Arbeitsrecht kompakt 09.02.2026

KW 07-08 I 2026

Top-Thema: Low-Performer: Wie Sie gegen Schlecht- und Minderleistungen im Betrieb rechtssicher vorgehen können

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Gekündigte Betriebsrätin darf weiterhin Wahlwerbung im Unternehmen betreiben!
Alle 4 Jahre grüßt das Murmeltier: Im kommenden Jahr vom 01.03. bis 31.05. finden mal wieder die regulären Betriebsratswahlen statt. Die Machtkämpfe beginnen jedoch oftmals schon eine ganze Weile vorher. Im nachfolgenden Fall warf der Arbeitgeber eine unliebsame Betriebsrätin raus, muss ihr nun jedoch trotzdem Zutritt zum Betrieb gewähren.
Business man sending resignation letter to boss and Holding Stuff Resign Depress or carrying cardboard box by desk in office.
Keine Versetzungsmöglichkeit, keine Sozialauswahl
Eine betriebsbedingte Kündigung kommt insbesondere in Betracht, wenn der Arbeitnehmer im Zuge eines Betriebsübergangs dem Übergang seines Arbeitsverhältnisses auf den Betriebserwerber gem. § 613a Abs. 6 BGB widerspricht und beim Betriebsveräußerer sodann keine Beschäftigungsmöglichkeit mehr besteht.
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Befristung über mehrere Jahre setzt auch eine dem Zweck entsprechende Beschäftigung voraus
Neben dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) sehen auch weitere Gesetze Befristungsmöglichkeiten mit Blick auf Arbeitsverträge vor. U.a. im Altersteilzeitgesetz, im Berufsbildungsgesetz, im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz sowie im Wissenschaftszeitvertragsgesetz finden sich solche speziellen Regelungen. Im nachfolgenden Fall waren jedoch die Voraussetzungen nicht erfüllt.
Business people shaking hands , finishing up a meeting to sign a new contract
Low-Performer: Wie Sie gegen Schlecht- und Minderleistungen im Betrieb rechtssicher vorgehen können
Eine „Gattung“ von Arbeitnehmern, die wohl niemals ausstirbt: Mitarbeiter, die einfach schlecht arbeiten, langsam sind und spürbar motivationslos ihre Zeit am Arbeitsplatz absitzen. Solche Schlechtleister wirken sich negativ auf die Kollegen und Ihren ganzen Betrieb aus. Wie Sie dies ändern und die „Schlusslichter“ aufspüren können, erfahren Sie hier.
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Freigestelltes Betriebsratsmitglied darf sich wie normaler Arbeitnehmer von Arbeitspflicht freistellen lassen
Naturgemäß sind Sie als Arbeitgeber über die Freistellung von Mitarbeitern zur ausschließlichen Betriebsratsarbeit nicht begeistert und stellen sich die Frage, warum Sie Mitarbeiter fürs „Nichtstun“ auch noch bezahlen müssen. Im nachfolgenden Fall begehrte das freigestellte Betriebsratsmitglied nun auch noch die komplette Freistellung von der Betriebsratsarbeit aufgrund eines Zeitkontos, welches sich ohne eigenes Zutun füllte. Dass eine vermeintliche Begünstigung plötzlich in eine Benachteiligung umschlagen kann, sehen Sie selbst.
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Belastungsstörung nicht zwingend kausal auf Tätigkeit zurückzuführen: kein Arbeitsunfall anerkannt
Auch für Sie als Arbeitgeber ist es wichtig zu wissen, wann ein Arbeitsunfall vorliegt. Nicht zuletzt kommen dann viele bürokratische Pflichten auf Sie zu. Für einen Arbeitsunfall ist natürlich ein Bezug zur Arbeitstätigkeit erforderlich. Doch so einfach ist es nicht. Der folgende Fall zeigt sehr plastisch, mit welchen Argumenten teilweise versucht wird, einen Arbeitsunfall zu konstruieren.
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Arbeitshilfen

  • Übersicht: Schlechtleistung konkretisieren
  • Musterformulierung: Abmahnung bei Leistungsmängeln