Wollen Sie Ihre Führungsrolle effektiv ausfüllen, heißt das, sich auf die Parameter zu konzentrieren, die erfolgreiche Führungskräfte ausmachen. Es geht dabei nicht um Intelligenz oder fachliche Kompetenz. Vielmehr kommt es auf Ihr Verhalten, Ihr Selbstverständnis, Ihre Kompetenz, durch Veränderungsprozesse zu führen, an und – last but not least – darauf, wie Sie Menschen führen können.
Gelingt Ihnen das nicht, sind Sie keine gute Führungskraft. Denn schlechte Führung senkt die Motivation Ihrer Mitarbeitenden, erhöht die Fluktuation und bremst Innovation. Lernen Sie die fünf Erfolgsfaktoren kennen und setzen Sie sie im Führungsalltag um.
Es geht um Ihre Führungskompetenz
Sie sind zur Führungskraft geworden, weil Sie Ihr Fachgebiet beherrschen, aber das ist nicht die Grundvoraussetzung dafür, eine gute Führungskraft zu sein. Wenn Sie bereits einige Jahre Führungskraft sind, wissen Sie sicher noch, wie sich die ersten Monate angefühlt haben: Es ging nicht mehr darum, Ihre „eigentliche“ Arbeit zu machen. Das macht Ihr Team.
Ihre Aufgaben waren von einem auf den anderen Tag ganz andere, ohne dass Sie das in der Regel gelernt haben: Entscheidungen moderieren, Konflikte lösen, Motivation fördern, Strategie übersetzen.
So setzen Sie Ihre Führungskompetenz um
- Definieren Sie Ihre Rolle neu: Ihre wichtigste Aufgabe ist nicht mehr die eigene Leistung, sondern der Erfolg des Teams.
- Delegieren Sie bewusst Verantwortung und Entscheidungen.
- Investieren Sie aktiv in Ihre eigene Führungsentwicklung – Coaching, Feedback und Training sind kein Luxus, sondern Voraussetzung für gute Führung.
Es geht um Ihre Selbstreflexion
Wissen Sie, ob Ihre Selbstwahrnehmung auch dem Bild entspricht, das Ihre Mitarbeitenden von Ihnen haben? Eine der wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Führungskräfte ist Selbstwahrnehmung. Dennoch unterschätzen viele Führungskräfte ihre Wirkung auf andere.
Mitarbeitende erleben Sie als Führungskraft vielleicht als unnahbar, ungeduldig oder dominant, während Sie selbst sich als klar, zugewandt und effizient wahrnehmen. Hüten Sie sich vor diesen blinden Flecken.
So setzen Sie Ihre Selbstreflexion um
- Nutzen Sie regelmäßig Feedbackinstrumente wie Vieraugengespräche und 360-Grad-Feedback.
- Fragen Sie Kolleginnen und Kollegen, aber auch Ihre Teammitglieder nach der Wirkung Ihres Führungsstils.
- Planen Sie bewusst Reflexionszeiten ein, zum Beispiel nach wichtigen Meetings oder Projekten. Denn Selbstreflexion ist eine Kernkompetenz moderner Führung.
- Nehmen Sie sich einen Punkt vor, den Sie konkret ändern wollen.
Es geht um Ihre Veränderungskompetenz
Changeprozesse oder die KI-Transformation bestimmen heute jeden Führungsalltag. Neue Technologien, veränderte Märkte und geopolitische Entwicklungen fordern Ihnen und Ihrem Team kontinuierliche Anpassung ab. Ihre Aufgabe besteht darin, angesichts der Unsicherheiten nicht den Kopf einzuziehen, sondern Veränderungen aktiv zu steuern.
Doch genau das führt häufig zu Problemen. Wesenlich besser ist es, die neuen Heruasforderugen aktiv anzugehen. Achten Sie daruf alle Teammitglieder bei diesen Prozessen mitzunehmen.
So steuern Sie Veränderung
- Sagen Sie „Ja“ zu Veränderungen und kommunizieren Sie diese früh und transparent.
- Erklären Sie den Sinn hinter neuen Strategien oder Technologien.
- Binden Sie Mitarbeitende aktiv in Veränderungsprozesse ein.
Es geht um Vertrauen statt Kontrolle
Machen Sie nicht den Fehler, alles bis ins Kleinste bestimmen und kontrollieren zu wollen. Das zerstört mittel- und langfristig jede Motivation und Eigenverantwortung.
Stattdessen sollten Sie Ihren Mitarbeitenden vertrauen und ihnen die Möglichkeit geben, eigene Lösungen zu entwickeln.
So bauen Sie Vertrauen auf
- Formulieren Sie klare Ziele statt detaillierte Arbeitsanweisungen zu geben.
- Vertrauen Sie auf die Kompetenz Ihres Teams.
- Unterstützen Sie Mitarbeitende als Coach, nicht als Kontrolleur.
Es geht um Prioritäten
Wenn die Anforderungen steigen, ist die Priorisierung der Aufgaben das A und O, wenn Sie nicht in der Überforderung landen wollen. Das Gleiche gilt für Ihr Team.
So setzen Sie Prioritäten
- Definieren Sie drei bis fünf zentrale Prioritäten für Ihr Team.
- Delegieren Sie operative Entscheidungen konsequent.
- Sorgen Sie für Aussausch im Team.