Gesundes Arbeiten verhindert Burn-out!
Gesunde Mitarbeiter setzen sich ganz anders für „ihr Unternehmen“ ein als Mitarbeiter, die psychische Probleme aufweisen. Gesunde Mitarbeiter zeigen ein erhöhtes Maß an Loyalität sowie Verbundenheit und meist ist deren Resilienz, also die individuelle Fähigkeit, mit schwierigen Situationen und Aufgaben umzugehen, stärker ausgeprägt. Gerade in volatilen Zeiten, wie etwa der Coronapandemie hat sich gezeigt, wie wichtig die Gesundheit des Einzelnen ist, um Krisensituationen zu managen und dem Druck von außen zu widerstehen.
Demgegenüber sind verunsicherte und krisengeschüttelte Mitarbeiter eine Herausforderung für Sie als Vorgesetzten oder Arbeitgeber. Hier sind Sie mehr denn je als Vorbild und Galionsfigur gefordert. Vergessen Sie nicht: Ihre Mitarbeiter schauen auf Sie und Ihr Verhalten. Sie sind Vorbild und Leitfigur. Jede Ihrer Reaktionen wird genau beäugt und bewertet.
Das soll heißen: Sie haben einen enormen Einfluss auf die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter. Und diesen Einfluss sollten Sie richtig einsetzen, um die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu stärken oder zu stabilisieren.
Mit welchen Maßnahmen Sie persönlich die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter positiv beeinflussen können
Vertrauen ist die Basis für starke und gesunde Mitarbeiter
Es kommt in allererster Linie darauf an, wie Sie Führung umsetzen und leben. Vertrauen spielt dabei eine ganz zentrale Rolle. Leben Sie dieses Vertrauen gegenüber Ihren Mitarbeitern. Setzen Sie gezielt auf die Potenziale Ihrer Mitarbeiter und fördern Sie diese. Das allein bewirkt Erfolgserlebnisse und führt zwangsläufig zu einer stärkeren psychischen Stabilität.
Schaffen Sie freien Handlungsspielraum für Ihre Mitarbeiter
Schaffen Sie für Ihre Mitarbeiter Handlungsspielräume und einen hohen Grad an Autonomie im Rahmen ihrer Aufgaben und Tätigkeiten. Dies sorgt beim Einzelnen für innere Zufriedenheit und hohe Identifikation mit der Aufgabenerfüllung. Das hat zur Folge, dass Ihre Mitarbeiter verstärkt selbst darauf achten, welche Aufgaben ihnen Stress bereiten und sich selbst aktiv darum kümmern, diesen Situationen den Druck zu nehmen.
Seien Sie klar und berechenbar in Ihrer Führung
Nicht zu unterschätzen ist Ihre Fähigkeit, Ihren Mitarbeitern Klarheit und Glaubwürdigkeit zu bieten. Wer entscheidet, sollte auch hinter seinen Entscheidungen stehen. Die eigene Redlichkeit im Handeln ist ein wichtiger Führungsfaktor, den Sie keinesfalls unterschätzen sollten. Das sorgt bei Ihren Mitarbeitern für Sicherheit und beweist auch, dass Sie selbst Haltung besitzen.
Fördern Sie die Teamverantwortung
Arbeiten Sie an den sozialen Beziehungen im direkten Arbeitsumfeld Ihrer Mitarbeiter. Sind diese Beziehungen gut, wird jeder Mitarbeiter im Team ausreichend unterstützt und wertgeschätzt. Das wirkt sich positiv auf seine Leistung aus. Wenn die Kollegen untereinander ein stabiles und funktionsfähiges Netzwerk bilden sowie die Stärken und Schwächen der anderen einzuschätzen wissen, haben die Mitarbeiter auch ein sicheres Gefühl am Arbeitsplatz und wissen, an wen sie sich mit welchem Problem wenden können. Das baut Stress ab!
Auf die richtige Führung kommt es an
Auch das beste Betriebliche Gesundheitsmanagement kann manchmal nicht helfen, wenn es mit der Führung von Mitarbeitern nicht funktioniert. Ein schlechtes Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern wirkt sich unmittelbar auf den Gesundheitszustand des Mitarbeiters aus. Jede Führungskraft prägt durch ihren Führungsstil entscheidend die Kultur und das Miteinander im Team sowie letztlich in Ihrem Betrieb. Ganz zentrale Elemente sind dabei Anerkennung und Wertschätzung des Einzelnen.
Sorgen Sie für eine offene Kommunikation ohne Angst
Setzen Sie also auf eine offene Kommunikation über Positives sowie Negatives, sorgen Sie für ein angstfreies Miteinander und eine konstruktive Klärung von Fehlern. Das schafft zusätzlich Vertrauen und baut mögliche Ängste frühzeitig ab oder lässt sie gar nicht erst entstehen.
Beseitigen Sie erkannte Missstände sofort
Prüfen Sie die Maßnahmen im Rahmen Ihres Betrieblichen Gesundheitsmanagements und seien Sie dabei ehrlich. Gibt es erkennbare Missstände, so sind das Ansatzpunkte, um die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter zu verbessern.
Denn wenn Mitarbeiter sich in diesen Bereichen nicht wohlfühlen, trägt dies maßgeblich zu ihrer sinkenden Leistungsfähigkeit bei. Aber auch das allgemeine Wohlbefinden am Arbeitsplatz leidet. Mitarbeiter, die sich von ihrem Vorgesetzten wertgeschätzt fühlen, die Rückhalt im Team haben und die sich mit den Unternehmenswerten identifizieren können, werden nachweisbar seltener krank.