Liebe Leserin, lieber Leser,
manche Unternehmen suchen Fachkräfte. Andere verteilen einfach drei Stellen auf zwei Mitarbeitende und nennen das „Flexibilität“. Der moderne Begriff dafür lautet „Quiet Hiring“. Gemeint ist oft: Wir stellen niemanden ein, denn irgendwer wird die Arbeit schon erledigen.
Besonders das mittlere Management gerät dabei in die Zwickmühle zwischen Personalnot und Ergebnisdruck. Nach oben soll alles funktionieren, nach unten niemand zusammenbrechen. Dazwischen stehen Sie mit einem Kalender, der längst als Drohbrief durchgeht. Das Problem: Viele Teams kaschieren die Fehlplanung so zuverlässig, dass sie von außen niemand bemerkt.
Im Top-Thema ab Seite 6 lesen Sie, wie Sie Mehrarbeit sichtbar machen, heimliche „Beförderungen“ verhindern und betrieblichem Märtyrertum einen Riegel vorschieben. Loyalität bedeutet schließlich nicht, jede Personallücke mit Lebenszeit zu stopfen.
Mit besten Grüßen
Guido Bonau, Chefredakteur