Liebe Leserin, lieber Leser,
auch wenn es die Überschrift suggeriert – Motivation und Qualifikation sind keine Gegenspieler. Gleichwohl stellt sich die Frage, welcher Faktor tatsächlich der wichtigere ist. Wir als Berufsausbilder neigen natürlich dazu, Qualifikation als unverzichtbaren Bestandteil von beruflichen Laufbahnen anzusehen.
Als pädagogisch versierter Ausbilder wissen wir aber auch, dass ohne Motivation nichts geht. Damit meine ich vor allem die Motivation von innen heraus, die keine zusätzlichen Anreize benötigt. Psychologen sprechen hier von intrinsischer Motivation. Liegt diese bei einem Auszubildenden vor, kann bei der Qualifikation auch mal ein Auge zugedrückt werden. Oder anders ausgedrückt: Ein intrinsisch hoch motivierter Azubi, der nicht ganz rechtschreibsicher ist, ist mir lieber als ein unmotiviertes orthografisches Genie.
Motivation hat übrigens ziemlich viel mit Bedürfnissen und deren Befriedigung zu tun. Hierzu lesen Sie mehr auf den Seiten 6 und 7 dieser Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Martin Glania
Chefredakteur