1. KI-Verweigerung führt ins Abseits
Führen Sie sich und Ihren Mitarbeitenden vor Augen, dass es äußerst riskant ist, das KI-Thema auszusitzen. Denn wer heute nicht lernt, Algorithmen professionell zu steuern, hat morgen kaum noch Chancen am Arbeitsmarkt. Umgekehrt verliert auch das Unternehmen als Arbeitgeber an Attraktivität für qualifizierte Mitarbeitende, die auf der Höhe der Zeit arbeiten wollen.
2. Ermutigen Sie Ihr Team, aktiv zu werden
Erlauben Sie Ihren Mitarbeitenden beispielsweise, einen Nachmittag pro Woche ohne Ergebnisdruck neue Tools zu testen. Dabei sollte es vor allem darum gehen, manuelle Bearbeitungen zu vereinfachen. Lassen Sie sich beim nächsten Mitarbeitergespräch zeigen, welche KI-Workflows Ihre Mitarbeitenden eigenständig erschlossen haben und erkennen Sie diese Leistung an.
3. Erst die Prozessanalyse, dann die KI
Bevor Sie Mitarbeitende daran setzen, einen Prozess durch eine KI-Anwendung zu ersetzen, sollten Sie den Prozess selbst hinterfragen und inwieweit er noch sinnvoll ist. Beispielsweise ist es reine Verschwendung von Zeit und Rechenleistung, per KI einen Wochenbericht zusammenzufassen, den ohnehin niemand liest.
4. Zeigen Sie Perspektiven auf, wenn Aufgaben entfallen
Wenn KI dazu führt, dass Aufgaben wegfallen, fragt sich mancher Mitarbeiter und manche Mitarbeiterin: „Und was wird aus mir?“ Dabei gibt es sicher andere Aufgaben und Projekte, die schon lange aus Zeitmangel liegen geblieben sind. Identifizieren Sie eine solche Aufgabe oder ein solches Projekt und widmen Sie die durch KI frei gewordene Zeit diesem Thema. Führen Sie Ihren Mitarbeitenden die Vorteile vor Augen:
- Ihre Abteilung kann sich strategisch weiterentwickeln und ein Vorbild sein.
- Mitarbeitende qualifizieren sich weiter und bekommen so neue Karrierechancen.
- Es entsteht mehr Handlungsfreiheit, weil weniger Routineaufgaben zu erledigen sind.
5. Vorsicht vor KI-generiertem Datenmüll!
Mit KI können Sie und Ihr Team sehr schnell Analysen, Texte sowie Konzepte und damit sehr viele Informationen produzieren. Ob diese Informationen Sie weiterbringen, ist eine andere Frage. Verlangen Sie deshalb zu jedem KI-Dokument eine kurze Einschätzung des oder der Erstellenden: Welcher Wert steckt darin für uns? Dokumente, die keine konkrete Erkenntnis oder Handlungsempfehlung bringen, verbreiten Sie nicht weiter.
6. Informieren Sie alle über die Rahmenbedingungen
Hier geht es um technische Möglichkeiten wie bereits vorhandene KI-Tools, aber auch rechtliche Grenzen wie den Datenschutz, den Schutz vor Diskriminierungen und von Geschäftsgeheimnissen. Schulen Sie Ihr Team und stellen Sie entsprechende Informationen im Intranet zur Verfügung.
7. Machen Sie Erfolge und Misserfolge publik
Fordern Sie Ihre Mitarbeitenden auf, ihre KI-Erfolge in Meetings oder internen Netzwerken zu präsentieren. Sprechen Sie auch über das, was nicht funktioniert hat, damit alle daraus lernen. Legen Sie eine Prompt-Bibliothek mit den besten Befehlsketten an, damit das Wissen des Einzelnen zum Vorsprung für alle wird.