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Wie Sie den Teamgeist fördern und ein gutes Arbeitsklima schaffen

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Teamgeist fördern

Im Berufsleben ist Teamgeist gefragt, wenn eine Gruppe effizient arbeiten soll. Leider entsteht solch ein Wir-Gefühl nicht von allein, idealerweise wächst es während der Teamentwicklung. Selbst wenn die Teammitglieder von der Mentalität her perfekt zusammenpassen, mangelt es mitunter an echtem Teamgeist. Wahrscheinlich stimmen dann die Rahmenbedingungen nicht und müssen der Situation entsprechend angepasst werden.

Wie hängen Arbeitsklima und Teamgeist zusammen?

Genau das ist die Aufgabe der Führungskraft. Diese muss „Bedingungen schaffen, die der Mannschaft das Arbeiten erleichtern“. Cyril Northcote Parkinson

Leicht gesagt, doch wo anfangen? Oft liegen die Gründe in einem schlechten Arbeitsklima. Einerseits bestimmt jeder Einzelne diese Arbeitsatmosphäre mit, andererseits spielen äußere Einflüsse eine Rolle. Sie können auf beide Seiten einwirken. Mögliche Ursachen können beispielsweise im Umgang der Mitarbeiter untereinander, in mangelnder Transparenz, im Führungsstil oder auch an schlechten Arbeitsmaterialien liegen.

Laut Duden lässt sich die Definition für Arbeitsklima als Stimmung, Atmosphäre bezeichnen, die durch ein bestimmtes gemeinschaftliches Verhalten bei der Arbeit geprägt wird. Unter Teamgeist steht: Zusammengehörigkeitsgefühl, kameradschaftliches Verhalten im Team. Damit wird der Zusammenhang zwischen Arbeitsklima und Teamgeist untermauert.

Gründe für schlechtes Arbeitsklima finden

Bevor Sie das Arbeitsklima verbessern und damit den Teamgeist stärken können, müssen Sie zunächst herausfinden, wo genau es in Ihrem Team klemmt.

Haben Sie die Mitarbeiter schon danach gefragt und bei der Antwort aktiv zugehört? Im vertrauensvollen Gespräch mit jedem einzelnen Teammitglied erhalten Sie ein detailreiches Bild von der Lage. Wichtig ist, dass der Mitarbeiter offen reden kann, ohne Nachteile zu befürchten. Möglich sind auch anonyme Fragebögen, Feedback-Bögen, auf denen jedes Individuum seine Zweifel, Bedenken, Sorgen, Nöte usw. darlegen kann.

Nachdem alle Informationen gesammelt und das Ganze analysiert ist, werden die Gründe für das schlechte Arbeitsklima meist offensichtlich. Entsprechend der konkreten Situation lassen sich nun geeignete Maßnahmen einleiten. Erfahrungsgemäß tragen mehrere Faktoren zu der Misere bei, zudem gibt es für jedes Problem mehrere Lösungsansätze. Manches können Sie schnell klären, andere Dinge brauchen Zeit.

Tipp: Mit einer Checkliste zum Verbessern des Arbeitsklimas lässt sich der Prozess gut planen.

Stimmung im Team verbessern

Liegen die Gründe für das schlechte Arbeitsklima im Team selbst? Gerade in der Findungsphase ist das Teamklima oft von

  • Misstrauen
  • Machtkämpfen
  • und Konflikten geprägt.

Noch sind die Teamrollen nicht verteilt, verbale Auseinandersetzungen sind normal. Solange diese Reibereien respektvoll und fair verlaufen, können Sie sich zurückhalten. Ansonsten können ein Workshop oder teambildende Spiele zur Konfliktlösung hilfreich sein.

Wenn die Stimmung schon spürbar schlecht ist, reichen ein, zwei Teambuilding-Übungen nicht aus, um schlagartig ein positives Arbeitsklima zu schaffen. Die Mitarbeiter müssen sich besser kennenlernen, die Stärken und Schwächen der anderen akzeptieren und eine gemeinsame Sprache finden. Mischen Sie sich maßvoll ein, dulden Sie keine mobbingähnlichen Zustände, aber gängeln Sie auch nicht.

Tipp: Setzen Sie ein legeres Treffen im Team an, am besten während der Arbeitszeit, damit alle daran teilnehmen können. Kein herkömmliches Meeting, eher ein Picknick im Park oder Kaffee und Kuchen im Aufenthaltsraum, je nach Jahreszeit. Für die Organisation ist das Team selbst zuständig, wobei jedes Teammitglied einen Teil der Aufgaben übernimmt. Zum Beispiel Snacks oder Getränke besorgen, Tische und Stühle ins Freie stellen oder den Raum vorbereiten. Ziel ist eine lockere Runde, mit persönlichen, ungezwungenen Gesprächen nach spätestens zwei Stunden gehen alle wieder an die Arbeit oder in den Feierabend.

Führungsstil und Arbeitsatmosphäre

Offensichtlich verstehen sich die Teammitglieder gut, trotzdem schöpft das Team sein Potential nicht aus. Wenn es um die Erfüllung der Arbeitsaufgabe geht, ist kein wirklicher Teamgeist spürbar. Aus den Mitarbeitergesprächen und Feedback-Bögen wissen Sie, ob es an den materiellen Arbeitsbedingungen, an der Aufgabe selbst oder vielleicht an Ihrem Führungsstil liegt. Jedenfalls ist die Ursache bekannt und Sie können die Weichen für ein gutes Arbeitsklima stellen.

Wie beeinflusst der Führungsstil ein angenehmes Arbeitsklima

  • Respektvoller Umgangston gegenüber Untergebenen
  • Gute Leistungen und Ideen anerkennen
  • Konstruktive Fehlerkultur – aus Fehlern lernen, nicht abstrafen
  • Für die Mitarbeiter erreichbar sein und immer ein offenes Ohr für deren Anliegen haben
  • Transparenz – erläutern Sie Aufgaben und Veränderungen ausführlich
  • Vermeiden Sie übermäßige Kontrolle, vertrauen Sie dem Team
  • Holen Sie regelmäßig Feedback ein, egal ob das Arbeitsklima angenehm oder verbesserungswürdig ist. Dann erkennen Sie Warnsignale beizeiten und können etwas unternehmen.

 Lassen sich materielle Arbeitsbedingungen verbessern?

  • Sind die Räumlichkeiten für die Teamarbeit geeignet – Größe, Gestaltung der Arbeitsplätze usw?
  • Verfügt das Team über zeitgemäße Technik – Leistungsstarke PC, Drucker, Scanner, Maschinen?
  • Gibt es einen Pausenraum, eine Teeküche, einen Ort für Teambesprechungen?
  • Sind erforderliche Materialien vorhanden

Welche Ursachen finden zu mangelnder Motivation? Tipps für Verbesserungen

1. Ungeliebte Arbeitsaufgabe:

  • Wenn engagierte Mitarbeiter vom Sinn der Aufgabe nicht überzeugt sind oder sich überqualifiziert fühlen, bleibt die Motivation auf der Strecke.
  • Vielleicht haben Sie die Bedeutung der Aufgabe nur nicht ausreichend erläutert, das ließe sich nachholen.
  • Sind alle oder einzelne Teammitglieder tatsächlich unterfordert? Eventuell können Sie ja mehr Verantwortung an das Team abgeben oder den Aufgabenbereich erweitern.

2. Mitarbeiter fühlen sich schlecht informiert:

  • In diesem Fall stimmt etwas mit der Kommunikation nicht. Das Problem kann zwischen Führungskraft und Team, zwischen den Teammitgliedern aber auch auf beiden Ebenen liegen.
  • Gespräche von Angesicht zu Angesicht fördern den Teamgeist. Der Austausch per E-Mail, Chats, Telefon und andere Medien ist für Teamarbeiter dagegen eher ungünstig und sollte auf das nötige Maß beschränkt bleiben. Falls es keinen gemeinsamen Arbeitsraum gibt, braucht das Team einen ordentlichen Treffpunkt zum Reden.
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig persönlich über den Fortschritt des Projektes, über Schwierigkeiten, Erfolge, Änderungen usw. Dafür können Sie turnusmäßige Teambesprechungen einplanen oder das Team bei Bedarf zusammenrufen. Ein schriftliches Memo eignet sich nur als Ergänzung und ersetzt nicht das Informationsgespräch.

3. Teammitglieder fühlen sich unterbezahlt

  • Leistungsgerechte Bezahlung ist Ausdruck von Wertschätzung der Mitarbeiter. Das Wissen Sie, trotzdem gibt das Budget keine höheren Löhne und Gehälter her. Kommunizieren Sie das ehrlich und suchen Sie nach anderen Möglichkeiten.
  • Sie können beispielsweise Tankgutscheine vergeben oder sich an den Kosten der Kinderbetreuung beteiligen, Prämien ausloben, Fortbildung ermöglichen, flexible Arbeitszeiten einführen etc.

Autor: Redaktion Personalwissen

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