gut Algorithmen funktionieren … zeigt die Suchmaschine Google

    Sie sehen sich ein Produkt an oder lesen einen Artikel. Egal auf welche Website Sie im Nachhinein gehen: das Produkt oder der Artikel verfolgen Sie. Das hat nichts mit recruitieren zu tun, aber mit Algorithmen. Google „weiß genau“, was Sie möchten und was Sie suchen. Denn der Algorithmus sammelt alle Daten und nutzt die Informationen, um gezielte Werbung zu schalten.

    Bei Recruiting-Bots funktioniert das Prinzip ein wenig anders, aber im Ergebnis geht es darum, dass die Merkmale Ihrer Stelle mit den Merkmalen des Bewerbers in Symbiose gehen.

    Fazit: Robot Recruiting spart Zeit, Kosten und erhöht die Übereinstimmungssicherheit. Zukünftig sind menschliche Fehler und subjektive Einschätzungen Vergangenheit, da Recruiting-Bots nicht nach Sympathie, sondern anhand der Fakten auswerten.

    Für Ihr Unternehmen ergibt sich daraus ein immenser Vorteil. Sie definieren und programmieren die gewünschten Merkmale in Algorithmen und diese prüfen in Form von Recruiting-Bots konkret, welcher Bewerber zu Ihnen passt. Um auch die persönliche Ebene nicht außer Acht zu lassen, kann ein persönliches Gespräch nach dem technischen Auswahlverfahren geführt werden. Somit werden zeitlich effizient und zielsicher alle relevanten Faktoren für eine Stellenbesetzung abgefragt und gedeckt.

    Autor: Redaktion Personalwissen

    Siegel

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