Kooperativer Führungsstil: Merkmale, Vorteile und Nachteile

Kooperativer Führungsstil: Merkmale, Vorteile und Nachteile

Beim kooperativen Führungsstil arbeiten Mitarbeiter und Führungskraft engmaschig zusammen, um die Unternehmensziele zu erreichen. Wie diese moderne Managementmethode in der Praxis umsetzbar ist, zeigt der folgende Artikel.

Zusammenarbeit, Kooperation und Teamarbeit – drei Schlagworte, die aus dem modernen Arbeitsleben nicht mehr wegzudenken sind. Heterogene Teams, in denen Mitarbeiter mit unterschiedlichen Kompetenzen durch nutzenorientierte Kommunikation und klar definierte Ziele langfristigen Erfolg erzielen, sind für jedes Unternehmen wichtig.

Arbeiten nicht nur Mitarbeiter einer Hierarchiestufe, sondern auch Führungskräfte und Mitarbeiter in dieser Managementform zusammen, spricht man von einem kooperativen Führungsstil. Führungskräfte mit einem kooperativen Führungsstil kennen und schätzen die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter. Sie arbeiten bei Projekten oder Aufgaben sowohl in der Ideenfindung und in der Umsetzung eng zusammen, bündeln ihre Stärken und verfolgen das Ziel, das Optimum herauszuholen. Schlussendlich steigt das Verantwortungsbewusstsein der Angestellten, denn sie haben das Gefühl, durch die kooperative Führung ein unmittelbarer Bestandteil des Unternehmens zu sein.

    Kooperativer Führungsstil – ein Schlagwort, das das Feld der Mitarbeiterführung nachhaltig prägt. Längst ausgedient haben starre und hierarchische Strukturen, in denen der Chef das alleinige Sagen hat und Feedback oder gar Kritik keineswegs duldet. Vielmehr erwarten moderne Mitarbeiter von ihren Vorgesetzen eine offene Fehlerkultur und ebenso eine Kommunikationskultur, in der jeder einbezogen wird und sich wertgeschätzt fühlt. In diesem Blogbeitrag lesen Sie alles rund um die kooperative Führung: Von den Merkmalen und Zielen eines kooperativen Führungsstils bis hin zu den Vor- und Nachteilen erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die kooperative Mitarbeiterführung.

    Das Gegenteil von kooperativ: Der autoritäre Führungsstil

    Wie bereits im Blogbeitrag 5 Facts rund um die Mitarbeiterführung dargelegt, wird in der Literatur zwischen Führungsstilen und -techniken unterschieden. In der Praxis lässt sich diese Unterscheidung jedoch kaum trennscharf vornehmen. Generell fallen im Arbeitsalltag jedoch zwei gegenläufige Führungsrichtungen auf, die das Miteinander von Vorgesetzten und Teammitgliedern kennzeichnen: Die autoritäre und die kooperative Führung.

    Wie der Name bereits andeutet, ist ein autoritäres Führungsverhältnis von einem Hierarchiegefälle gekennzeichnet. Hierbei steht der Chef über seinem Team. Nur selten werden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Entscheidungsprozesse miteinbezogen oder offen aufgefordert, Rückmeldung zu geben. Diese Form der Unternehmensleitung hat sich in stark hierarchiegetriebenen Unternehmen bis heute durchgesetzt.

    Durch „New Work“ und die fortschreitende Digitalisierung wird sowohl von Mitarbeitern wie Führungskräften verlangt, wandelbar und flexibel und in agilen Netzwerk-Strukturen zu denken. Statt Command & Control, einem Top-Down-Organigramm und starren Management-Prozessen werden Kooperation und situatives Führen fortlaufend wichtiger.  

    Was zeichnet den kooperativen Führungsstil aus?

    Bei der kooperativen Führung ist der Name Programm: Das Verhältnis von Beschäftigten und Chef fußt auf einem partnerschaftlichen Miteinander. Abteilungen und Führungskräfte arbeiten eng zusammen, wobei der Fokus auf echtem Teamwork liegt. Konstruktives Feedback – das gegenseitig erteilt werden darf – ist gewünscht und hat einen positiven Einfluss auf die Motivation der Mitarbeiter sowie den Output einer Abteilung oder einer ganzen Firma. Zusätzlich gehören Fehler und eine moderne Fehlerkultur zu den wesentlichen Voraussetzungen eines kooperativen Führungsstils. Fehler und Herausforderungen bei Vorgesetzten und Mitarbeitern werden als Möglichkeit angesehen, zu lernen und sich persönlich und das gesamte Team weiterzuentwickeln.

    Eines der wesentlichen Merkmale kooperativer Führung ist die Mitbestimmung jedes Mitarbeiters sowie die hohe Eigeninitiative. Sie macht den kooperativen Führungsstil zu einem der Erfolgsgeheimnisse. Die Verantwortung für bestimmte Abläufe und Prozesse wird auf mehrere Personen aufgeteilt. Gerade wenn es einmal zu einem Ausfall kommt, lassen sich schwere Defizite abfedern. Nachgewiesenermaßen kann ein kooperativer Führungsstil die Anzahl der Fehlentscheidungen drastisch reduzieren. Jeder Mitarbeiter übernimmt Verantwortung und verfolgt das Ziel, den Arbeitsalltag so reibungslos wie möglich zu gestalten.

    Ein kooperativer Führungsstil impliziert die Kooperation und in dieser Verbindung zudem die gemeinsame Mitarbeit im Unternehmen.

    Tipp: Wer mit seinen Angestellten kooperiert, investiert jede Menge Zeit in Gespräche, Diskussionen und in die Entscheidungsfindung. Erfolgversprechend sind in diesem Zusammenhang die sogenannten Start-Stop-Continue-Feedbacks, bei denen sich Mitarbeiter und Führungskraft wertschätzend über Wünsche in der Zusammenarbeit (Start) und negative Aspekte (Stop) austauschen. Als Continue wird das Verhalten bewertet, dass beide Seiten als zielführend und erfolgversprechend empfinden.

    Ein kooperativer Führungsstil geht auf eine offene Kommunikation von Ideen und Kritik zurück. Die Mitarbeiter sind Bestandteil in der Entscheidungsfindung und haben in jedem Prozess Mitspracherecht. Das fördert die Kultur des gegenseitigen Respekts und der Toleranz. Wer zukünftig auf kooperative Arbeitsmethoden setzt, wird seine Belegschaft zusammenführen und sie außerdem unmittelbar in den unternehmerischen Erfolg mit einbeziehen. Mitarbeiter spüren diese Form der authentischen Wertschätzung.

    Achtung: Ein kooperativer Führungsstil kann Herausforderungen mit sich bringen. Zum Beispiel können eine längere Konsensfindung oder langsamere Kompromisse aufgrund von anhaltenden Diskussionen den Rahmen sprengen. Führungskräfte dürfen gleichzeitig nicht zu stark mit dem Team verschmelzen und benötigen trotz Kooperation und Kompromissfähigkeit ein starkes Durchsetzungsvermögen, um übergeordnete Unternehmensziele zu jeder Zeit durchzusetzen. Darüber hinaus müssen leitende Angestellte lernen, zu delegieren und ihren Mitarbeitern situativ mehr Verantwortung zu übertragen.

    Ein kooperativer Führungsstil benötigt Zeit, um sich vollends zu entfalten. Aufkommende Probleme sollten unbedingt gründlich mit allen Mitarbeitern geklärt werden. Andernfalls wackelt das Grundgerüst dieser Unternehmensführung.

    4 wichtige Merkmale des kooperativen Führungsstils

    Wie der kooperative Führungsstil in der Praxis aussieht, hängt grundsätzlich von der individuellen Unternehmenssituation ab.

    Wichtig: Führung steht jeweils im Kontext zwischenmenschlicher Beziehungen – kaum eine Sache ist so von der Persönlichkeit abhängig wie das Führungsverhalten.

    Selbstredend haben auch die Unternehmensstrukturen einen merklichen Einfluss auf die Führung. Trotz aller individuellen Abweichungen gibt es auch einige Gemeinsamkeiten bzw. Merkmale des kooperativen Führungsstils:

    • Respektvoller Umgang: Das Betriebsklima ist von einem respektvollen Umgang in allen Hierarchieebenen geprägt. Die Beziehung von Chef und Team und ebenfalls das Miteinander unter den Teammitgliedern basiert auf Wertschätzung. Ein Miteinander auf Augenhöhe garantiert, das konstruktive Kritik hierarchieübergreifend geäußert werden kann.
    • Interaktion mit Mitarbeitern: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden in Entscheidungsprozesse mit einbezogen. Aufgaben werden situativ an das Gesamtteam oder einzelne Teammitglieder delegiert. Kritik, neue Ideen und Impulse der Beschäftigten finden Gehör und bereichern den Arbeitsalltag.
    • Offene Gesprächskultur: Niemand muss Angst haben, ein Anliegen zu formulieren. Konstruktive Kritik und Feedback sind ausdrücklich gewünscht. Eine moderne Fehlerkultur basiert auf dem Wunsch, durch Fehler zu lernen und das gesamte Team, einschließlich der Führungskräfte besser und effizienter aufzustellen.
    • Teamarbeit anstatt Zwang: Aufgaben können gemeinsam im Team bewältigt werden. Ein vollkommener Verzicht auf Delegation findet dabei nicht statt, jedoch werden Beschäftigte auf Basis ihrer Fähigkeiten gefordert und gefördert.

    Wie der kooperative Führungsstil im Einzelnen umgesetzt wird, hängt situativ von der jeweiligen Situation ab. Führungskräfte, die im Alltag einen kooperativen Führungsstil umsetzen, bevorzugen in der Regel eine Mischung aus kooperativer und situativer Führung. Ihre Führungsaufgabe besteht darin, situativ zu erkennen, wann eine Aufgabe an das Gesamtteam oder an einzelne Teammitglieder übertragen werden muss und wann Führungsaufgaben nicht delegiert werden können. Erkennbar ist der kooperative Führungsstil, der zwischen autoritärer und Laissez-faire Führung anzusiedeln ist, grundsätzlich an einem Miteinander auf Augenhöhe.

    Kooperativer Führungsstil in der Praxis – so wird er umgesetzt

    Vorgesetzte mit Führungsaufgaben und Führungsverantwortung, die viele Jahre lang eine autoritäre Führungsrolle ausgelebt haben, könnten auf den ersten Blick Schwierigkeiten haben, auf einen kooperativen Führungsstil umzuschwenken. Vor allem die Sorge, die Kontrolle zu verlieren und durch den Einbezug der Mitarbeiter das „Heft des Handelns“ aus der Hand zu geben, kann Führungskräfte verunsichern. In der Praxis beginnt der Weg zu einem kooperativen Führungsstil vor allem mit einem veränderten Mindsetting der Führungskraft.

    Objektive Antworten auf Fragen wie die folgenden zeigen auf, warum es lohnenswert ist, auf die fachlichen und menschlichen Stärken der einzelnen Mitarbeiter zu vertrauen:

    • Welche Stärken und Eigenschaften schätze ich an meinen Mitarbeitern?
    • In welchen Bereichen kann ich oder kann das Gesamtunternehmen etwas von meinen Mitarbeitern lernen?
    • Wie können die Stärken aller Teammitglieder bestmöglich für den Unternehmenserfolg genutzt werden?

    Als Führungskraft ist es entscheidend, die Stärken und Eigenschaften aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kennen und diese für den Gesamterfolg zu nutzen.

    Beispiel: Die Führungskraft eines regionalen Vertriebsteams von 10 Außendienstmitarbeitern setzt einen kooperativen Führungsstil um. Dies bedeutet in der Praxis unter anderem, jeden Montagmorgen eine gemeinsame Besprechung anzusetzen, in der jedes Teammitglied in wenigen Minuten seinen Wochenplan, seine Wochenstrategie und seine Ziele vorstellt. Zusätzlich kann die Führungskraft kurz wesentliche Informationen, beispielweise zum Produkt oder zu einzelnen Kunden weitergeben.

    Im Rahmen von monatlich angesetzten Teambesprechungen werden zusätzlich offen und konstruktiv die Verkaufsstrategie für das Vertriebsteam und der Status Quo der Zielerreichung diskutiert. Jedes Teammitglied hat die Möglichkeit, zur gemeinsamen Verkaufsstrategie beizutragen. Die Führungskraft übernimmt trotz ihrer Führungsaufgaben die Rolle des Mediators und wertschätzt alle Meinungen, Ideen und Wünsche der Mitarbeiter. Zum Schluss entsteht eine gemeinsame und praxisorientierte Verkaufsstrategie, bei der alle Teammitglieder ihr bestes geben.

    Objectives and key results (OKRs) – ein Tool zur kooperativen Führung

    Ähnlich wie beim vom amerikanischen Ökonom Peter Drucker definierten „Management by objectives,“ bei dem mit eindeutigen Zielvereinbarungen geführt wird, ist das Tool Objectives and key results (OKRs) ebenfalls auf klar definierte Ziele ausgelegt. OKRs werden in der Regel pro Quartal neu festgelegt. Folgende Zielparameter werden definiert:

    1. Was erreicht werden soll (Objectives) sowie
    2. Welche Schritte für die Zielerreichung notwendig sind (Key Results) .

    In regelmäßigen Meetings wird der Projektfortschritt für jedes einzelne OKR in einem OKR-Board festgehalten. Fällt auf, dass ein OKR nicht „on track“ ist, muss gemeinsam nachgesteuert werden.

    Flache Hierarchien = kooperative Führung?

    Nicht grundsätzlich ist ein kooperativer Führungsstil mit flachen Hierarchien verbunden. Kooperation und ein enges Miteinander von Chef und Team prägen den Arbeitsalltag ebenfalls, wenn im Betrieb eine hierarchische Unterscheidung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter gemacht wird. Statt überholter und starrer Hierarchien fokussieren sich moderne kooperative Führungskräfte darauf, in regelmäßigen Teammeetings, Feedback-Runden sowie durch Teambuilding-Events strenge Strukturen aufzubrechen. Die Duz-Kultur, die mittlerweile in vielen Unternehmen vorherrscht, trägt ebenfalls viel dazu bei, dass Unternehmensleitung und Mitarbeiter enger kooperieren.

    Kooperativer Führungsstil: Vor- und Nachteile im Blick

    Wie jede Art der Führung ist auch die kooperative von Stärken und Schwächen geprägt. Dennoch gilt es, sich als Unternehmen die positiven Aspekte eines Miteinanders auf Augenhöhe zunutze zu machen.

    So profitieren Unternehmen von kooperativer Führung

    Ein Führungsverhalten, das sich auf Kooperation fokussiert, beinhaltet einen entscheidenden Vorteil für das Unternehmen. Finden die Wünsche und Bedürfnisse der Beschäftigten Eingang in den Arbeitsalltag oder in den Betriebsablauf, können sich Ihre Mitarbeiter besser mit der Firma identifizieren.

    Hinweis: Beschäftigte, die sich mit ihrem Arbeitgeber und der Unternehmensphilosophie identifizieren können, sind mit ihrer Arbeit generell zufriedener. Dies hat ebenfalls Einfluss auf das Employer Branding. Unter Employer Branding fasst man alle Maßnahmen zusammen, die das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber darstellen.

    Wer seine Tätigkeit gerne verrichtet und Freude empfindet, macht sie automatisch besser. Das führt zu einem messbaren Erfolg: Eine gesteigerte Mitarbeitermotivation hat einen merklichen Einfluss auf die Performance Ihres Unternehmens – und nicht zuletzt auch auf die Umsatz- und Gewinnzahlen.

    Bringen Sie Ihren Beschäftigten Wertschätzung und Vertrauen entgegen, ist das nicht einseitig. Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zeigen sich erkenntlich – sei es durch eine gesteigerte Leistungsfähigkeit, durch die eine oder andere Sonderschicht oder durch wertvollen Input, der in Feedback-Runden entsteht.

    Zugleich bietet kooperative Führung Raum für Kreativität. Dürfen sich die Teammitglieder selbst einbringen, entstehen neue Ideen und Ansätze, die Ihre Firma bereichern und Arbeitsabläufe optimieren.

    Kooperativer Führungsstil: Endlosdiskussion als Nachteil

    Neben den Vorteilen sollten die negativen Aspekte kooperativer Führung nicht außer Acht gelassen werden. Ein wesentliches Problem könnte auftreten, wenn Diskussionen sich in Endlosschleifen drehen, ohne das ein Kompromiss oder ein gemeinsames Ergebnis erzielt wird.

    Wichtiger Hinweis: Hier ist die Kompetenz der Führungskraft gefragt. Bei sich immer wieder im Kreis drehenden Gesprächsrunden, braucht es moderierende Fähigkeiten sowie Durchsetzungsvermögen. Wird kein Konsens erzielt, ist das kein Beinbruch. Das Schlusswort behalten die Vorgesetzten, die aufgrund ihrer Führungsaufgaben eine besondere Entscheidungskompetenz besitzen.

    Neben Führungskräften, die einen kooperativen Führungsstil leben, benötigt man ebenso qualifizierte Mitarbeiter, die sich für eine solche Führung eignen. Sowohl die Führungskraft und ebenso das Team müssen eigenständig reflektieren können. Kritikfähigkeit und Konfliktkompetenz sind Pflicht.

    Warum bedarf es längerer Entscheidungsfindung durch aufwändige Brainstorming-Methoden?

    Ist ein Mitarbeiter mit seiner persönlichen Situation im Unternehmen zufrieden und findet einen Konsens mit seinen Kollegen und mit der Unternehmensleitung, können alle Parteien harmonisch und produktiv zusammenarbeiten. Selbst wenn sich wichtige Entscheidungen verzögern und sich erst infolge aufwändiger Brainstorming-Methoden und -Verfahren Schritt für Schritt herauskristallisieren, hat diese Form der „Schwarmintelligenz“ und der Kooperation viele Vorteile. Gemeinsame Entscheidungen sind das Ergebnis von Teamwork und der Zustimmung aller im Unternehmen.

    Dementsprechend können Führungskräfte mit einem kooperativen Führungsstil davon ausgehen, dass die Belegschaft hinter der Art der Führung, seinem Wertegerüst und den innerbetrieblichen Details stehen wird. Gemeinsam finden Führungskraft und Belegschaft die Balance zwischen kooperativer Arbeit sowie der notwendigen Effizienz, Geschwindigkeit und Produktivität, die im Unternehmensalltag unverzichtbar sind.

    Wie kann man durch kooperative Führung das Maximum aus dem Unternehmen herausholen?

    Unternehmen stehen vor der Herausforderung, auf sich wandelnden globalisierten Märkten zu bestehen. Agile Teams aus Führungskraft und Mitarbeitern, die kooperativ zusammenarbeiten, sind essenziell, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Das Engagement und die gemeinschaftliche, kooperative Arbeit in diesem Teamverbund führen zu mehr Effizienz und einer nachweislichen Entlastung der Führungskräfte. Diese entsteht, wenn Mitarbeiter selbstständig Verantwortung übernehmen, Aufgaben untereinander delegieren und sich gegenseitig kontrollieren. Dieser lösungsorientierte, agile Ansatz birgt ein enormes Potenzial, um nachhaltig erfolgreich zusammenzuarbeiten.

    Ein kooperatives Unternehmen lebt seine Werte und macht es Angestellten einfach, jeden Tag motiviert die Unternehmensziele zu verfolgen. Gerade in der beruflichen Praxis bringt der kooperative Führungsstil jede Menge Vorteile mit sich. Das Streben nach Autonomie am Arbeitsplatz ist zukunftsorientiert und vor allem vor dem Hintergrund der Digitalisierung erfolgversprechend. Immer mehr Angestellte sind fachlich hochqualifiziert und aufgrund ihrer Fähigkeit selten bereit, autoritär von oben delegiert und dominiert zu werden. Starre hierarchische Managementstrukturen implizieren Unmut und Verdruss in der gesamten Belegschaft. Diese sind ein Motor für Demotivation, die vor allem bei einem fortschreitenden Fachkräftemangel problematisch ist.

    Ist der kooperative Führungsstil zukunftsorientiert?

    Der kooperative Führungsstil ist eine der modernen und zukunftsorientierten Managementmethoden, die aktuell und in Zukunft Vorrang gegenüber einem autoritären Führungsstil haben. Mitarbeiter sind in dieser Methodik mehr als ein Kostenstelle. Sie sind mit ihren Eigenschaften und ihrer Qualifikation vielmehr der wichtigste Bestandteil des Unternehmens. Im Rahmen eines kooperativen Führungsstils kann ein Mitarbeiter seine Abteilung im Rahmen von Teamarbeit formen und seinen Arbeitsalltag in festgelegten Grenzen autonom gestalten.

    Der Mitarbeiter übernimmt Verantwortung für seine Aufgaben und ist bereit, Herausforderungen als Chance auf Weiterentwicklung anzusehen. Aus diesem Grund lohnt es sich definitiv, mehr Zeit in:

    • die Arbeit
    • die Vorentscheidungen
    • und die Diskussionen zu investieren,

    um gemeinsam im Team zu einem Konsens zu finden, mit dem jeder zufrieden ist. Unternehmen sind so stark wie jeder einzelne Mitarbeiter, der sich den Unternehmenszielen verpflichtet fühlt.

    Fazit: Kooperativer Führungsstil als moderne Managementmethode

    Der kooperative Führungsstil bietet zusammenfassend viele Möglichkeiten, um Verantwortung an Mitarbeiter zu übertragen und diese durch Teamarbeit situativ in Entscheidungen einzubeziehen.  Ein situativer Führungsstil muss spezifisch auf jedes Unternehmen abgestimmt werden. Er kann als solides Mittelmaß zwischen einer streng autoritären Führung und einer Laissez-faire-Unternehmenskultur kategorisiert werden.

    Die Vorteile einer kooperativen Führung überwiegen gegenüber ihren Herausforderungen. Im besten Falle hat die Kooperation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter nicht nur Einfluss auf die Stimmung in einer Abteilung oder in einem Team, sondern auf die gesamte Unternehmensphilosophie. Wertschätzung und Respekt sollten keine Floskeln oder blumige Worte im Wertekodex bleiben. Vielmehr liegt es an den Führungskräften, diese Werte tatsächlich zu leben. Im Unternehmensalltag gehört es zu Pflicht jedes Personalverantwortlichen, den kooperativen Führungsstil umzusetzen ohne ihre Rolle als Unternehmensleitung und ihre Führungsaufgaben zu vernachlässigen.

    FAQ – Wichtiges zum Kooperativen Führungsstil

    Welche Vorzüge hat der kooperative Führungsstil?

    Der kooperative Führungsstil hat wesentliche Vorteile für den einzelnen Mitarbeiter, die sich positiv auf seine Arbeit auswirken können und daher auch dem Untenehmen zugute kommen. Unter anderem kann durch den kooperativen Führungstil die Identifikation mit dem Unternehmen gefördert, die Mitarbeitermotivation gesteigert sowie die Wertschätzung und das Vertrauen erhöht werden. Gleichzeitig wird Teammitgliedern mehr Raum für Kreativität gelassen, weil das Einbringen neuer Ideen ausdrücklich erwünscht ist und somit neue Ansätze entstehen könnten, die Firmen bereichern und womöglich Arbeitprozesse optimieren.

    Was zeichnet den kooperativen Führungsstil aus?

    Dem kooperativen Führungsstil werden ganz bestimmte Merkmal nachgesagt. Darunter gehören zum Beispiel ein respektvoller Umgang, die kontinuierliche Interaktion mit seinen Mitarbeitern, eine offene Kommunikation und eine zwanglose Teamarbeit. Die Umsetzung des kooperativen Führungsstils hängt natürlich von der jeweiligen Situation im Unternehmen ab. Ein Miteinander auf Augenhöhe darf allerdings nie bei dieser Art der Führung fehlen.

    Kann man den Kooperativen Führungsstil mit flachen Hierarchien gleichsetzen?

    Nein, die kooperative Führung und flache Hierarchien sind nicht zwingend dasselbe. Ein merklicher Unterschied zwischen der jeweiligen Führungskraft und den Mitarbeitern kann bestehen, selbst wenn die Kooperation und das enge Miteinander den Arbeitsalltag prägt.

    Autor: Redaktion Personalwissen