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Wie Sie Jobenrichment als qualitative Methode der Personalentwicklung nutzen können

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Jobenrichment

    Jedes Unternehmen hat den Anspruch, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu motivieren und zu fördern und die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Belegschaft zu professionalisieren. Dazu nutzen Betriebe verschiedene Methoden aus dem Bereich der Arbeitsmotivation. Hierbei kann es sich zum Beispiel um nutzenbringende Seminare, Incentives oder Gratifikationen handeln. Trotz aller monetären Maßnahmen zur Arbeitsmotivation, Corporate Benefits sowie einer adäquaten Stellung im Betrieb mag sich bei Angestellten Frust einstellen. Sie verspüren nach Jahren erfolgreicher Tätigkeit in diesem Fallen den natürlichen Drang, eine neue Herausforderung anzustreben und sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Routine und Monotonie, sowie das Gefühl, im Laufe der Anstellungsphase alles erreicht zu haben, bewirkt bei manchem Mitarbeiter mit der Zeit eine innere Kündigung und einen sogenannten Dienst nach Vorschrift.

    Nachhaltige Umstrukturierung: Das steckt dahinter

    Durch interne Umstrukturierungsmaßnahmen und eine nachhaltige Qualifizierung kann dieser Trend im Unternehmen in vielen Fällen abgeschwächt oder umgedreht werden. Neben der reinen Umstrukturierung von Tätigkeitsbereichen gibt es mit dem sogenannten Jobenrichment eine weitere Methode, Mitarbeiter in Bezug auf die Arbeitsgestaltung und Arbeitsmotivation zu fördern.

    Unter Jobenrichment im Personalwesen bzw. der Personalentwicklung versteht man die kompetente Zuweisung von zusätzlichen Arbeitsaufgaben auf einem höheren Anforderungsniveau. Im Gegensatz zu einer Umstrukturierung, bei der in der Regel der gesamte Tätigkeitsbereich verändert wird, überträgt man dem Beschäftigten beim Jobenrichment zusätzliche Tätigkeiten im Unternehmen. Diese ergänzenden Arbeitsaufgaben sollten zur fachlichen und persönlichen Qualifikation des Mitarbeiters passen. Job-Enrichment kann proaktiv im Rahmen der Personalentwicklung oder als Teil von Restrukturierungsmaßnahmen im Unternehmen umgesetzt werden. Führungskräfte und Personaler handeln zielführend, wenn sie sorgfältig abwägen, ob und für welche Mitarbeiter Jobenrichment in Frage kommt.

    Erfahren Sie im Folgenden:

    • Was Jobenrichment für ein Unternehmen bedeutet.
    • Welche Unterschiede zwischen Jobenrichment und Jobenlargement bestehen.
    • Welche Beispiele es für erfolgreiches Jobenrichment gibt.
    • Wie Job-Enrichment im Personalwesen bzw. der Personalentwicklung funktioniert.
    • Was Führungskräfte beim Jobenrichment beachten sollten.
    • Welche Vorteile Jobenrichment für das Unternehmen und den Mitarbeiter bietet.

    Was bedeutet Jobenrichment für ein Unternehmen?

    Jobenrichment wird ins Deutsche mit dem Wort Arbeitsbereicherung übersetzt. Diese Übersetzung drückt gut aus, dass Job-Enrichment im Unternehmen jederzeit mit einer Verbesserung oder Kräftigung der Tätigkeit einhergeht. Man kann Jobenrichment aus diesem Grund als eine stringente Strategie der Personalgestaltung beschreiben, bei der einem Mitarbeiter zusätzlich zum aktuellen Arbeitsbereich weitere Aufgaben zugeteilt werden. Der Aufgabenbereich des Mitarbeiters wird konsequent und zielgerichtet um höherwertige Tätigkeiten amplifiziert. Abgestimmt auf einzelne Tätigkeiten kann es sich hierbei um:

    • mehr Verantwortung im Unternehmen,
    • die Übernahme von Schnittstellenverantwortlichkeiten,
    • eine höhere Kompetenzen bei Planungstätigkeiten,
    • die Übernahme von Aufgaben in der Qualitätskontrolle,
    • oder tätigkeitsspezifische Aufgaben

    handeln. Durch dieses Vorgehen wird die Tätigkeit des Mitarbeiters anders ausgedrückt auf ein höheres Anforderungsniveau gehoben. Jobenrichment oder Arbeitsbereicherung kann die logische Folge einer erfolgreichen Weiterbildung oder Qualifizierungsmaßnahme eines Mitarbeiters sein. Nach dem Erwerb der zusätzlichen Kenntnisse und Fähigkeiten ist es dem Beschäftigten möglich, alle Arbeitsabläufe im Betrieb und die persönliche Arbeitsgestaltung auf einem höheren Niveau auszuführen. Dies impliziert für ihn, mehr Verantwortung zu übernehmen und die Arbeitseffektivität zu steigern.

    Jobenrichment und Jobenlargement: Welche Unterschiede gibt es?

    Jobenrichment im Personalwesen bzw. der Personalentwicklung ist als Methode nicht mit dem sogenannten Jobenlargement zu verwechseln. Beim Jobenlargement, das im deutschen Sprachgebrauch mit Arbeitserweiterung wiedergegeben werden kann, erhält ein Mitarbeiter additionale Aufgabenbereiche in der gleichen Qualifikationsstufe. Die zusätzlichen Tätigkeiten befinden sich generell auf demselben Anforderungsniveau.

    Beispiel: Ein Mitarbeiter, der die Eingangspost eines großen Betriebes strukturiert, erhält eine neue Aufgabe. Zusätzlich zu eingehenden Sendungen überträgt ihm das Unternehmen die Verantwortung über die Ausgangspost. Das sich die neue Aufgabe auf einem äquivalenten Arbeitsniveau befindet, kann die Neustrukturierung seines Aufgabenbereiches als Jobenlargement bezeichnet werden. Würde ihm zusätzlich zur Postbearbeitung der telefonische Kundenservice übertragen werden, müsste dies unter dem Oberbegriff Jobenrichment zusammengefasst werden.

    Selbst wenn im betrieblichen Alltag die Grenzen zwischen Job-Enrichment und Jobenlargement fließend sein können, bezieht sich Jobenrichment eindeutig auf eine Erweiterung der Aufgabenbereiche um höherwertige Tätigkeiten. Zusammengefasst handelt es sich bei Jobenlargement um eine quantitative Aufgabenerweiterung, während Jobenrichment sich auf die qualitative Vergrößerung der Tätigkeitsbereiche fokussiert.

    Personalentwicklung und Jobenrichment

    Unternehmen handeln effektiv, wenn sie Jobenrichment professionell mit Maßnahmen zur Personalentwicklung verknüpfen. Personalentwicklung verfolgt fokussiert den Zweck, jeden Mitarbeiter individuell zu fördern und seine Stärken und Qualifikationen weiterzuentwickeln. Erfolgreiche Unternehmen verbinden aus diesem Grund Jobenrichment zielgerichtet mit einer erfolgreichen Schulungsmaßnahme. Dies hat zur Folge, dass die Arbeitsmotivation des Mitarbeiters wahrnehmbar während der Fortbildung steigt. Mehr Verantwortung im Betrieb zu übernehmen oder andere Tätigkeiten auszuführen steigert nachhaltig die Identifikation. Jobenrichment ist ergänzend in vielen Fällen mit einer Gehaltserhöhung oder weiteren innerbetrieblichen Vergünstigungen verbunden, was zusätzlich förderlich wirkt.

    Es ist nachvollziehbar, dass ein Arbeitsplatz, der mit höherwertigen Tätigkeiten angereichert wird, für Mitarbeiter attraktiver wird. Jobenrichment hat somit einen direkten Effekt auf die Eigeninitiative von Beschäftigten. Es stärkt die langfristige Arbeitsmotivation und fördert die Lernbereitschaft. Das Unternehmen profitiert durch einen interessierten und engagierten Mitarbeiter vor allem durch eine höhere Effizienz. Es ist aus diesem Grund zielführend, Maßnahmen der Personalentwicklung direkt mit Jobenrichment zu verbinden und durch dieses Vorgehen Personen gezielt und nachhaltig zu fördern.

    Beispiel für Jobenrichment:

    Es gibt verschiedene Modelle für funktionierendes und professionelles Jobenrichment.

    Ein nachvollziehbares Beispiel betrifft einen Mitarbeiter im Fertigungsbereich eines Unternehmens. Seine bisherige Aufgabe bestand darin, Einzelteile per Hand zu einem Produkt aufzuarbeiten. Der Beschäftigte gilt im Unternehmen als zielstrebig, belastbar und lernbereit. Im Rahmen einer nachhaltigen, innerbetrieblichen Strategie zur Personalentwicklung wurde ihm der Besuch eines Fortbildungskurses angeboten. Ziel dieser Maßnahme war es, die Bedienung einer komplizierten Fertigungsmaschine im Unternehmen zu erlernen.

    Nach bestandener Prüfung wird dem Mitarbeiter die zusätzliche Aufgabe übertragen, die Maschine zu bedienen und zu warten. Somit besteht sein Aufgabenbereich ab sofort aus den Bereichen Maschinenbedienung und Fertigung. Der Betrieb profitiert unmittelbar und langfristig durch die Weiterbildungsmaßnahme. Neben der Tatsache, dass kein externer Bewerber eingestellt werden muss, der sich um den technischen Support kümmert, steigt gleichzeitig die Effizienz und die Arbeitsmotivation des geförderten Mitarbeiters.

    Am Beispiel wird deutlich, dass Jobenrichment generell den Zweck verfolgt, den betreffenden Mitarbeitern einen höherwertigen, verantwortungsvolleren Arbeitsplatz zu übergeben. Dabei ist es denkbar, nahezu jeden Posten durch Jobenrichment aufzuwerten und zu professionalisieren. Beispielhaft können Fachbereiche, wie die allgemeine Verwaltung oder der Versandbereich eines Lagers angeführt werden. Immer dann, wenn ein Betriebsangehöriger qualifiziertere Tätigkeiten zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben übernimmt, wird Jobenrichment effektiv im Unternehmen umgesetzt.

    Professionelles Jobenrichment im Personalwesen: So kann man es implementieren

    Arbeitsbereicherung oder Jobenrichment sind eng mit Maßnahmen zur Personalentwicklung verknüpft. Aus diesem Grund beginnt Jobenrichment mit einer genauen Beobachtung der Fähigkeiten, Qualifikationen und der Arbeitseinstellung des Mitarbeiters. Hierbei sind die Führungskräfte eines Unternehmens in erster Linie gefordert. Sie kennen ihre Mitarbeiter und können eindeutige Aussagen zur intrinsischen Arbeitsmotivation und zur Qualität der Arbeitsleistung abgeben.

    Zusätzlich haben Sie einen tiefgehenden Einblick in die persönliche Arbeitsgestaltung jedes Mitarbeiters. In regelmäßigen Feedbackgesprächen ist es Ihnen möglich, Schwachstellen eines Teammitgliedes zu bestimmen und geeignete Maßnahmen zur Förderung einzuplanen. Gleichzeitig haben Führungskräfte die Möglichkeit, die besten Mitarbeiter ihrer Abteilung individuell zu fördern und durch Jobenrichment die Arbeitsmotivation im Team zu vergrößern.

    Wie zielgerichtete Jahresgespräche Jobenrichment unterstützen

    Jobenrichment hat das Ziel, die Arbeitsmotivation und Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters zu verbessern. Zusätzlich fokussiert es sich darauf, Beschäftigte positiv und langfristig an das Unternehmen zu binden. Neben der fortlaufenden Beobachtung der Arbeitsleistung können Führungskräfte die Jahres- oder Feedbackgespräche nutzen, um potenzielle zusätzliche Aufgaben nutzenorientiert mit dem Mitarbeiter zu diskutieren. Durch eine auf den Beschäftigten ausgerichtete Kommunikation und aufrichtiges Lob kann bereits das Andenken weiterer Rollen oder Funktionsbereiche einen Motivationsschub beim Angestellten auslösen. Des Weiteren kann der Mitarbeiter im vertrauensvollen Dialog seine eigenen Ideen einbringen oder Bedenken bezüglich der Erweiterung seines Aufgabenbereiches anbringen.

    In Jahres- oder Feedbackgesprächen erfahren Führungskräfte viel über die Arbeitsmotivation Ihrer Mitarbeiter. Sie verstehen durch zielgerichtete Fragen noch besser die Beweggründe und Haltungen für Karriereziele der Angestellten. Abseits von Zielvorgaben und Feedback können Führungskräfte in Jahresgespräche eruieren, ob Jobenrichment eine Möglichkeit auf Weiterentwicklung für den Mitarbeiter darstellt. Erfahren Führungskräfte im Jahresgespräch, dass der Mitarbeiter sich derzeit weiterführenden Aufgaben noch nicht gewachsen sieht, ist Jobenlargement eine alternative Chance zur Unternehmensbindung. Alternativ kann durch Job-Rotation die Chance eingeräumt werden, den neuen Arbeitsbereich und seine spezifischen Anforderungen besser kennenzulernen. Im Nachgang können Führungskraft und Mitarbeiter faktenorientiert entscheiden, ob die höherwertigen Aufgabenbereiche im Rahmen von Jobenrichment übernommen werden können.

    Ein erfolgreiches Jobenrichment wird dann effizient umgesetzt werden können, wenn eine moderne 360 Grad Feedbackkultur im Unternehmen vorhanden ist. Agieren Führungskräfte offen und zeichnen sich durch einen modernen Führungsstil aus, werden Mitarbeiter in Jahresgesprächen ihre eigenen Entwicklungsmöglichkeiten proaktiv ansprechen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung nutzen.

    Was Führungskräfte generell beachten sollten

    Führungskräfte sollten bei der Implementierung von Maßnahmen im Bereich Jobenrichment faktenorientiert und professionell vorgehen. Es ist ihnen nicht möglich, jeden Wunsch eines Mitarbeiters auf eine qualitativ höherwertige Position umzusetzen. Neben den fachlichen Voraussetzungen müssen vor allem die innerbetrieblichen Rahmenbedingungen Jobenrichment zulassen. Besteht derzeit nicht die Möglichkeit, weitergehende Aufgaben zu verteilen, sollte dies dem Mitarbeiter offen und ehrlich kommuniziert werden. Gleichzeitig kann durch den Aufbau eines Talentpools und durch stringente Förderung und Weiterbildungsmaßnahmen ein zukunftsorientiertes Signal gesendet werden. Dies mag der Grundstein sein, Jobenrichment zu einem späteren Zeitpunkt umzusetzen.

    Vorsicht bei voreiligen Entscheidungen

    Beschäftigen sich Führungskräfte nicht umfassend und intensiv mit der individuellen Qualifikation des Mitarbeiters, kann eine voreilige Entscheidung für Jobenrichment ebenfalls zu Problemen führen. Orientieren sich die neuen Tätigkeiten nicht an seinen nachweisbaren Kompetenzen, sondern sind eine reine Gefälligkeitsleistung, kann dies Beschäftigte schnell überfordern. Das Ergebnis solch oberflächlicher Entscheidungen sind Demotivation und Effizienzeinbußen. Die Qualifikation und eine umfangreiche Weiterbildung sollten jederzeit die Grundlage für Jobenrichment bilden.

    Moderne Führungskräfte können dies nutzen, um die eigene Arbeitsbelastung zu minimieren. Durch das geschickte delegieren von Aufgabenbereichen an qualifizierte Mitarbeiter gewinnen Führungskräfte mehr Zeit für ihre Leitungsaufgaben. Unternehmen mit flachen Hierarchien und einer innovativen Führungskultur profitieren somit in doppelter Hinsicht von Jobenrichment.

    Nachwuchsförderung und Gehaltsanpassungen im Rahmen von Jobenrichment

    Neben einer Delegation bestimmter Aufgaben führen diese durch gezieltes Jobenrichment (JE) des Weiteren neue Mitarbeiter an Führungspositionen heran. Wird eine Vakanz spontan durch Eigenkündigung oder eine Erweiterung der Geschäftstätigkeit frei, können umgehend Führungskräfte aus dem eigenen Betrieb rekrutiert werden. Zusätzlich wird die Nachwuchsförderung durch gezieltes Jobenrichment gefördert. Dies ist vor allem aus dem Grund der Fall, da Mitarbeiter durch JE wirkungsvoll auf bisher verborgene Talente und Potenziale getestet werden können.

    Für Beschäftigte werden mögliche Gehaltssteigerungen im Zusammenhang mit Jobenrichment ein wichtiges Faktum sein. Führungskräfte tun gut daran, in diesem diffizilen Bereich professionell zu kommunizieren. Nicht automatisch hat die Übernahme einer höherwertigen Aufgabe eine Erhöhung des Entgelts zur Folge. Ein neuer Tätigkeitsbereich kann zu einer hohen Demotivation führen, wenn Mitarbeiter keinen echten Benefit für sich und ihre Leistung erkennen.

    Statt einem persönlichen Aufstieg spüren Mitarbeiter in diesem Fall einen gesteigerten Druck durch die Erweiterung des Tätigkeitsbereiches ohne Ausgleich. Eine Kompensation für Jobenrichment muss nicht ausschließlich im finanziellen Bereich liegen. Denkbar sind mit der Entscheidung verbundene Karrieremöglichkeiten oder andere Vergünstigungen im Unternehmen. Führungskräfte sollten generell vor der Entscheidung für Jobenrichment den persönlichen Mehrwert für den Mitarbeiter bestimmen und diesen offen kommunizieren. Dazu gehört eine ehrliche Information, ob und wann eine Entgeltsteigerung erfolgt.

    Wie ein Mentorenprogramm Jobenrichment unterstützen kann

    Ist die endgültige Entscheidung für Jobenrichment gefallen, geht es an die praktische Umsetzung. Die Motivation und Leistungsbereitschaft des Angestellten wird anfängliche Fehler oder Schwierigkeiten beim Ausführen der neuen Aufgaben kompensieren. Erfolgreiche Unternehmen gehen beim JE noch einen entscheidenden Schritt weiter, um ihre Mitarbeiter wirkungsvoll zu unterstützen. Durch ein durchdachtes Mentoring stellen sie sicher, dass Beschäftigte in neuen Aufgabenbereichen zu jeder Zeit einen erfahrenen, qualifizierten und fachlich versierten Mentor an ihrer Seite haben.

    Ein Mentorenprogramm ist für alle Beteiligten sinnvoll. Der Mitarbeiter, der Support erhält, schätzt die wertvollen Informationen und eine adäquate Einarbeitung. Ein Mentor hat im Gegenzug viel Freude daran, sein Fachwissen nutzenorientiert weiterzugeben. Vielfach sind mit einer Mentorentätigkeit weitere innerbetriebliche Vergünstigungen oder ein höheres Ansehen verbunden, was eine zusätzliche Motivation für Mentoren darstellt. Für den Mitarbeiter mit neuen Aufgabenbereichen bedeutet ein Mentor vor allem ausgeprägte Sicherheit. Bei komplizierten Problemstellungen oder fachlichen Fragen steht jederzeit ein erfahrener Kollege zur Verfügung, der im Ernstfall aushelfen kann. Ein Unternehmen, das Job Enrichment auf diese Weise unterstützt, vergrößert die Arbeitsmotivation aller Beteiligten und erhöht fortlaufend das Employer Branding.

    Welche Vorteile bietet JE für das Unternehmen und den Mitarbeiter?

    Die Vorteile eines professionellen Jobenrichments liegen sowohl für Arbeitnehmer wie für das Unternehmen klar auf der Hand:

    Vorteile Arbeitnehmer Vorteile Unternehmen
    Steigerung der Arbeitsmotivation Höhere Effizienz und Produktivität
    Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten Aufbau eines Talentpools für Führungskräfte oder zur Nachwuchsförderung
    Stärkung der Unternehmensbindung Mögliche Kostenersparnisse
    Besseres Verständnis über Betriebsabläufe Erhöhung des Employer Branding

    Zusammenfassung und Fazit

    Jobenrichment im Personalwesen bzw. der Personalentwicklung ist eine beliebte und zielführende Methode zur nachhaltigen Arbeitsmotivation engagierter Mitarbeiter. Die deutsche Übersetzung des Wortes Jobenrichment verdeutlicht dies, da sie den Begriff mit Arbeitsbereicherung gleichsetzt. Dieser Begriff macht klar, dass Jobenrichment das Ziel hat, qualifizierten Mitarbeitern zusätzliche Aufgabenbereiche auf einem höheren Arbeitsniveau zu übertragen. Hier kann der größte Unterschied zum Fachbegriff Jobenlargement festgemacht werden. Jobenlargement bezeichnet ausschließlich die Übernahme weiterer Tätigkeiten im äquivalenten Qualifikationsbereich.

    Jobenrichment geht in vielen Fällen mit zielgerichteten Qualifizierungsmaßnahmen einher und hat das erklärte Ziel, Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Des Weiteren nutzt es umfassend die vorhandenen Talente oder Potenziale eines Angestellten. In der ersten Zeit der Übernahme von mehr Verantwortung oder weiteren Aufgaben kann ein erfahrener Mentor Sicherheit vermitteln und zur Beantwortung von Fachfragen zur Verfügung stehen.

    Nutzen Sie die wirkungsvolle Methode auch in Ihrem Unternehme

    Jobenrichment ist eine wirkungsvolle Methode im Bereich der innerbetrieblichen Personalentwicklung. Personaler und Führungskräfte haben mit dieser Maßnahme eine weitere Stellschraube zur Optimierung moderner Personalentwicklungsprogramme. Diese können sie positiv nutzen, um die Arbeitsmotivation und die Arbeitsgestaltung im Betrieb zu professionalisieren. Damit unterstützen sie die Nachwuchsförderung nachhaltig.

    Die Führungskräfte eines Unternehmens übernehmen bei der kompetenten Umsetzung von Jobenrichment eine besondere Verantwortung. Sie kennen ihre Mitarbeiter und deren Qualifikation und erarbeiten geeignete und individuelle Maßnahmen für jedes Teammitglied. In Jahres- oder Feedbackgesprächen nutzen Sie die Chance, Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Rahmen dessen zu besprechen. Vor allem interessieren sie sich für die Meinung und die Ideen der Mitarbeiter. Zusätzlich beziehen sie mögliche Unsicherheiten und Bedenken der Beschäftigten empathisch ein. Die gewonnenen Informationen aus dem Dialog und die Interessen und Ziele des Betriebs stellen die Grundlage für objektive Entscheidungen von Führungskräften dar.

    Zusammengefasst ist dies eine wirkungsvolle Methode, um die Arbeitsmotivation von Mitarbeitern zu fördern. Durch nutzenorientierte Kommunikation und eine stringente Umsetzung im Betrieb wächst die Mitarbeiterbindung. Gleichzeitig können die vorhandenen Qualifikationen und Talente der Beschäftigten optimal genutzt werden. Dies führt im letzten Schritt zu mehr Erfolg, Effizienz, einem gesteigerten Employer Branding sowie einer zukunftsorientierten Unternehmensausrichtung.

    Autor: Torsten Niermann

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