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Kündigungsgrund „Quiet Hiring“: Stoppen Sie die stille Mehrarbeit

Plötzlich betreut die Vertriebsleiterin zusätzlich das Marketing. Der erfahrene Techniker übernimmt die Einarbeitung neuer Mitarbeitenden. Und Sie selbst führen nebenbei noch ein Projekt, für das eigentlich längst eine eigene Stelle vorgesehen war. Neueinstellungen gibt es nicht, Gehaltserhöhungen auch nicht. Nur neue Aufgaben. Dafür existiert inzwischen ein schicker Begriff: Quiet Hiring. Unternehmen besetzen fehlende Positionen nicht mit neuen Mitarbeitenden, sondern verteilen deren Aufgaben möglichst geräuschlos auf die vorhandene Belegschaft. Was auf dem Organigramm nach Effizienz aussieht, erzeugt im Alltag Überlastung, Zuständigkeitschaos, schleichenden Leistungsabbau – und Kündigungen.

Guido Bonau

15.09.2026 · 5 Min Lesezeit

Sie können die Personalpolitik nicht im Alleingang ändern. Sie können aber verhindern, dass aus jeder spontanen Zusatzaufgabe eine unsichtbare Dauerstelle und damit irgendwann ein Kündigungsgrund wird. Entscheidend ist, wie Sie neue Arbeit annehmen, verteilen und gegenüber der nächsthöheren Ebene sichtbar machen.

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