Arbeitsrecht kompakt 08.09.2025

Sonderausgabe: Betriebliche Altersvorsorge – alles Wichtige im Überblick

Ihre 5 Möglichkeiten für die Ausgestaltung
der Betriebsrente

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Trotz Zuschusspflicht seit 2022: Arbeitnehmer geht leer aus!
Auch wenn sich Ihr Unternehmen an der betrieblichen Altersvorsorge der Mitarbeiter finanziell nicht beteiligen muss. Bei Entgeltumwandlungen mit Beitragszahlungen an Pensionsfonds, Pensionskassen oder Direktversicherungen gilt seit 2022 eine Besonderheit, soweit Sie dadurch Sozialversicherungsbeiträge sparen.
Betriebsrente: Die Vorteile für beide Seiten im Überblick
Allen voran der demografische Wandel in Deutschland lässt das Versorgungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung in Zukunft stetig sinken. Am Thema betriebliche Altersversorgung – die sog. Betriebsrente – für Ihre Mitarbeiter, aber auch für Sie als Arbeitgeber, geht kaum noch ein Weg vorbei. Das Beste: Richtig durchgeführt bringt diese sowohl Ihren Mitarbeitern als auch Ihnen einige Vorteile.
Von welchen Förderungen Sie und Ihre Mitarbeiter profitieren
Aufwendungen zur betrieblichen Altersvorsorge Ihrer Mitarbeiter sind in bestimmten Grenzen sowohl steuer- als auch sozialversicherungsfrei gestellt. Positiver Nebeneffekt für Sie: Durch die Sozialversicherungsfreiheit schrumpft grundsätzlich auch Ihr Arbeitgeberanteil. Zwar müssen Sie seit 2022 vom ersparten Arbeitgeberanteil am Sozialversicherungsbeitrag 15 % als Arbeitgeberzuschuss abgeben. Bei einem Arbeitgeberanteil von durchschnittlich 20 % bleibt Ihnen unterm Strich aber immer noch eine Ersparnis.
So wird Ihre Beteiligung an der Altersvorsorge gefördert
Für Sie als Arbeitgeber gibt es staatliche Zuschüsse, wenn Sie sich mit eigenen Beiträgen an der Altersvorsorge von sog. Geringverdienern beteiligen. Als Arbeitgeber können Sie hier einen Förderbetrag von bis zu 288 € je Kalenderjahr erhalten.
Ihr Mitarbeiter verlässt vorzeitig das Unternehmen: Was wird aus der Betriebsrente?
Scheidet ein Mitarbeiter vor seinem Renteneintritt aus Ihrem Unternehmen aus, bleiben seine unverfallbaren Ansprüche aus der betrieblichen Altersversorgung selbstverständlich erhalten. Bei der Frage, wie es anschließend mit der von Ihnen zugesagten Altersversorgung weitergeht, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dabei kommt es entscheidend auf den jeweils gewählten Durchführungsweg an.
Versorgungszusage: Diese Rentenzusagen können Sie treffen
Je nach Durchführungsweg und Art der Versorgungszusage garantieren Sie mit Ihrem Versorgungsversprechen die Betriebsrentenansprüche Ihres Mitarbeiters in unterschiedlichem Maß.
Ein Überblick über Ihre Auskunftspflichten zur Betriebsrente
Das sogenannte Betriebsrentengesetz (BetrAVG) sieht eine Reihe von Auskunftspflichten vor, die Sie auf Verlangen des Arbeitnehmers vornehmen müssen. Der Arbeitnehmer kann diese – wenn erforderlich – sogar gerichtlich durchsetzen.
Ihre 5 Möglichkeiten für die Ausgestaltung der Betriebsrente
Für die Umsetzung der betrieblichen Altersversorgung stehen Ihnen als Arbeitgeber verschiedene Durchführungswege zur Verfügung, welche nachstehend hinsichtlich Risiko und Verwaltungsaufwand für Sie bewertet sind. So können Sie das optimale Versorgungsmodell auswählen, das zur Situation und zur Größe Ihres Unternehmens passt.
So wickeln Sie die Entgeltumwandlung richtig ab
Entgeltumwandlung bedeutet: Ein Mitarbeiter verzichtet auf einen Teil seiner zukünftigen Entgeltansprüche zugunsten des Erwerbs von Anwartschaften auf die betriebliche Altersvorsorge. Als Arbeitgeber sind Sie grundsätzlich nicht verpflichtet, sich durch eigene Beiträge an der betrieblichen Altersvorsorge zu beteiligen. Dennoch steht es Ihnen natürlich frei, die Beiträge für eine Betriebsrente zu übernehmen oder mitzufinanzieren.
Wann Sie die Betriebsrente (nicht) erhöhen müssen
In Zeiten, in denen die gesetzliche Rente schrumpft, wird eine Betriebsrente zur Absicherung im Alter immer wichtiger. Um dies zu gewährleisten, soll auch die Betriebsrente regelmäßig angepasst werden. Allerdings ist eine Rentenerhöhung kein Automatismus, insbesondere, wenn die wirtschaftliche Situation Ihres Unternehmens dies nicht hergibt.

Arbeitshilfen

  • Musterformulierung: Entgeltumwandlung