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Personalentwicklung – Warum ist sie so wichtig?

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Personalentwicklung

Der Begriff „Personalentwicklung“ (kurz: PE) umfasst die betriebliche Förderung und Weiterbildung einzelner Mitarbeiter. Diese Maßnahmen sollen zum einen die (Fach-)Kompetenzen der Mitarbeiter erweitern, was zum anderen einen positiven Effekt auf deren Leistung hat. In diesem Artikel lesen Sie, was Personalentwicklung ausmacht und wie Sie sie in Ihrem Unternehmen umsetzen können.

Personalentwicklung: Was ist das überhaupt?

Die Personalentwicklung umfasst, wie es im Namen bereits enthalten ist, die persönliche und fachliche Entwicklung der Mitarbeiter. Für ein Unternehmen ist diese von großer Relevanz, da der langfristige Erfolg mit den Beschäftigten steht und fällt. Wer in seinem Team kompetente und fachlich gebildete Mitarbeiter hat, kann sich auf die Qualität ihrer Arbeit verlassen.

Aber auch die Beschäftigten profitieren von Personalentwicklungsmaßnahmen: Sie erweitern ihr Wissen und können weitreichende Fähigkeiten erwerben, die ihnen sowohl bei ihrer aktuellen Stelle als auch in einer neuen Position Vorteile bringen. Durch Fort- und Weiterbildungen entwickeln sich Mitarbeiter ebenfalls persönlich weiter, sodass auch hier positive individuelle Effekte zu verzeichnen sind.

Die Maßnahmen der Personalentwicklung sind umfassend und können mittels verschiedener Formate umgesetzt werden. Generell wird zwischen drei verschiedenen PE-Methoden unterschieden:

  • Training on the job: Darunter fallen alle Formen der Aus- und Weiterbildung, welche direkt am Arbeitsplatz stattfinden. Oftmals geht es hier um die Ausbildung praktischer Kompetenzen, beispielsweise durch das Rotieren an verschiedenen Arbeitsplätzen.
  • Training off the job: Hier geht es um das Lernen abseits des Arbeitsplatzes, beispielsweise am Abend in einem berufsbegleitenden Seminar. E-Learning-Angebote oder Fernstudiengänge, die zu Hause durchgeführt werden können, fallen ebenso in diese Kategorie.
  • Training near the job: Es handelt sich dabei um eine individuelle Mischform, die je nach PE-Format anders ausfallen kann. Der wesentliche Aspekt dabei ist, dass konkrete Inhalte aus dem Arbeitsalltag mit dem theoretischen Wissen der Aus- oder Weiterbildung verbunden werden.

Das sind die unterschiedlichen Formate der Personalentwicklung

Die oben genannten PE-Methoden unterscheiden sich vor allem hinsichtlich des Ortes der Weiterbildung. Neben diesen Differenzierungskriterien gibt es auch noch verschiedene Personalentwicklungsformate, in denen sowohl fachliche als auch individuelle Kompetenzen vermittelt werden. Zu den gängigsten zählen die Folgenden:

  • Weiterbildungen
  • Seminare
  • Workshops
  • E-Learning-Angebote

Das Format wird je nach Zielsetzung der Personalentwicklung ausgewählt. Eine klassische fachliche Weiterbildung dient vornehmlich der Qualifizierung eines Mitarbeiters. Seminare oder Gruppen-Workshops, an denen mehrere Beschäftigte teilnehmen, können beispielsweise für die Teamentwicklung und die Zusammenarbeit innerhalb des Betriebes förderlich sein.

Welches PE-Format ausgewählt wird, sollte in jedem Fall in Kooperation mit den betreffenden Mitarbeitern festgelegt werden. Denn: Schließlich sind die Beschäftigten diejenigen, die schlussendlich an der Weiterbildung bzw. einem Seminar teilnehmen. HR-Mitarbeiter mit dem Schwerpunkt Personalentwicklung sind ebenfalls kompetente Ansprechpartner im eigenen Unternehmen.

Die positiven Effekte von Personalentwicklung auf Ihr Unternehmen

Gerade für Unternehmen bietet die (strategische) Personalplanung zahlreiche Vorteile. Zunächst steht die fachliche Komponente im Mittelpunkt: Durch PE-Maßnahmen sichern Sie sich innerhalb Ihrer Firma Kompetenzen: Der Bestand der Fach- und Führungskräfte bleibt erhalten und kann ausgebaut werden – Sie holen sich also Know-how ins Unternehmen, das bestenfalls bestehen bleibt. Im Rahmen dessen lassen sich außerdem Nachwuchsführungskräfte entdecken und gezielt aus- bzw. weiterbilden.

Durch den Ausbau fachlichen Know-hows im eigenen Unternehmen bleibt auch die Konkurrenzfähigkeit der Firma erhalten. Wer sich am Puls der Zeit bewegt und dabei neue Kompetenzen erwirbt, kann sich an technologische sowie marktliche Erfordernisse schneller und flexibler anpassen.

Fühlen sich die Mitarbeiter durch die Personalentwicklungs-Maßnahmen wertgeschätzt, hat das wiederum einen weiteren positiven Effekt: Die Mitarbeiterzufriedenheit bleibt langfristig in einem gesunden Bereich. Sind Ihre Beschäftigten mit ihrer Arbeitsplatzsituation zufrieden, sinkt gleichzeitig die Fluktuation, was sich langfristig auch wirtschaftlich auf ein Unternehmen auswirkt. Auch im Sinne des Employer Brandings sind PE-Maßnahmen sinnvoll: Die Arbeitgeberattraktivität steigt an.

Methoden zur strategischen Personalentwicklung

Es ist ratsam, die Personalentwicklung unter einem strategischen Gesichtspunkt zu betrachten. Das hat einen einfachen Grund: Die planvolle Aus- und Weiterbildung von geeigneten (!) Mitarbeitern erweist sich als wirtschaftlich sinnvoll. Denn: Beschäftigte weiterzubilden, die gar keine Ambitionen haben, sich stärker ins Unternehmen einzubringen, verursacht nur zusätzliche Kosten.

Setzen Sie sich für die strategische Personalplanung mit den jeweiligen Fachabteilungen zusammen und erstellen Sie einen Plan. Die Fachbereichsleiter sehen die Mitarbeiter unter alltäglichen Bedingungen und können deren Stärken und Schwächen meist besser einschätzen. Die strategische Personalplanung umfasst dabei vier Schritte:

  1. Ziele
  2. Bedarf
  3. Maßnahmen
  4. Kontrolle

1. Definieren Sie die Unternehmensziele!

Die Definition der Unternehmensziele ist sehr wichtig und bildet die Basis einer erfolgreichen Personalentwicklung. Überlegen Sie sich, was Sie mit Ihrem Unternehmen in einem, fünf und zehn Jahren erreicht haben möchten. Setzen Sie sich realistische kurzfristige und langfristige Ziele – gerade auch im Hinblick auf die Personalstruktur, die Mitarbeiter und deren Fähigkeiten.

2. Ermitteln Sie Ihren Bedarf!

Um den Bedarf des Unternehmens zu ermitteln, ist es ratsam, sich die Meinungen der verschiedenen Abteilungsleiter einzuholen. Diese haben einerseits einen tiefgehenden fachlichen Einblick und stehen andererseits in direktem Kontakt mit ihren Mitarbeitern. Besprechen Sie gemeinsam die von Ihnen gesetzten Ziele. Loten Sie danach den Bedarf an Kompetenzen und Fachkräften aus. Gleichzeitig sollten Sie sich überlegen, welche Mitarbeiter sich am besten für die Weiterbildungsmaßnahmen eignen. Versuchen Sie, wichtige Mitarbeiter, die das Unternehmen bereichern, an Ihre Firma zu binden.

3. Ergreifen Sie geeignete Maßnahmen!

Nachdem Sie sich über Ihre Ziele im Klaren sind und ihren Bedarf kennen, überlegen Sie sich sinnvolle Maßnahmen zur Weiterbildung. Achten Sie dabei auf die persönlichen Umstände der einzelnen Mitarbeiter. Für eine junge Mutter ist es schwierig, für ein zweiwöchiges Seminar auf ihre Familie zu verzichten. Hier wäre es ratsamer, an zwei bis drei Abenden die Woche einen entsprechenden Kurs anzubieten. Durch Rücksichtnahme auf persönliche Lebenssituationen werden sich die Mitarbeiter geschätzt und respektiert fühlen. Dies führt nicht nur zu einer Leistungssteigerung, sondern auch wiederum zu einer verstärkten Bindung an Ihr Unternehmen.

4. Kontrollieren Sie die Fortschritte!

Damit ist nicht de Kontrolle der Mitarbeiter gemeint, sondern die Beobachtung der Entwicklung des Unternehmens. Sobald die geeigneten Weiterbildungsmaßnahmen abgeschlossen sind, sollte sich dies im Unternehmen abzeichnen.

Autor: Redaktion Personalwissen

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