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Leistungsgerechte Bezahlung: Unabdingbare Voraussetzungen für die Motivation Ihrer Mitarbeiter

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leistungsgerechte Bezahlung

Leistungsgerechte Bezahlung ist eine gute Möglichkeit, um Ihre Mitarbeiter zu motivieren. Aber was ist unabdingbar für die Motivation? Die entscheidet sich nach dem Bereich. Und zwar, in dem die Extrazahlung stattfinden soll. Welche Grundlagen es gibt und wie Sie die Extrazahlung berechnen können, ist nachstehend zusammengefasst.

Was ist leistungsgerechte Bezahlung?

Hierbei spricht man von variablen Lohnbestandteilen. Diese werden abhängig von der Leistung des Mitarbeiters bezahlt.

Wichtiger Hinweis: Die Benennung der leistungsorientierten Bezahlung unterscheidet sich in zwei Punkten.

  • Bei gewerblichen Arbeitsplätzen ist die Rede von Leistungsentgelt.
  • Bei Fach- und Führungskräften spricht man von leistungsorientierter Vergütung oder von Provision.

 

Die leistungsgerechte Bezahlung soll als Anreiz dienen, um den Mitarbeiter zu motivieren. Aber das ist nicht alles. Neben der Motivation sorgt die leistungsgerechte Bezahlung auch für mehr Produktivität. Außerdem erhöht dies die Identifikation mit den Unternehmenszielen.

Mittlerweile ist die leistungsgerechte Bezahlung keine Seltenheit mehr. Immer mehr Unternehmen bewerten die Leistungen ihrer Mitarbeiter. Darauf folgt dann die Auszahlung einer Prämie. Allerdings darf der Mitarbeiter kein Gefühl der Kontrolle dabei haben. Das vermittelt das Gefühl, dass Sie ihm nicht ausreichend vertrauen. Dann kann die Motivation auch schnell wieder sinken. Vielmehr geht es darum, die leistungsgerechte Bezahlung als Unterstützung anzusehen.

Grundsätzlich spielt hierbei aber die Persönlichkeit Ihres Mitarbeiters eine Rolle. Beschäftige, die eine instabile Persönlichkeit haben, neigen eher dazu, die leistungsgerechte Bezahlung als Kontrolle anzusehen. Dadurch sind sie noch weniger motiviert als ohnehin schon.

Aber ist Ihr Mitarbeiter jemand, dem das Wohl des ganzen Teams wichtig ist, sieht dieser die leistungsgerechte Bezahlung eher als Unterstützung an. Allerdings ist dieser Mitarbeiter von vornherein schon motivierter bei der Arbeit.

Wie Sie eine richtige Bewertung ausgestalten, um eine leistungsgerechte Bezahlung vorzunehmen

Die Bewertung gehört zu den unabdingbaren Voraussetzungen. Für beide Seiten. Wie Sie die Bewertung richtig ausgestalten, sehen Sie in der folgenden Auflistung. Denn hierfür spielen drei Komponenten eine wichtige Rolle.

  • Fairness steht an erster Stelle. Ihr Mitarbeiter muss sehen, dass die Bewertung nicht abhängig zu Ihrer persönlichen Beziehung ist. Auch die sonstigen Kontakte, das Alter oder Geschlecht dürfen hierbei keine Rolle spielen. Es geht einzig um die Leistungen.
  • Transparenz ist der zweite Punkt. Ihr Mitarbeiter sollte wissen, nach welchen Kriterien Sie ihn bewerten. Außerdem wer ihn beurteilt. Zudem ist es wichtig, dass Ihr Mitarbeiter weiß, wann die Leistungsprämie zu erwarten ist.
  • Partizipation kommt an dritter Stelle. Geben Sie Ihrem Mitarbeiter die Möglichkeit, sich an dem Prozess der Leistungsbeurteilung zu beteiligen. Infolgedessen sind Mitarbeitergespräche sehr wichtig. Zudem sollte Ihr Mitarbeiter Einfluss auf die Bewertung haben dürfen. Im Idealfall besprechen Sie vorab die Ziele.

Leistungsgerechte Bezahlung – mit dem richtigen Entlohnungsmodell für Spitzenleistung sorgen

Es gibt viele Entlohnungsmodelle. Zudem bieten sich diese für fast alle Bereiche an. Aber welches Modell ist nun das richtige? Das ist abhängig von dem Bereich. Zum Beispiel ist eine leistungsgerechte Bezahlung im Verkauf sehr viel einfacher als in anderen Bereichen. Denn im Verkauf kann der Umsatz als Grundlage genutzt werden. Welche Möglichkeiten es gibt, sehen Sie in den folgenden drei Grundlagen.

Leistungsgerechte Bezahlung auf der Grundlage von Umsatz

Bleiben wir bei dem Beispiel Verkauf. Hierbei ist es wichtig, dass bei allen Mitarbeitern das Grundgehalt gleich bleibt. Allerdings nur, wenn dieselben Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen vorhanden sind. Demnach erhalten die Mitarbeiter zum Beispiel einen Grundlohn von 2.000 Euro. Je nach Umsatz gibt eine Extravergütung.

Tipp: Diese könnte beispielsweise wie folgt aussehen:

  • monatlicher Umsatz von 30.000 Euro: 100 Euro Extravergütung
  • monatlicher Umsatz von 40.000 Euro: 150 Euro Extravergütung

 

So könnte die Staffelung immer weiter gehen. Somit weiß Ihr Mitarbeiter, wenn er einen Umsatz von 30.000 Euro erreicht, bekommt er 100 Euro zusätzlich zu seinem Gehalt. In der Regel sind die Mitarbeiter motiviert, mehr zu erreichen. Denn je höher der Umsatz, desto mehr Lohn.

Leistungsgerechte Bezahlung auf der Grundlage von Ertrag

Bei dieser Grundlage wird die Extrazahlung nicht von dem Gesamtumsatz ermittelt. Der Ertrag errechnet sich aus der Ermittlung einer Differenz. Und zwar zwischen dem Einkaufs- und dem Verkaufspreis. In den meisten Fällen ist dann die zu erreichende Summe geringer als bei dem Umsatz. Ein Beispiel sehen Sie nachstehend:

  • monatlicher Ertrag von 20.000 Euro: 50 Euro Extravergütung
  • monatlicher Ertrag von 25.000 Euro: 100 Euro Extravergütung

Auch hier sind die Zahlen nach oben erweiterbar. Je nach Unternehmen.

Leistungsgerechte Bezahlung auf der Grundlage von Vereinbarungen

Dies ist die dritte Grundlage. Vermutlich auch die, die am meisten motiviert. Denn hier treffen Unternehmer und Mitarbeiter eine gemeinsame Entscheidung. Allerdings ist diese Grundlage nicht für alle Bereiche empfehlenswert. Aber zum Beispiel im Bereich Service gut umsetzbar.

In der Vereinbarung haben Sie die Möglichkeit, die Anzahl der Extravergütungen selber zu bestimmen. In dem folgenden Beispiel finden Sie eine Variante, wie so eine Vereinbarung aussehen könnte:

  • Der Grundlohn beträgt 2.000 Euro.
  • Bei einer Reklamationsquote von unter 3 Prozent gibt es 100 Euro Extra.
  • Bei einer Reklamationsquote von unter 2 Prozent erhält der Mitarbeiter zusätzlich 150 Euro.
  • Beträgt die durchschnittliche Antwortzeit bei einer Kundenanfrage nicht mehr als eine Stunde, kommen 200 Euro dazu.
  • Sind die Kundenbewertungen bei mindestens 90 Prozent mit gut markiert, gibt es eine Extravergütung von 200 Euro obendrein.

Wenn Ihre Mitarbeiter alle Punkte erfüllen, erhalten sie einen Aufschlag von 650 Euro. In Summe ist das ein Lohn von 2.650 Euro.

Fazit zu leistungsgerechter Bezahlung

Es gibt viele Möglichkeiten, Mitarbeiter zu motivieren. Aber eine leistungsgerechte Bezahlung ist vermutlich die erfolgreichste. Zudem profitiert nicht nur Ihr Mitarbeiter davon. Auch Sie als Unternehmen partizipieren an dem Erfolg, der dadurch entsteht. Doch auch Ihre Kunden ziehen einen Nutzen davon: Sie werden zeitnah betreut und freundlicher behandelt. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter nicht nur motivierter, sondern auch allgemein der Arbeit gegenüber positiver eingestellt sind.

Wichtiger Hinweis: Beachten Sie hierbei aber die richtige Bewertung der Mitarbeiter. Denn diese ist unabdingbar, um sie zu motivieren. Fühlen sich die Mitarbeiter zum Beispiel unfair behandelt, können Sie noch so hohe Extrazahlungen leisten – die echte und ehrliche Motivation bleibt hierbei aus.

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