Erfolgreich Führen & Motivieren 25.09.2025

20 | 2025

Top-Thema:
Interview – Das Prinzip Ikigai aus Japan erobert derzeit die Chefetagen. Was das mit Ihrem Führungsalltag zu tun hat und
wie Sie es für Ihre Persönlichkeitsentwicklung nutzen können, erläutert Autor und Management-Coach André Daiyû Steiner.

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Warum Sie „positives Denken“ getrost in den Mülleimer der Führungsirrtümer werfen dürfen
Kennen Sie diesen Satz: „Denken Sie einfach positiv, dann wird alles gut!“? Klingt nett – ist aber Bullshit. In vielen Führungskräfteseminaren wird diese Phrase immer noch wie ein altes Kaugummi durchgekaut. Das Problem: Sie hat in der Realität so viel Halt wie ein Regenschirm im Orkan. Wer in einem Team wirklich führt, weiß: Menschen sind keine Smiley-Avatare. Sie haben schlechte Tage, miese Laune und echte Sorgen. Wenn Sie als Führungskraft so tun, als gäbe es nur Sonnenschein, vermitteln Sie Ihren Mitarbeitenden genau eine Botschaft: Wer sich schlecht fühlt, ist hier fehl am Platz. Und damit zerstören Sie genau das Vertrauen, das Sie eigentlich aufbauen wollen.
Aktuelle Studie – alarmierende Zahlen zur psychischen Gesundheit junger Mitarbeitender!
Seit Jahren steigen die Arbeitsunfähigkeitszeiten infolge psychischer Erkrankungen. Der aktuelle DAK Gesundheitsreport 2025 bestätigt diese Entwicklung mit aktuellen Zahlen. Was auffällt: Speziell die jüngeren Beschäftigten – gern auch als Generation Z bezeichnet – leiden verstärkt an psychischen Erkrankungen. Das ist das Ergebnis des DAK Gesundheitsreports 2025, bei dem diesmal die Personengruppe der Mitarbeitenden bis 29 Jahre im Fokus stand.
Zurück an Bord: So gelingt die Integration ins Team nach einem Sabbatical
Ein Sabbatical ist eine wertvolle Erfahrung – für die Mitarbeitenden, die sich eine längere Auszeit gönnen, ebenso wie für das Team. Wer zurückkommt, bringt oft neue Perspektiven, Energie und Ideen mit. Gleichzeitig kann die Rückkehr herausfordernd sein. Deshalb ist es wichtig, bei der Integration strukturiert vorzugehen und auch den oder die Stellvertretenden nicht aus den Augen zu verlieren.
„Wenn eine Führungskraft den Mut hat, sich dieser Frage zu stellen, entsteht etwas Neues“
Führen wie in Japan? Ein Lebensprinzip aus dem asiatischen Land erobert derzeit die Chefetagen in Deutschland: Ikigai. Was das Modell mit Ihrem Führungsalltag zu tun hat und wie Sie es für Ihre Persönlichkeitsentwicklung nutzen können, erläutert Autor und Management-Coach André Daiyû Steiner in diesem Interview.
Führen ohne Menschenliebe? Vergessen Sie’s!
Ich sage es gleich vorweg: Dies ist keine neutrale Analyse, sondern meine persönliche Meinung nach über 30 Jahren als Geschäftsführer, Vorstand und Trainer. Ich halte es für brandgefährlich, wenn jemand Menschen führt, ohne Menschen wirklich zu mögen. Sie können noch so viele Bücher über Leadership lesen, noch so viele Seminare besuchen – wenn Sie insgeheim genervt sind von den „Launen“ Ihrer Mitarbeitenden, wird Führung für Sie zur Qual. Und schlimmer: Auch Ihr Team spürt es.
Wie Sie ohne Linienmacht erfolgreich führen
Vielleicht kennen Sie die Situation: Sie leiten ein Projekt, moderieren eine Taskforce oder verantworten ein Sonderthema – und plötzlich arbeiten Menschen für Sie, die Ihnen gar nicht „unterstellt“ sind. Keine disziplinarische Macht, keine Personalgespräche. Nur Sie, Ihr Auftrag und eine Menge Erwartung. Klingt nach Mission Impossible? Ganz im Gegenteil: Wer ohne formale Macht führt, lernt eine Form von Führung, die oft wirksamer ist als jede Position im Organigramm.
„Mit ihm/ihr arbeite ich nicht“: Kündigen Sie nicht vorschnell, wenn das Team Sie unter Druck setzt
So etwas kann vorkommen: Eine Kollegin oder ein Kollege wird vom Team als Störenfried wahrgenommen. Irgendwann verlangt das Team, mit ihm oder ihr nicht mehr zusammenarbeiten zu müssen. Andernfalls würden sie selbst kündigen. Eine Versetzung kann dann eine Lösung sein. Wenn es jedoch keine Versetzungsmöglichkeit gibt, dürfen Sie dem oder der Beschäftigten nicht ohne Weiteres kündigen. Sie müssen sich vielmehr schützend vor sie oder ihn stellen. Das Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen zeigt mit seinem Urteil vom 13.5.2025 (10 SLa 687/24), was das konkret bedeutet.
A judges gavel rests on a wooden table near a scale of justice