Kündigug

Führungskraft winkt trotz Umstrukturierung Elternzeitanträge durch: fristlose Kündigung unwirksam

Wollen Sie Ihr Unternehmen neu aufstellen, sind Sie oft auf die Kooperation von Mitarbeitern auf Schlüsselstellen angewiesen. Das Verhalten von Führungskräften unterliegt in solchen Situationen erhöhten Anforderungen. Mitarbeitern zum Sonderkündigungsschutz zu verhelfen, kann für die Führungskraft selbst zum Kündigungsgrund werden.
Business man sending resignation letter to boss and Holding Stuff Resign Depress or carrying cardboard box by desk in office.

Burkhard Boemke

09.03.2026 · 2 Min Lesezeit

Der Fall:

Die Geschäftsführung eines Chemie- und Pharmaunternehmens plante eine Umstrukturierung, in deren Zuge unter anderem die sog. Abteilung Business Consulting (kurz: BC) aufgelöst werden sollte. Darüber informierte die Geschäftsführung zunächst nur die Führungskräfte, darunter den Leiter der Abteilung BC.

In der Folgezeit kam es in der Abteilung BC vermehrt zur Bewilligung von Elternzeitanträgen durch den Abteilungsleiter. Der Arbeitgeber sah darin eine Methode, um den Mitarbeitern zu Sonderkündigungsschutz zu verhelfen. Da der Abteilungsleiter damit vermeintlich das Unternehmen schädigen wollte, sprach der Arbeitgeber ihm eine außerordentliche Kündigung aus.

Der Abteilungsleiter wehrte sich dagegen. In seiner Abteilung sei schlicht ein überdurchschnittliches Aufkommen an Elternzeitanträgen zu beobachten. Überdies habe er die Anträge auch nicht alleine, sondern mit einer anderen Führungskraft gemeinsam bewilligt.

Sie möchten diesen Artikel vollständig lesen?
Hier geht es weiter:

Sie haben bereits Zugang?
Melden Sie sich einfach an und
lesen Sie sofort weiter.

Sie sind noch kein Kunde?
Erweitern Sie Ihren Zugang und testen Sie unsere Produkte: