• 0228 / 95 50 160
Marken der Personalwissen Familie

Endlich! – Wertvolle Tipps zur erfolgreichen Mitarbeiterführung

© Fotolia III
Mitarbeiterführung, Motivieren von Angestellten

Unternehmen sind darauf angewiesen, dass Betriebsabläufe sowohl auf vertikaler als auch auf horizontaler Ebene einwandfrei funktionieren. Führungskräften kommt hierbei in Bezug auf die Mitarbeiterführung eine besondere Aufgabe zu. Sie übernehmen nicht nur organisatorische und repräsentative Aufgaben, sondern führen auch eine definierte Anzahl von Mitarbeitern. Der Erfolg eines Unternehmens hängt entscheidend vom Potenzial seiner Führungskräfte ab.

Fehlende Kompetenzen und ein schlechter Führungsstil bremsen das Unternehmen hingegen aus. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass die Führungskräfte das Thema Mitarbeiterführung sehr ernst nehmen und ihre Führungskompetenzen passgenau einsetzen. Was man darunter genau versteht und welche Rolle das Führungskräftetraining oder ein Coaching beim Thema Mitarbeiterführung spielen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Eine schlechte Mitarbeiterführung bremst den Erfolg des Unternehmens aus!

Die Motivation der Mitarbeiter ist schlecht, ebenso die Leistung und die Zufriedenheit. Grund hierfür kann die unzureichende Mitarbeiterführung seitens der Führungskräfte sein. Diese sind nicht in Lage, die Arbeit erfolgreich zu organisieren, Entscheidungen zu treffen oder bei Konflikten lösungsorientiert einzuschreiten.

Achtung: Die Auswirkungen dieser mangelnden Führungskompetenzen schlagen sich im Gesamterfolg des Unternehmens nieder. Arbeitsabläufe verlangsamen sich, sodass die Produktivität insgesamt sinkt.

 

Kunden bemerken innerbetriebliche Probleme häufig sehr schnell. Dies kann dazu führen, dass sie sich für ein anderes Unternehmen entscheiden, was den betrieblichen Erfolg entscheidend schmälert. Für die Verantwortlichen ist es daher Zeit, sich mit den jeweiligen Defiziten innerhalb der Mitarbeiterführung zu beschäftigen. Nur dadurch können Probleme konstruktiv angegangen und behoben werden. Bereits bei der Bestandsaufnahme (zum Beispiel durch eine Mitarbeiterbefragung) werden verschiedene Problemfelder deutlich sichtbar. Besonders häufig werden folgende Probleme angesprochen:

  • Die Führungskraft kann die Erwartungen der Mitarbeiter nicht erfüllen.
  • Die Führungskraft wird als schwach und wenig entscheidungsfreudig wahrgenommen.
  • Es ist keine einheitliche Führungslinie zu erkennen.
  • Konflikte werden offen ausgetragen, ohne dass die Führungskraft entscheidend eingreift.
  • Mitarbeiter erhalten nur selten oder gar keinen Lob für gute Leistungen.
  • Die Führungskraft agiert autoritär von oben herab und bezieht die Mitarbeiter nicht in den Entscheidungsprozess mit ein.
  • Die allgemeine Passivität der Führungskraft wirkt sich lähmend auf die Mitarbeiter aus.
  • Die Führungskraft schafft es nicht, die Mitarbeiter zu motivieren.
  • Mitarbeiter getrauen sich nicht, Probleme mit der Führungskraft zu besprechen.
  • Die Führungskraft setzt zu stark auf Kontrolle und zu wenig auf die Eigenverantwortung beziehungsweise die verfügbaren Potenziale der Mitarbeiter.
  • Aufeinanderfolgende Entscheidungen sind widersprüchlich.

Die Aufzählung ist an dieser Stelle sicherlich nicht vollständig. Sie zeigt aber, dass das Themenfeld „Probleme in der Mitarbeiterführung“ äußerst breit gefächert ist und stets sehr differenziert betrachtet werden muss. 0815-Lösungen von der Stange sind aufgrund der Komplexität von Mitarbeiterstrukturen, Zusammensetzungen und individuellen Potenzialen beziehungsweise Kompetenzen eher ungeeignet.

Menschen führen – Wissenschaft und Literatur bieten zahlreiche Ansätze!

Ein Blick in die Literatur zum Thema Mitarbeiterführung zeigt, dass diese mittlerweile sehr umfangreich ist. Immer wieder wird dabei deutlich, dass Führungskräfte über bestimmte Kompetenzen verfügen müssen, um die ihnen zugeteilten Mitarbeiter erfolgreich zu führen. Weder ein stark autoritäres Handeln noch das Laissez-faire-Prinzip eignen sich deshalb für diese Aufgabe. Mitarbeiterführung ist Menschenführung und daher auch für die Wissenschaft sehr interessant. Im Laufe der Zeit sind deshalb verschiedene Ansätze und Führungstheorien entstanden, die sich mit folgenden Bereichen beschäftigen:

  • Eigenschaften und Verhalten des einzelnen Menschen.
  • Situationen und Interaktionen zwischen mindestens zwei Menschen.
  • Ganzheitliche, systemische Betrachtungsweise.
Hinweis: Die teils differenzierten Erkenntnisse daraus machen deutlich, dass es auch auf den Betrachtungswinkel ankommt. Eine Führungskraft sollte daher immer in der Lage sein, die Sichtweise des Mitarbeiters einzunehmen.

Soziale Kompetenzen in der Mitarbeiterführung – darauf müssen Führungskräfte achten!

Führungskraft wird man in der Regel nicht über Nacht. Vielmehr steckt dahinter ein Prozess, der häufig mehrere Jahre in Anspruch nimmt. Neben dem Fachwissen spielen die sozialen Kompetenzen bei der Mitarbeiterführung eine sehr wichtige Rolle. Zu den wichtigsten sogenannten Soft Skills zählen:

  • Delegieren
  • Organisieren
  • Konflikte lösen
  • Motivationsfähigkeit
  • Kommunizieren
  • Zielorientierung
  • Teamfähigkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Vertrauen
  • Empathie

Die Liste ließe sich an dieser Stelle noch weiter fortsetzen. Doch bereits diese Aufstellung zeigt, wie vielseitig die sozialen Kompetenzen sind und wie sehr der Erfolg einer Führungskraft beim Leiten der Mitarbeiter von seinen verfügbaren Soft Skills abhängig ist.

Fallbeispiel: Führungskraft im Team Konfliktmanagement

Teams zeichnen sich dadurch aus, dass sie für ein bestimmtes Projekt und eine begrenzte Zeitdauer gebildet werden. Das Team hat in der Regel einen Leiter, der die Gruppe nach innen organisiert und nach außen gegenüber der Abteilungs- und/oder Unternehmensleitung vertritt. Teamarbeit bedeutet aber auch immer, dass zum Teil sehr unterschiedliche Menschen aufeinandertreffen, was selbstverständlich zu Konflikten führen kann.

Deshalb wird bereits bei der Auswahl der Teammitglieder darauf geachtet, dass die Zusammensetzung stimmt. Allerdings lassen sich Konflikte innerhalb eines Teams nicht immer zu 100 % vermeiden. Die Führungskraft sollte daher permanent auf Konfliktpotenziale achten und diese rechtzeitig ansprechen beziehungsweise beheben. Treten Konflikte innerhalb der Teammitglieder auf, muss der Teamleiter seine Konfliktmanagementkompetenz nutzen, um die bestehenden Probleme lösungsorientiert zu beseitigen. Kommunikation, die Entwicklung von Lösungsstrategien und die Position des Mediators stehen hier im Vordergrund.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es?

Für Führungskräfte besteht die Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen und Potenziale entscheidend zu fördern beziehungsweise weiter auszubauen. Professionelle Trainings, Seminare und Coachings eignen sich hierfür besonders gut. Die Maßnahmen sollten stets so ausgewählt werden, dass sie die eigenen Kompetenzen weiterentwickeln und/oder neue Potenziale entdecken. Neben der „grauen“ Theorie erfolgt insbesondere in den Trainingsmaßnahmen auch die praktische Umsetzung an Ort und Stelle.

Unternehmen sind sich des Potenzials ihrer Führungskräfte mittlerweile sehr bewusst und unterstützen sie deshalb auch bei deren individuellen Strategie, sich permanent weiterzuentwickeln. Denn eines ist klar: Je besser die Mitarbeiterführung erfolgt, desto erfolgreicher wird auch das eigene Unternehmen seine Ziele erreichen.

Zusammenfassend sei gesagt:

Die Mitarbeiterführung gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Führungskraft. Hierfür sind aber spezielle Kompetenzen erforderlich, die die Führungskraft passgenau einsetzt. Gute Beispiele hierfür sind

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktmanagement
  • Empathie
  • oder Motivationsgeschick.
Hinweis: Darauf ist dieser Artikel explizit eingegangen. Das erfolgreiche Führen von Mitarbeitern kann erlernt werden. Es gibt daher spezielle Seminare, Workshops oder Trainingsformate, die explizit darauf eingehen.

 

Zusätzlich bieten Coachings die Möglichkeit, individuelle Problemstellungen bei Führungskräften lösungsorientiert anzugehen. Auch dieses Thema wurde im Artikel behandelt. Führungskräfte müssen sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst sein und an beiden arbeiten. Die tägliche Mitarbeiterführung gestaltet sich dadurch einfacher und erfolgreicher. Dies spiegelt sich deshalb auch in der Motivation der Mitarbeiter und letztendlich im Unternehmenserfolg wider.

Autor: Redaktion Personalwissen

Siegel

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an.
0228 / 95 50 160