Mitarbeiterzufriedenheit steigern und Betriebsklima verbessern: So funktioniert‘s

Mitarbeiterzufriedenheit steigern und Betriebsklima verbessern: So funktioniert‘s

Mitarbeiter sind das Herz eines Unternehmens. Denn: Mit Ihnen steht und fällt alles.

Dies zeigt sich vor allem im Rahmen des Fachkräftemangels, bei dem sich qualifizierte Arbeiter – je nach Branche – ihre Arbeitsstätte geradezu aussuchen können. Dabei werden neben offensichtlichen Auswahlkriterien wie Gehalt und Standort auch immer mehr weiche Pull-Faktoren wie Work-Life-Balance und Fortbildungsmöglichkeiten wichtiger.

    Auch ein gutes Betriebsklima ist in diesem Zusammenhang ein für Management und Mitarbeiter gleichermaßen wichtiges Thema. Als Personaler können Sie aktiv durch verschiedene Maßnahmen für ein positives Betriebsklima sorgen.

    „Wenn der Sinn verloren geht, leiden Körper und Psyche“

    Helmut Schröder, Vize-Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK

    Laut einer dänischen Studie aus dem Jahr 2020 geht fast jeder vierte Deutsche ungern zur Arbeit. Damit ist Deutschland tatsächlich am unmotiviertesten.

    Wie Sie auch in Ihrem Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit sowie das Betriebsklima steigern können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

    Was versteht man unter einem guten Betriebsklima?

    Laut dem Gabler Wirtschaftslexikon ist das Betriebsklima ein

    „Sammelbegriff für das subjektive Erleben eines Betriebes durch seine Mitarbeiter mit Vorgängen der zwischenmenschlichen Interaktion und Kommunikation als Schwerpunkt.“

    Das bedeutet, dass es vor allem um die subjektive Wahrnehmung des Unternehmens vonseiten des Personals geht.

    Ein angenehmes und positives Betriebsklima zeichnet sich durch verschiedene Merkmale aus:

    • Lockere und entspannte Stimmung am Arbeitsplatz
    • Gegenseitiger Respekt und Toleranz
    • Anerkennung und Wertschätzung
    • Kollegiales Verhalten miteinander
    • Feste Regeln, Gewohnheiten und Routine
    • Starker Teamgeist
    • Hohe Arbeitsmotivation
    • Geringe Mitarbeiterfluktuationsrate

    Einige der genannten Merkmale sind messbar, andere basieren jedoch auf dem subjektiven Empfinden der Beschäftigten.

    Ursachen für ein negatives Arbeitsklima

    Während jedes Betriebsklima individuell von Unterschieden geprägt ist, gibt es ähnliche Faktoren für ein gutes oder schlechtes Betriebsklima.

    Als Ursachen für schlechtes Betriebsklima gelten die folgenden Punkte:

    • fehlender Respekt, wenig Wertschätzung
    • starker Konkurrenzkampf und starre Hierarchiestufen
    • Wenig bis keine Kommunikation miteinander
    • unfaire und unflexible Arbeitszeiten
    • keine abgegrenzten Zuständigkeiten und kleine Verantwortungsbereiche
    • mangelnde Transparenz
    • zu wenig Personal
    • mangelnde Motivation
    • räumliche Gegebenheiten
    fehlender Respekt, schlechte Arbeitszeiten, wenig Personal, Ursachen schlechtes Arbeitsklima
    Erkennen Sie diese Faktoren, herrscht schlechtes Betriebsklima © Racle Fotodesign – Adobe Stock

    Wer lange Zeit unter einem schlechten Betriebsklima leidet, ist öfter von psychischen Erkrankungen betroffen. Dabei sind psychische Belastungen die häufigste Ursache für Fehlzeiten bei Berufstätigen. Fällt diese Person dann durch eine längere Krankheit im Unternehmen aus, müssen die Kollegen vermehrt diese Aufgaben übernehmen. Damit steigt der Zeit- und Leistungsdruck und sinkt die Motivation, weswegen diese Kollegen entweder kündigen (Fluktuation) oder durch zu viel Stress krank werden (steigender Krankenstand).

    Warum sollten Sie auf die Mitarbeiterzufriedenheit achten?

    Heutzutage haben viele Unternehmen große Schwierigkeiten, vakante Positionen zu besetzen. Der herrschende Fachkräftemangel führt dazu, dass gut ausgebildete Mitarbeiter immer schwieriger zu finden sind. Vor allem im Baugewerbe oder in der Pflegebranche wird händeringend nach Personal gesucht.

    Für Firmen wird es daher immer wichtiger, gute und attraktive Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeiter zu schaffen. Denn bis heute gilt die allbekannte Faustregel: Mehr Mitarbeiterzufriedenheit führt auch zu mehr Arbeitsproduktivität. Das wiederum lockt auch mehr Bewerber ins Unternehmen, was im Sinne des Employer Brandings ebenfalls von großer Relevanz ist.

    Mitarbeiterzufriedenheit messen: So geht’s

    Die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten ist – wie schon dargelegt – ein wichtiger Faktor, den Unternehmen bei ihrer Personalführung beachten sollten. Dafür gilt es zunächst, den Status quo festzustellen: Wie zufrieden sind meine Mitarbeiter überhaupt?

    Folglich stellt sich jedoch die Frage, wie die Mitarbeiterzufriedenheit am besten zu messen ist. Unterschieden werden hierbei zwei Messarten: Erstens die direkte und zweitens die indirekte Messung:

    • Direkte Messung: Hierunter versteht man vor allem Mitarbeiterbefragungen, die dazu dienen, die Diskrepanz zwischen Erwartung und Erfahrung zu erfragen. Das bedeutet, dass die Befragten in einem Fragebogen zu Protokoll geben, wie sie sich einen guten Arbeitsplatz vorstellen und inwieweit ihre derzeitige Arbeitsplatzsituation diese Vorstellung widerspiegelt. Je größer die Diskrepanz zwischen Erwartung und Erfahrung, desto höher ist die Unzufriedenheit der Mitarbeiter. Falls dies eintritt, sollten die Wünsche der Mitarbeiter dringend in Betracht gezogen werden.
    • Indirekte Messung: Hierunter fallen gewissen Kennzahlen, die in indirekte Verbindung zur Mitarbeiterzufriedenheit gesetzt werden können. Dazu gehören beispielsweise der Fluktuationsgrad, die Fehl- und Krankheitstage, die Performance in Form von erfüllten Zielvereinbarungen, die Fehlerrate und die Einstellungserfolge.

    Am besten ist es, beide Methoden gemeinsam bei der Beurteilung der Mitarbeiterzufriedenheit in Betracht zu ziehen. Während eine Befragung der Mitarbeiter nützlich sein kann, um konkrete Verbesserungswünsche herauszufinden, können indirekte Messungsmethoden eher als Erfolgs- oder Warnsignale verstanden werden.

    Tipp: Sinnvoll ist es zudem, auf anonymisierte Feedback-Methoden zurückzugreifen – so erhalten Sie authentischere Rückmeldung.

    So messen Sie das Betriebsklima

    Bevor Sie das Arbeitsklima verbessern und damit den Teamgeist stärken können, müssen Sie zunächst die oben aufgeführten Gründe herausfinden, die ein schlechtes Betriebsklima verursachen. Diesbezüglich gibt es zwei primäre Möglichkeiten zur Erfassung der Ursachen:

    1. Fragebögen
    2. Mitarbeitergespäche

    Eine Möglichkeit ist die Erstellung von anonymen Fragebögen oder Feedbackbögen, mit deren Hilfe die Zufriedenheit der Mitarbeiter gemessen werden kann. Hierfür müssen klare Messkriterien entwickelt werden, mit denen die Stimmung im Betrieb eingeordnet werden kann. Entweder das Personalwesen oder dafür ausgebildete Dienstleistungsunternehmen führen solche Befragungen bzw. Erhebungen durch.

    Infografik Personalwissen, Fragen Betriebsklima, Schwachstellen im Betriebsklima erkennen
    Mit diesen Fragen erkennen sie Schwachstellen im Betriebsklima © Personalwissen.de

    Alternativ können Sie sich ein Bild der Situation in vertraulichen Mitarbeitergesprächen machen. Wichtig ist, dass der Mitarbeiter offen reden kann, ohne Nachteile zu befürchten. Nachdem alle Informationen gesammelt und die Ergebnisse vorliegen, können Sie entsprechend der konkreten Situation geeignete Maßnahmen einleiten. 

    Wichtiger Einflussfaktor: Stimmung im Team

    Im Berufsleben ist Teamgeist gefragt, wenn eine Gruppe effizient arbeiten soll. Um das Maximale aus der Stimmung im Team herausholen zu können, sollten Rahmenbedingungen entsprechend der Situation angepasst werden.

    Wie hängen Arbeitsklima und Teamgeist zusammen?

    Die Aufgabe der Führungskraft lässt sich wie folgt zusammenfassen:

    „Bedingungen schaffen, die der Mannschaft das Arbeiten erleichtern“

    Cyril Northcote Parkinson

    Doch wie können Führungskräfte die Arbeit der Angestellten erleichtern und für ein verbessertes Arbeitsklima sorgen? Ein erster Schritt könnte der Stärken des Gemeinschaftsgefühls sein. Führungskräfte sollten sich für ein Zusammengehörigkeitsgefühl und ein kollegiales hilfsbereites Verhalten im Team einsetzen. Denn das hat laut Definition einen bedeutenden Einfluss auf das Betriebsklima und die Mitarbeiterbindung.

    Stimmung im Team verbessern

    Gerade in der Findungsphase ist das Teamklima von

    • Misstrauen,
    • Machtkämpfen
    • und Konflikten geprägt.

    Noch sind die Teamrollen nicht verteilt, verbale Auseinandersetzungen sind normal. Solange diese Reibereien respektvoll und fair verlaufen, können Sie sich zurückhalten. Ansonsten können ein Workshop oder Team-Building-Maßnahmen hilfreich sein.

    Wenn die Stimmung spürbar schlecht ist, reichen ein, zwei Teambuilding-Übungen nicht aus, um schlagartig ein positives Arbeitsklima zu schaffen. Die Mitarbeiter müssen sich besser kennenlernen, die Stärken und Schwächen der anderen akzeptieren und eine gemeinsame Sprache finden. Mischen Sie sich maßvoll ein, dulden Sie keine mobbingähnlichen Zustände am Arbeitsplatz, aber maßregeln Sie auch nicht.

    Wie Sie als Vorgesetzter gegen Mobbing am Arbeitsplatz vorgehen. Unseren kostenlosen Leitfaden jetzt downloaden!

    So steigern Sie die Mitarbeiterzufriedenheit

    In diesem Beitrag wurden bisher verschiedene Punkte genannt, die darlegten, weshalb es wichtig ist, auf die Arbeitszufriedenheit des Personals zu achten und wie diese Zufriedenheit gemessen werden kann. Nachdem diese Punkte geklärt sind, bleibt noch offen, welche Maßnahmen durchgeführt werden können, wenn die Kennzahlen der Mitarbeiterzufriedenheit nicht in dem Maße befriedigend sind, wie sich das ein Unternehmen wünscht. Daher werden nun konkrete Handlungsbeispiele aufgezeigt, die darlegen, wie Sie als Personaler für eine bessere Stimmung und mehr Zufriedenheit unter den Mitarbeitern sorgen.

    Grundlage hierfür ist die Studie von Abraham Maslow aus dem Jahre 1954, die zum Ziel hatte, grundlegende Bedürfnisse und Motivationen von Menschen herauszufinden. Als Ergebnis seiner Forschungsstudie präsentiert Maslow fünf unterschiedliche Motive, die das Verhalten eines Menschen bestimmen. Diese sind in Pyramidenform aufgebaut:

    1. Physiologische Bedürfnisse (ganz unten): Menschen haben Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung und Wohnung. Diese müssen erfüllt sein, damit sich ein Mensch überhaupt existieren und sich ansatzweise entfalten kann.
    2. Sicherheitsbedürfnisse: Sicherheit stellt für einen Menschen ein elementares Bedürfnis dar. Schutz vor Gefahr, Vorsorge und Angstfreiheit sind Grundvoraussetzungen dafür, dass sich ein Mitarbeiter überhaupt seinen Tätigkeiten widmen kann.
    3. Soziale Bedürfnisse: Das Ziel, einer Gruppe zugehörig zu sein und anerkannt zu werden, ist auf der dritten Ebene zu verorten. Auch sie sind ein Elementarbedürfnis, das erfüllt sein muss, damit ein Mitarbeiter sein volles Potenzial ausschöpfen kann.
    4. Individualbedürfnis: Alle Menschen sind unterschiedlich. Daher haben sie auch ganz unterschiedliche Ziele: Das Streben nach Stärke und Unabhängigkeit gehört ebenso zu dieser Kategorie wie beispielsweise Freiheit und Wertschätzung.
    5. Selbstverwirklichung (Pyramidenspitze): Hierunter versteht man das Bedürfnis, sich selbst zu finden und seine Fähigkeiten ausleben zu können. Das Hauptcharakteristikum dieser Kategorie ist das Streben, die eigene Persönlichkeit entfalten und das ganze Potenzial ausschöpfen zu können.

    Maßnahmen für ein gutes Betriebsklima

    Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber können aktiv am guten Betriebsklima mitwirken. Denn der respektvolle Umgang miteinander ist niemals einseitig. So muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass positive Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz herrschen.

    Das kann der Arbeitgeber für das Betriebsklima tun

    Offene Kommunikation

    Negative oder positive Aspekte sollten von Arbeitnehmer und Arbeitgeber angesprochen werden können. Grundlage hierfür ist eine vertrauensvolle Unternehmenskultur, bei dem jeder konstruktive Kritik in einem Gespräch aussprechen darf. Dazu gehört, regelmäßig Feedback einzuholen.

    Konstruktive Fehlerkultur

    Mitarbeiter sind Menschen – und jeder Mensch macht Fehler. Daher sollten Fehler auch offen und gemeinschaftlich thematisiert werden, damit eine gemeinsame Lösung gefunden werden kann.

    Interesse am Angestellten

    Damit sich ein Mitarbeiter weiterentwickeln und sein ganzes Potenzial ausschöpfen kann, braucht er einen Chef, der seine Stärken kennt. Wenn der Vorgesetzte regelmäßige Gespräche sucht, erreichbar ist und ein offenes Ohr für deren Anliegen hat, fühlt sich der Beschäftigte wohl.

    Wertschätzende Haltung

    Ein respektvoller Umgangston sowie gute Leistungen in Form von Lob oder leistungsgerechter Bezahlung anzuerkennen, trägt maßgeblich zu einem positiven Arbeitsklima bei. Die finanzielle Anerkennung kann ebenfalls durch Tankgutscheine, Kostenübernahme der Kinderbetreuung, Prämien, Fortbildungen oder flexiblen Arbeitszeiten erfolgen.

    Transparente Informationskultur

    Vorgesetzte sollten wichtige Informationen an die Mitarbeiter weitergeben. Denn bleiben Informationen aus oder es werden Maßnahmen ohne die Kenntnisnahme der Beschäftigten umgesetzt, fühlen sie sich übergangen. Sofern möglich, sollten Sie die eine gemeinsame Plattform schaffen, um für Transparenz zu sorgen. Das trägt zu einem positiven Betriebsklima und zur Mitarbeitermotivation bei.

    Gemeinsame Aktivitäten

    Teambuilding-Methoden haben einen positiven Einfluss auf das Betriebsklima. Vor allem regelmäßige Treffen oder Betriebsausflüge helfen dabei, die Abteilung zusammenzuschweißen.

    materielle Arbeitsbedingungen verbessern

    Informationskultur, Wertschätzung, Mitarbeitermotivation, Arbeitszeiten, Hilfsbereitschaft
    Gemeinsam im Team – dass fördert positives Betriebsklima © REDPIXEL – Adobe Stock

    Für eine ideale Arbeitsatmosphäre sind Mitarbeiterangebote als Corporate Benefits, wie ein eigenes Firmenauto oder eine moderne Büroausstattung nicht zu vernachlässigen. Dabei spielen die Größe der Räumlichkeiten, die technische Ausrüstung, Besprechungs- und Pausenräume und sonstige Materialien eine wichtige Rolle.

    flexiblere Arbeitszeiten ermöglichen

    Entweder Mitarbeitern ist es erlaubt, 15 Minuten eher anzufangen und eher zu gehen, damit Mitarbeiter ihre Anschlüsse bekommen. Oder falls es die Arbeitsabläufe im Betrieb zulassen, können Sie eine gleitende bzw. flexible Arbeitszeit mit Anwesenheitspflicht zu bestimmten Uhrzeiten einführen.

    Das können Ihre Mitarbeiter für ein positives Arbeitsumfeld tun

    Doch nicht nur die Führung sollte für ein positives Arbeitsklima sorgen. Auch die Beschäftigten können das Betriebsklima verbessern:

    • Übernahme von Selbstverantwortung

    Es ist leicht, Fehler auf andere zu schieben – so auch in puncto Arbeits- und Betriebsklima. Perfektionismus oder fehlende Kommunikation sollten dabei genauso auf der Liste der Überlegungen stehen wie ein schlechtes Zeitmanagement.

    • Wertschätzender Umgang

    Es kann Kollegen geben, mit denen man sich besser versteht als mit anderen. Daher ist es umso wichtiger, einen respektvollen Umgang miteinander zu pflegen – unabhängig davon, ob es der Lieblingskollege ist oder nicht.

    • Toleranz und Hilfsbereitschaft

    Es ist besonders im Team wichtig, andere Meinungen und Ansichtsweisen zu akzeptieren und zu tolerieren. Sonst kann das zu einer angespannten Arbeitsatmosphäre führen, in der sich keiner wohl fühlt. Hierbei spielt Empathie eine entscheidene Rolle. Zudem sollten Arbeitnehmer offen für Kritik sein und sich für ihre Leistungen gegenseitig loben. Zuletzt sollte ein kollegiales, hilfsbereites Verhalten an den Tag gelegt werden. So entsteht ein freundliches Klima am Arbeitsplatz.

    5 Praxistipps: Führen durch Zufriedenheit

    Aus diesen Erkenntnissen lassen sich verschiedene Vorschläge ableiten, die Sie in Ihrem Unternehmen verwirklichen können, damit die Mitarbeiter noch zufriedener mit ihrer Arbeitsplatzsituation sind:

    • Tipp 1: Achten Sie auf gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen. Hierunter fallen beispielsweise ergonomische Arbeitsplätze, gesunde Ernährung, adäquate Beleuchtung oder attraktive Sportangebote.
    • Tipp 2: Geben Sie Ihren Mitarbeitern ein gutes Sicherheitsgefühl. Unbefristete Arbeitsverträge und eine leistungsgerechte sowie branchenübliche Entlohnung geben den Beschäftigten ein Gefühl von Sicherheit – daher sollten Sie diese Punkte genauso beachten, wie zum Beispiel offene und transparente Personalentwicklungsgespräche und Mitarbeitergespräche, die auch zu einem besseren Sicherheitsgefühl beitragen können.
    • Tipp 3: Hören Sie zu und fördern sie Teambuilding-Maßnahmen. Wie die dritte Ebene von Maslow darlegte, ist die Erfüllung sozialer Bedürfnisse eine Hauptkomponente eines zufriedenen Mitarbeiters. In diesem Kontext bietet es sich an, regelmäßig Betriebsausflüge zu planen oder Aufenthaltsräume einzurichten. Nur ein Mitarbeiter, der sich in seinem Team wohlfühlt, ist auch ein glücklicher Mitarbeiter.
    • Tipp 4: Schenken Sie Ihren Mitarbeitern bei positiver Leistung Anerkennung. Wer sich nicht anerkannt fühlt, verliert bald die Lust, sich für seine Arbeit ins Zeug zu legen. Daher ist es bei der Personalführung auch zu bedenken, positive Anreize für gute Leistungen zu setzen. Beispiele sind hierfür Lob und Auszeichnungen, Gehaltserhöhungen oder Boni.
    • Tipp 5: Sorgen Sie für attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten. Wenn sich das Personal mit seinen Fähigkeiten und Wünschen selbst entfalten können soll, braucht es genügend Möglichkeiten, individuelle Akzente zu setzen. Daher sollten interne oder externe Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten zu einem erfolgreichen Personalmanagement gehören.

    Diese Anregungen dienen als Inspiration für Maßnahmen, die die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen. Dadurch können Sie nicht nur von einer besseren Stimmung unter den Beschäftigten profitieren, sondern auch von mehr Produktivität am Arbeitsplatz.

    Fazit: Mitarbeiterzufriedenheit und ein positives Arbeitsklima tragen zur effektiven Arbeit bei

    Auf die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter zu achten, lohnt sich in jedem Fall. Denn: Wer sich am Arbeitsplatz gut aufgehoben fühlt, kommt nicht nur gerne zur Arbeit, sondern arbeitet besser und trägt das positive Gefühl auch nach außen. Davon profitieren schlussendlich Sie und das gesamte Unternehmen, das als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird.

    Sollten Sie ein ungünstiges Betriebsklima feststellen, sollten Sie zunächst die Ursachen herausfinden. Beachten Sie, dass sich das Betriebsklima nur mit Beteiligung der Angestellten verbessern lässt. Kommunizieren Sie offen über Konflikte und erarbeiten Sie gemeinsam mit den Teammitgliedern Lösungsmaßnahmen für ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl und eine angenehme Unternehmenskultur.

    FAQ: Fragen und Antworten zum Thema Mitarbeiterzufriedenheit

    Was bedeutet Mitarbeiterzufriedenheit?

    Sind die Mitarbeiter eines Unternehmens motiviert und zufrieden mit ihrem Arbeitsumfeld, wirkt sich das positiv auf ihre Leistungen aus.

    Warum ist Mitarbeiterzufriedenheit so wichtig?

    Durch den Fachkräftemangel ist es für Unternehmen schwerer, gutes Personal zu finden. Daher müssen für die Mitarbeiter im Unternehmen gute Rahmenbedingungen geschaffen werden, denn eine hihe Mitarbeiterzufriedenheit führt zu mehr Arbeitsproduktivität.

    Was steigert die Mitarbeiterzufriedenheit?

    Mitarbeiterzufriedenheit basert auf der Bedürfnispyramide von Maslow. Das heißt es müssen physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse und Selbstverwirklichung erfüllt werden. Der Vorgesetzte kann jedoch durch flexible Arbeitszeiten, materielle Arbeitsbedingungen, gemeinsame Aktivitäten, eine offene Gesprächskultur, Interesse und Wertschätzung sowie einer konstruktiven Fehlerkultur zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit aktiv beitragen.

    Welche Faktoren beeinflussen die Mitarbeiterzufriedenheit?

    Es gibt verschiedene Faktoren, z.B. das Arbeitsklima und die Stimmung im Team, ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz, eine gute Führung auf Augenhöhe oder auch Sicherheit in der Beschäftigung und eine angemessene Bezahlung für die Leistung, die man erbringt.

    Wie wird Mitarbeiterzufriedenheit gemessen?

    Mitarbeiterzufriedenheit kann man direkt über den Mitarbeiter messen (z.B. per Mitarbeiterbefragung) oder aber indirekt (z.B. über Fluktationszahlen, etc.).

    Autor: Redaktion Personalwissen