Personal aktuell 24.08.2026

KW 35-36 I 2026

Top-Thema: Mangelnde Kollegialität oder Mobbing: Sie sind in der Regel nicht verpflichtet, den Täter zu bestrafen

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Kündigung und Einladung zum BEM: Warum das Einwurf-Einschreiben nun doch wieder eine Option ist
Wie können Sie Ihren Mitarbeitern wichtige Schreiben wie die Kündigung oder die Einladung zum BEM nachweisbar zustellen? Diese Frage stellt sich für Sie als Arbeitgeber immer dann, wenn der betreffende Mitarbeiter etwa krankheitsbedingt nicht zur Arbeit kommt. Erst im Mai hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden, dass das Einwurf-Einschreiben keinen Anscheinsbeweis für die Zustellung begründet und damit ungeeignet ist (BAG, 7.5.2026, 2 AZR 184/25). Doch diese Rechtsprechung ist schon wieder überholt.
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Ein Negativbeispiel par excellence: So reagieren Sie auf eine verschwiegene Schwerbehinderung besser nicht
Als Arbeitgeber sollten Sie eigentlich wissen, wenn ein Mitarbeiter schwerbehindert ist. Denn nur so können Sie die besonderen Vorgaben bezüglich Urlaub und Kündigung berücksichtigen. Und nur so können Sie die Ausgleichsabgabe richtig berechnen, die Sie bei zu wenigen schwerbehinderten Mitarbeitern im Unternehmen abführen müssen. Erfahren Sie hier am Beispiel eines aktuellen Falls, welche Reaktionen auf eine verschwiegene Schwerbehinderung für Sie als Arbeitgeber fatal sind.
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Mangelnde Kollegialität oder Mobbing: Sie sind in der Regel nicht verpflichtet, den Täter zu bestrafen
Bei anhaltenden Konflikten zwischen Mitarbeitern steht schnell der Vorwurf des Mobbings im Raum. Diesen Vorwurf dürfen Sie als Arbeitgeber nicht ignorieren. Denn die Gerichte verhängen drastische Schmerzensgelder gegen Arbeitgeber, die trotz Beschwerden der betroffenen Mitarbeiter nicht konsequent gegen Mobbing vorgehen. Wo aber beginnt Mobbing? Und was heißt „konsequentes Vorgehen“? Darum geht es im Urteil des Arbeitsgerichts (ArbG) Mannheim vom 11.6.2026 (5 Ca 139/25).
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Die menschliche Seite: Woran Sie Mobbing erkennen und wie Sie dagegen vorgehen
Nicht immer, wenn ein Mitarbeiter sich über Mobbing beschwert, liegt wirklich Mobbing vor. Andererseits leiden viele Mobbingopfer still und beschweren sich überhaupt nicht. Sie als Arbeitgeber müssen also genau nachfragen bzw. genau hinsehen, um Mobbing zu erkennen. Das liegt auch in Ihrem Interesse. Denn Mobbing macht die Betroffenen physisch und psychisch krank. Es vergiftet das Betriebsklima und beeinträchtigt so auch den Erfolg Ihres Unternehmens.
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„Ihre Gehaltsvorstellung ist leider zu hoch“: Wenn die Nachricht den Falschen erreicht, kann’s teuer werden
Das ist schnell passiert: Sie wollen eine Nachricht an einen Mitarbeiter, Ex- Mitarbeiter oder Bewerber schicken und versenden sie irrtümlich an jemand anderen. Dumm nur, wenn Sie dabei personenbezogene Daten des eigentlichen Empfängers offenbaren. Denn dieser kann dann in der Regel eine Entschädigung wegen des Datenschutzverstoßes von Ihnen verlangen (Bundesgerichtshof (BGH), 23.6.2026, VI ZR 97/22).
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Als Fremdgeschäftsführer versicherungsfrei? Das ist möglich!
Fremdgeschäftsführer einer GmbH sind normalerweise abhängig beschäftigte und damit versicherungspflichtige Arbeitnehmer. Ein aktuelles Urteil des Sozialgerichts (SG) Speyer zeigt aber, dass das im Ausnahmefall auch anders sein kann (8.7.2026, Az. S 4 BA 26/24).
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