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Jobsuchmaschinen: Übersicht, Vorteile und Nachteile

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Jobsuchmaschinen

Wer auf der Suche nach qualifiziertem Personal ist, muss zuweilen alle Register ziehen, um geeignete Fach- und Führungskräfte zu finden. Der Fachkräftemangel und die Digitalisierung hinterlassen ihre Spuren. So ist es nicht mehr nur ausreichend, Stellenannoncen in der Tageszeitung zu schalten. Immer mehr Unternehmen setzen auf Jobsuchmaschinen. In diesem Artikel lesen Sie, welche Vor- und Nachteile mit Jobsuchmaschinen einhergehen, was Sie beim Schalten von Stellen beachten sollten und welche Stellensuchmaschinen hierzulande stetig auf dem Vormarsch sind.

Jobsuchmaschinen vs. Stellenbörsen – was ist eigentlich der Unterschied?

Der Begriff „Jobsuchmaschine“ setzt sich aus zwei zentralen Themenkomplexen zusammen: Job und Suchmaschine. Was Yahoo, Google und Ecosia für Suchanfragen im Internet sind, stellen Indeed, Kimeta und Co. für vakante Positionen dar. Kurzum: Über eine Jobsuchmaschine lassen sich zahlreiche Stellenanzeigen ausfindig machen. Das können sich nicht nur Arbeitssuchende zunutze machen, sondern eben auch Unternehmen und Recruiter.

Die Besonderheit liegt darin, dass die Suchmaschine einen Überblick über externe Inhalte gibt, wohingegen die Stellen auf Stellenbörsen beim jeweiligen Anbieter geschaltet werden müssen. Das bedeutet: Arbeitssuchende müssen nicht unterschiedliche Stellen konsultieren, sondern können sich über die Jobsuchmaschine einen Überblick über verschiedene Stellenangebote verschaffen. Meistens haben User die Möglichkeit, über die Jobsuchmaschine zur originalen Stellenanzeige auf der Unternehmenswebsite zu kommen.

Wichtiger Hinweis: Die Grenzen zwischen Jobsuchmaschinen und Stellenbörsen sind mittlerweile fließend. Zahlreiche Suchmaschinen extrahieren bzw. aggregieren nicht nur Stellenanzeigen, sondern bieten Unternehmen auch die Option, Annoncen über die Suchmaschine zu schalten. Vielmals sind prominent hervorgehobene Stellenanzeigen kostenpflichtig. So nutzen Stellensuchmaschinen den Monetarisierungseffekt.

Welche Kriterien sind bei Jobsuchmaschinen relevant?

Für Arbeitgeber ist in erster Linie wichtig, dass eine Stellenanzeige gut gefunden wird. Wer nicht unbedingt viel Geld in die Hand nehmen möchte, um eine gute Positionierung eines Jobangebots zu forcieren, sollte einige wesentliche Dinge beachten.

Es bietet sich an, sich in die Rolle des Suchenden hineinzuversetzen. Was sind die Kriterien, die für einen Arbeitssuchenden von Relevanz sind? In aller Regel wird das die Jobbezeichnung sein. In den meisten Suchmaschinen können Suchende außerdem den Arbeitsort festlegen. Positionsbezeichnung und Arbeitsort sind also die zwei wesentlichen Punkte, die die Stellenanzeige ausmachen.

Und gerade hierbei gilt es, kreativ zu werden. Denn: Ähnlich wie im „echten“ Internet, ist es auch bei Jobsuchmaschinen empfehlenswert, gut gefunden zu werden. Das geht besser, wenn Arbeitgeber den einen oder anderen Trick anwenden.

Stellenanzeigen schalten: Tipps und Tricks für Arbeitgeber

Wer Stellenanzeigen schaltet und möchte, dass diese bei Jobsuchmaschinen gut gefunden werden, sollte auf einige Dinge Acht geben. Da wäre zum einen die Jobbezeichnung. Selbstverständlich muss diese nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz geschlechtsneutral formuliert sein. Es empfiehlt sich hierbei aber, auf den Einschub in Klammern (m/w/d) zu setzen und die maskuline Form der Jobbezeichnung zu wählen. Denn: Auch wenn geschlechtsneutrale Sprache bzw. Gendern einen immer größeren Stellenwert in der Gesellschaft einnimmt – die meisten Jobsuchenden geben die männliche Form ein. Die wenigsten (Bewerberinnen) suchen gezielt nach dem Begriff „Personalreferentin“.

Im gewählten Beispiel „Personalreferent (m/w/d)“ lässt sich eine weitere Besonderheit aufzeigen. Viele Suchende geben in die Suchmaske der jeweiligen Jobsuchmaschine nicht unbedingt „Personalreferent“ an. Viele vakante Stellen sind nämlich nicht nur unter einer Jobbezeichnung zu fassen, sondern vielleicht unter einem Übergriff. Das wäre im Beispiel „Personal“. Hier ist es sinnvoll, auf die Stellenbezeichnung „Referent Personal / HR (m/w/d)“ zu setzen.

Auf diese Weise lässt sich nicht nur der Überbegriff „Personal“ nutzen – es kommt außerdem ein Synonym zum Einsatz. Und auch das ist mehr als empfehlenswert: Arbeiten Sie in jedem Fall mit Synonymen, um ein möglichst breites Suchspektrum abzudecken.

Jobsuchmaschinen: Vor- und Nachteile für Arbeitgeber

Jobsuchmaschinen bieten die Option, die Reichweite von Stellenanzeigen merklich zu vergrößern. Gerade in Zeiten des War for Talent wird es immer wichtiger, möglichst viele geeignete Bewerber anzusprechen. Das kann die eigene Firmenwebseite in der Regel nicht leisten – ein klarer Pluspunkt für Jobsuchmaschinen.

Ein weiterer Vorteil einer Jobsuchmaschine ist das einfache Handling. Entweder die Suchmaschine sucht sich die Informationen selbst heraus und aggregiert eine Stellenübersicht. Oder sie arbeitet mit einfachen Mechanismen, sodass es in der Regel schnell und einfach geht, die Jobausschreibung zu veröffentlichen.

Ebenso schnell und einfach können sich Bewerber darauf dann auch melden. Viele Suchmaschinen bieten Jobsuchenden nämlich die Möglichkeit, sich mit nur wenigen Klicks zu bewerben. Diese intuitive und oftmals mobile Bewerbung wird auf Bewerberseite als praktisch empfunden. Personalverantwortliche profitieren einerseits von einer wachsenden Zahl an Bewerbungen, die aber andererseits mitunter von schlechterer Qualität sind.

Was ebenfalls als Schwäche von Jobsuchmaschinen wahrgenommen werden könnte, ist die hohe Konkurrenz. Wie bereits erwähnt, monetarisieren Suchmaschinen gute Positionen. Kostenfreie Stellenanzeigen, die dann geschaltet werden, wenn die Konkurrenz hoch ist, haben das Potenzial, schnell in den unsichtbaren Bereich zu rücken.

Jobsuchmaschinen in der Übersicht

Zu den bekanntesten Jobsuchmaschinen zählt Kimeta. Bei dieser Suchmaschine handelt es sich nicht um eine branchenspezifische, sondern um eine generalistische Stellenübersicht. Das bedeutet: Von A wie Automechaniker bis hin zu Z wie Zahntechniker wartet die Stellensuchmaschine mit unterschiedlichsten Jobannoncen auf. Einen Vorteil für potenzielle Bewerber und somit auch für Arbeitgeber stellen die vielen Filterfunktionen dar. Zusätzlich zum Arbeitsort lässt sich beispielsweise noch ein genauer Umkreis festlegen.

Indeed ist eine Mischform aus Suchmaschine und Stellenbörse. So können Unternehmen in dem Portal nicht nur gefunden werden, sondern auch aktiv Stellen schalten. Eine Platzierung unter den ersten Suchergebnissen ist mit einem Aufpreis verbunden. Indeed punktet zudem mit einer eigenen App, die die Handhabung für Bewerber noch einfacher gestaltet. Ebenfalls ein Vorteil: Indeed wertet nicht nur deutschsprachige Ergebnisse aus, sondern auch internationale.

Weitere Jobsuchmaschinen stellen außerdem Jobrapido und Careerjet dar. Der Funktionsumfang dieser beiden Stellensuchmaschinen unterscheidet sich nur kaum von anderen Jobsuchmaschinen. Wer als Arbeitgeber Wert auf eine große Reichweite legt, tut gut daran, die Platzierung in einer gut frequentierten Suchmaschine zu forcieren.

Da Arbeitssuchende immer anspruchsvoller werden, ist es nicht nur damit getan, gut gefunden zu werden. Unternehmen müssen auch aktiv an einem guten Employer Branding arbeiten, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Positive Arbeitgeberbewertungen auf Jobsuchmaschinen oder bestimmten Portalen sind ein weiterer Faktor, der für potenzielle neue Mitarbeiter immer mehr an Relevanz gewinnt.

Autor: Johanna Wirsing

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