Liebe Leserin, lieber Leser,
manche Sätze von Mitarbeitenden treffen einen Nerv. „Haben Sie mal kurz Zeit?“ kann schon reichen. Oder die dritte Nachfrage zu einer Entscheidung, die aus Ihrer Sicht längst erklärt ist. Schauen Sie in diesem Moment mal nicht direkt auf den Störenden, sondern darauf, was es mit Ihnen macht. Manches empfinden wir nur deshalb als besonders lästig, weil es einen persönlichen Trigger berührt. Legen Sie beispielsweise großen Wert auf Verlässlichkeit, reagieren Sie womöglich besonders empfindlich auf Unpünktlichkeit. Sind Sie stets autark unterwegs, interpretieren Sie häufige Rückfragen schnell als Unselbstständigkeit.
Ihre Reaktion sagt deshalb mindestens ebenso viel über Sie selbst aus wie über Ihr Gegenüber. Statt bei Störungen vorschnell zu bewerten, fragen Sie sich doch künftig: Was genau stört mich gerade? Und was könnte hinter der vermeintlichen Störung stecken? Lesen Sie mehr über Störungen im Top-Thema dieser Ausgabe.
Mit besten Grüßen
Anne Sengpiel, Chefredakteurin