Lohn & Gehalt aktuell 24.11.2025

KW 47-48 | 2025

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Bis 2.000 € lohnsteuerfrei: Warum es für Ihr Unternehmen bald noch attraktiver wird, Altersrentner zu beschäftigen
Beschäftigte, die bereits eine Rente wegen Alters beziehen, dürfen im Job ohne Rentenkürzung so viel dazuverdienen, wie sie wollen. Das gilt seit 2023 unabhängig davon, ob die Beschäftigten das Alter für eine Regelaltersrente erreicht haben oder nicht. Ab 1.1.2026 wird ein weiterer Anreiz für diese Rentner geschaffen, weiterzuarbeiten: Bis zu 2.000 € des Einkommens bleiben monatlich komplett steuerfrei. Ein Arbeitgeber spart bei der Beschäftigung dieser Mitarbeiter zwar nichts. Für deren Motivation kann die Neuregelung aber einen Anschub bedeuten. Davon profitieren letztendlich auch Arbeitgeber.
Anhebung der Entfernungspauschale: Wie Sie diese wichtige Größe aktuell und ab 1.1.2026 berechnen
Mitarbeiter, die zur Arbeit pendeln – beispielsweise mit dem eigenen Pkw – können eine Pauschale von 0,30 € pro Entfernungskilometer als Werbungskosten geltend machen. Alternativ kann Ihr Unternehmen seinen Beschäftigten einen Fahrtkostenzuschuss in entsprechender Höhe zahlen, diesen pauschaliert versteuern und beitragsfrei belassen. Durch eine Gesetzesänderung soll die Entfernungspauschale zum 1.1.2026 ab dem 1. Entfernungskilometer auf 0,38 € angehoben werden. Damit ändert sich sowohl für Ihr Unternehmen als auch für die Mitarbeiter einiges. Rechnen Sie nach und informieren Sie die Belegschaft.
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So nutzen Sie die neuen Freibeträge 2026, wenn Minijobber sich nebenher im Verein engagieren
Bei geringfügig entlohnten Minijobbern müssen Sie stets die monatliche Entgeltgrenze im Auge behalten. Derzeit beträgt das Limit 556 € im Monat. Ab dem 1.1.2026 sind es dann 603 €. Zu einem Problem kann auch jeder Nebenjob werden: Selbst wenn ein Beschäftigter sich privat in einem Verein engagiert und hierfür Geld bekommt, müssen Sie unbedingt nachrechnen. Entwarnung können Sie geben, soweit die Pauschalen für Übungsleiter und Ehrenämter anwendbar sind. Genau diese werden im kommenden Jahr deutlich angehoben.
Aktuelles
Warum Sie gezahltes Weihnachtsgeld bei der Berechnung der Urlaubsabgeltung außen vor lassen müssen
Erhält ein scheidender Mitarbeiter Urlaubsabgeltung, bekommt er pro Urlaubstag das durchschnittliche Entgelt der letzten 13 Wochen. Doch welche Entgeltbestandteile ergeben das durchschnittliche Entgelt? Ein aktuelles Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Baden-Württemberg vom 29.7.2025 (Az. 11 Sa 29/25) stellt klar: Weihnachtsgeld zählt nicht unbedingt dazu. Lesen Sie hier, warum das so ist.
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Fehlerhaftes Fahrtenbuch: Das Finanzamt darf nicht einfach von einer Privatnutzung ausgehen
Findet ein Betriebsprüfer ein Fahrtenbuch vor, das nicht den Anforderungen entspricht, rechnet er normalerweise mit einer privaten Nutzung in Höhe von monatlich 1 % des Fahrzeug-Bruttolistenpreises. Das darf er aber nur, wenn es auch Anhaltspunkte für eine private Nutzung des Firmenwagens hat (Finanzgericht Düsseldorf, 30.6.2025, Az. 14 K 1478/22 L,H(L)).
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So arbeiten Sie mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag 2026
Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung wird im Jahr 2026 auf voraussichtlich 2,9 % ansteigen. In vielen Bereichen spielt dieser Wert eine Rolle für Ihre Arbeit.
Aktuelles
Mit dieser Mindestvergütung für Azubis rechnen Sie 2026
Der gesetzliche Mindestlohn gilt für Auszubildende nicht. Allerdings existiert für Azubis seit dem Jahr 2020 eine eigene Mindestvergütung nach dem Berufsausbildungsgesetz. Diese wird für das Jahr 2026 wieder angehoben.
Aktuelles