Arbeitsrecht kompakt 28.07.2025

KW 31-32 I 2025

Arbeitgeber kann Benachteiligung eines
schwerbehinderten Bewerbers erfolgreich
widerlegen: keine Entschädigung

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Arbeitgeber kann Benachteiligung eines schwerbehinderten Bewerbers erfolgreich widerlegen: keine Entschädigung
Als Arbeitgeber können Sie insbesondere im Bewerbungsverfahren viele Fehler machen oder mögliche Pflichten aus dem Sozialgesetzbuch (SGB) IX übersehen. Der nachfolgende Fall bildet einmal mehr ein Paradebeispiel dafür, wie manche Bewerber nur darauf lauern. Hier gilt es für Sie, vorbereitet zu sein, um mögliche Diskriminierungsindizien im Keim zu ersticken.
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Mitglieder haben eigenen Anspruch auf personalisierte E-Mail-Adressen
Ein Betriebsrat ist teuer. Die Kosten für die Durchführung der Betriebsratswahl sind dabei regelmäßig erst der Anfang. Sowohl der Betriebsrat als Gremium als auch die einzelnen Mitglieder selbst haben darüber hinaus Ansprüche auf eine Ausstattung mit Sachmitteln, die für ihre Tätigkeit erforderlich sind.
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Treuwidrige Probezeitkündigung ist unwirksam
Arbeitnehmer genießen in Deutschland Kündigungsschutz. Damit dieser aber Neueinstellungen nicht behindert, greift er erst nach einer sechsmonatigen Wartezeit. Kleinbetriebe werden ganz davon verschont. Doch vollkommen frei können Sie als Arbeitgeber in diesen Fällen gleichwohl nicht kündigen. Die Arbeitsgerichte halten zumindest grob unbillige, treuwidrige Kündigungen für unwirksam. Die Hürde ist hier sehr hoch. Der Arbeitgeber im vorliegenden Fall musste aber erfahren, dass diese auch gerissen wird, wenn man widersprüchliche Aussagen zu einer bestandenen oder nicht bestandenen Probezeit trifft.
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Sonderkündigungsschutz nur bei rechtzeitiger Mitteilung der Schwangerschaft
Schwangeren Arbeitnehmerinnen können Sie nur in besonderen Ausnahmefällen kündigen. Sie benötigen hierfür eine behördliche Zustimmung, die jedoch nicht einfach zu erhalten ist. Doch was passiert, wenn Sie im Zeitpunkt der Kündigung von der Schwangerschaft noch gar nichts wissen? Hier ist zunächst die Mitarbeiterin am Zug. Sie muss aktiv werden. Sie muss die Schwangerschaft rechtzeitig mitteilen und hat auch für eine Kündigungsschutzklage wegen einer nachträglich festgestellten Schwangerschaft nicht endlos Zeit.
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Arbeitnehmer hat keinen Anspruch auf spätere Verbesserung
Ein juristischer Grundsatz lautet: Pacta sunt servanda. Dies bedeutet, dass einmal geschlossene Verträge einzuhalten sind. Dieser Grundsatz gilt auch im Arbeitsrecht, insbesondere beim Abschluss von Aufhebungsverträgen. Wenn es um die genauen Konditionen geht, ist der Inhalt häufig vom Verhandlungsgeschick abhängig. Holt ein anderer Mitarbeiter mehr Abfindung heraus oder sieht eine spätere interne Leitlinie höhere Abfindungen vor, weckt dies natürlich Begehrlichkeiten bei den Arbeitnehmern, die bereits einen Aufhebungsvertrag zu schlechteren Konditionen abgeschlossen haben. Eine Anpassungspflicht besteht dann jedoch im Regelfall nicht.
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Kollege verletzt: Arbeitgeber haftet nicht für Mitarbeiter
Ein Arbeitnehmer haftet für Schäden, die er auch in Ausführung seiner Tätigkeit bei Außenstehenden anrichtet, nach den allgemeinen zivilrechtlichen Grundsätzen. Für Sie als Arbeitgeber stellt sich aber die Frage, ob Sie auch haften bzw. den Arbeitnehmer von der Schadensersatzpflicht freistellen müssen. Das gilt besonders bei Unfällen, die zu erheblichen Personenschäden geführt haben.
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Arbeitshilfen

  • Vertragliche Sicherung der Kurzarbeit