Manche Mitarbeitende sind penetrant, wenn sie sich von Zigarettenrauch belästigt fühlen. Gegen das Rauchen im Freien muss die Unternehmensleitung in der Regel jedoch nicht vorgehen (Landesarbeitsgericht (LAG) Köln, 5.12.2024, 6 SLa 73/24).
Stellen Sie eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter nach der Kündigung von der Arbeit frei, sollten Sie sich darauf einrichten, bis zum Ablauf der Kündigungsfrist Gehalt zu bezahlen. Der Anspruch auf den sogenannten Annahmeverzugslohn erlischt in der Regel auch dann nicht, wenn die oder der Beschäftigte sich in dieser Zeit nicht um eine neue Stelle bemüht (Bundesarbeitsgericht (BAG), 12.2.2025, 5 AZR 127/24).
Wenn ein General der Luftwaffe selbst fliegen möchte, braucht er eine Begleitung im Cockpit. Aber nicht irgendwen. Ein Hauptmann reicht nicht. Es muss ein aktiver Ausbilder sein. Warum? Weil ein Hauptmann zwar theoretisch qualifiziert wäre, aber einem General in der Praxis selten widerspricht. Die Hierarchie ist zu steil, die Hemmschwelle zu groß. Ein Ausbilder hingegen lebt das Widersprechen – es ist sein Job. Er kennt keine Ehrfurcht vor Rangabzeichen, sondern reagiert auf Handlungen, nicht auf Titel.
Als Führungskraft verfolgen Sie im Idealfall Ihre individuellen Ziele und leiten Ihr Team an, die Teamziele zu erreichen. Doch wie gelingt es Ihnen, Ihre eigenen Ziele im turbulenten Tagesgeschäft und angesichts der agilen Veränderungen nicht aus dem Blick zu verlieren? Und wie schaffen Sie es, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu zu motivieren, die gemeinsamen Ziele umzusetzen?
Es ist einfach und es ist bequem: Wir umgeben uns mit Menschen, die uns ähnlich sind und mit denen wir Ansichten teilen. Daran ist zum Teil unser Gehirn schuld, denn es will gerne mehr vom Gleichen, weil das die Verarbeitung von Informationen erleichtert. Der Nachteil ist: Wir schließen uns in unserer Informationsblase ein und nehmen anderes gar nicht mehr wahr. Den Blickwinkel zu weiten, erfordert vielleicht mehr Denkarbeit, bringt dafür aber auch neue Einsichten und Denkanstöße.
Noch nie fühlten so wenige Mitarbeitende eine hohe Bindung an ihr Unternehmen wie heute. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Gallup-Studie, die im März 2025 veröffentlicht wurde. Auch das Vertrauen in Arbeitgeber und Führungskräfte sei eingebrochen. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass die derzeitigen Krisen auf die Stimmung der Arbeitnehmenden in Deutschland durchschlagen. Lesen Sie hier, warum und wie Sie dem entgegenwirken sollten.
Sie glauben, Sie können zuhören? Verständlich. Sie führen Meetings, geben Raum für Feedback, nicken an den richtigen Stellen. Vielleicht fühlen Sie sich sogar manchmal zu gutmütig, weil Sie immer alle ausreden lassen. Und dennoch: Wahrscheinlich hören Sie nicht wirklich zu. Zumindest nicht in dem Maß, das heute notwendig ist. Denn das klassische „Ich höre zu, um zu antworten“ hat ausgedient.
Sie wissen, wie es läuft: Wer in der Mitte führt, muss nach oben loyal und nach unten wirksam sein – und dabei am besten noch gut gelaunt. Aber manchmal klemmt es genau da, wo Sie am wenigsten Einfluss zu haben scheinen: bei Ihrer Führungskraft. Und doch – oder gerade deshalb – sind Sie der Schlüssel. Denn viele Probleme entstehen nicht, weil Menschen versagen, sondern weil sich niemand traut, die richtigen Fragen zu stellen.