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Instagram erfolgreich nutzen – Das Recruiting-Tool der Zukunft

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Instagram Recruiting

Für viele Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, offene Stellen adäquat zu besetzen. Vor allem junge und gut ausgebildete potentielle Arbeitnehmer werden von Unternehmen geradezu umgarnt. Im Kopf-an-Kopf-Rennen um qualifizierte Arbeitskräfte (dem sog. war for talents) gehen viele Firmen neue Wege – mit Erfolg. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Instagram als Active Sourcing Tool verwenden können. Wir zeigen, wie Sie von Beginn an gravierende Fauxpas vermeiden und ihre Stellenausschreibung effektiv einem wertvollen Publikum präsentieren können.

    Auch im Jahr 2018 bleibt Facebook die bevölkerungsreichste Social-Media-Plattform der Welt. Mit 1,5 Milliarden täglichen Nutzern (Stand Oktober 2018) liegt sie noch weit vor WhatsApp, YouTube, Twitter und Instagram. Nichtsdestotrotz meldet der Internetgigant eine starke Fluktuation jüngerer Nutzer. Viele von ihnen verlassen Facebook, dessen Content immer weniger von Privatpersonen und immer mehr von Kooperationen produziert wird.

    Die wichtigste Alternative lautet: Instagram. Schätzungsweise nutzen über 80% der 14-19-jährigen in Deutschland diesen Fotodienst. Facebook erkannte das Potential von Instagram frühzeitig und übernahm ihn im Jahr 2012 – für eine Milliarde Dollar.

    Wie funktioniert Instagram?

    Instagram unterscheidet sich in vielen Punkten von Facebook und Co. Das Grundkonzept ist das eines persönlichen Foto-Blogs, welcher sich auf das Teilen von audiovisuellen Medien in einem Netzwerk spezialisiert. Jeder Nutzer besitzt ein Profil, auf dem alle geposteten Beiträge gespeichert werden. Inhalte von Nutzern, denen man „folgt“ werden in der Timeline angezeigt. So erhält jeder Nutzer interessenbasiert die Inhalte, die er konsumieren möchte.

    Active Sourcing bei Instagram

    Durch den jungen Altersdurchschnitt ist es naheliegend, dass Instagram auch für viele Unternehmen ein gerne gegangener Weg ist, um junge, zukünftige Arbeitnehmer zu erreichen. Wer jedoch beabsichtigt, Instagram als Active Sourcing Tool zu verwenden, sollte sich zunächst über die Eigenheiten der Plattform bewusst sein: Bei Instagram handelt es sich um ein Netzwerk für private Belange, in dem das Teilen von Inhalten über Bilder und Videos möglich ist. Wir raten deshalb in jedem Fall davon ab, Nutzer direkt anzuschreiben. Dies dient dem Schutz der Privatsphäre.

    Wer auf diesem Terrain eine erfolgreiche Mitarbeitersuche betreiben will, muss daher kreative Leistungen erbringen. Ein Post, der einen Link zur ausgeschriebenen Stelle enthält funktioniert vielleicht auf Facebook – um auf Instagram hervorzustechen muss man kreativ sein und den Geschmack der Zielgruppe treffen.

     

    Wichtiger Hinweis! auf Instagram kann der Link nicht einfach in die Beschreibung des Posts eingefügt werden. Als Alternative hat sich die Implementierung des gewünschten Links (in diesem Fall der zur Karriere Seite) in der Biographie des Profils bewährt.

    Der richtige Content

    Wie also geht man vor? Generell besteht der Fotodienst nicht nur aus dem traditionellen Feed, wie wir ihn auch in Facebook finden, sondern auch aus sogenannten Stories. Diese finden wir mittlerweile ebenfalls in Facebook, dort finden sie allerdings kaum Beachtung. Im Idealfall sollte man beide Kanäle bespielen. Dabei ist es wichtig, dass man unterschiedliches Material auf den Plattformen postet.

    Der traditionelle Feed bei Instagram ist zeitlich unbegrenzt auf Ihrem Unternehmensprofil zu sehen, deshalb ist es hier besonders wichtig, ausschließlich kohärenten und visuell ansprechenden Inhalt zu veröffentlichen. Da beim Aufruf des Unternehmensprofils direkt mehrere gepostete Inhalte zu sehen sind, können wenige unbedachte Posts dazu führen, dass potenzielle Bewerber schnell wieder abspringen.

    Die Stories eignen sich im Recruiting vor allem, um sich authentisch zu verkaufen. Der Unterschied zu dem traditionellen Feed ist, dass Stories nur zeitlich begrenzt abrufbar sind. Für diese Art von Content arbeitet man meist mit Bewegtbild. Instagram-Nutzer konsumieren die Stories meist an einem Stück. Eine Story wird nach der anderen abgespielt. Werden mehrere Stories am gleichen Tag gepostet, werden sie aneinandergehangen und somit zu einer zusammenhängenden Geschichte. Man kann so im Laufe des Tages Spannung aufbauen.

    Tipp: Vermeiden Sie es, sich zu verstellen. Da bei Instagram Bilder und Videos als Medien im Vordergrund stehen, ist dieses Netzwerk prädestiniert für Einblicke hinter die Kulissen. Nutzen Sie diese Art von Präsentation, um potenziellen Bewerbern ein authentisches Bild Ihres Unternehmens zu vermitteln.

    Bei der Produktion von Content für Instagram sind im Gegensatz zu der Produktion von Content für Facebook folgende Punkte zu beachten:

    • Einheitliche Verwendung von Filtern, Schriftarten, Farben etc.
    • Qualität schlägt Quantität
    • Aussagekräftige Bildunterschriften
    • Sinnvolle Verwendung von #Hashtags
    • Darstellung der Fotos in einem 1:1 Verhältnis

    Beispiel für auf Recruiting ausgerichteten Content auf Instagram

    Wer seine Stories mit Leben füllen will, sollte wie oben beschrieben, auf die Produktion von authentischem Content abzielen. Hier könnte man beispielsweise durch eine Story den typischen Arbeitsalltag der ausgeschriebenen Stelle begleiten. Eine Story am Morgen, eine in der Mittagszeit und eine am Nachmittag.

    Der Inhalt muss dabei nicht ausschließlich die ausgeführte Arbeit beschreiben. Wichtiger ist, dass man eine angenehme Arbeitsatmosphäre präsentiert. Beispielsweise können Späße unter Kollegen die Attraktivität der ausgeschriebenen Stelle erhöhen. Führen Sie dies jedoch nicht auf die Spitze. Wie „locker“ eine Story die Sie auf Instagram veröffentlichen sein darf, hängt von Ihrer Branche ab.

    Instagram bietet mittlerweile auch die Möglichkeit, die geposteten Stories als Highlight auf dem Profil zu speichern. Hat eine Story also gut funktioniert, kann man sie für zukünftige Profilbesucher direkt zum Abruf bereitstellen.

    Auch der normale Feed eignet sich, um Aufmerksamkeit auf Ihre Ausschreibung zu lenken. Die Verbindung eines Bildes mit Text hat sich in dieser Kategorie bewährt. Der Text muss in diesem Fall kurz und aussagekräftig sein.

    Wichtiger Hinweis! Auf Instagram kann der Link nicht einfach in die Beschreibung des Posts eingefügt werden. Als Alternative hat sich die Implementierung des gewünschten Links (in diesem Fall der zur Karriere Seite) in der Biographie des Profils bewährt.

    Beispiele für erfolgreiche Nutzer von Instagram als Recruiting Tool:

    Die Liste der Unternehmen die Instagram bereits als Recruiting Tool verwenden ist lang und an Ihrer Spitze steht die Bundeswehr. Auf dem zweiten Platz ist der Kosmetikhersteller L´Oréal zu finden, dicht gefolgt von der Bundespolizei. Weitere Top-Player sind die Lufthansa, McDonalds und Mercedes-Benz. Sie erreichen allein mit ihren Recruiting Profilen zwischen 4000 und 6000 Followern.

    Management des Instagram Accounts

    Um die einheitliche Gestaltung eines Instagram Profils sicherzustellen, ist es empfehlenswert, einen Mitarbeiter zum offiziellen Verantwortlichen der Seite zu ernennen. Die Wahrscheinlichkeit einen freiwilligen Kollegen zu finden ist gar nicht so gering, da diese Aufgabe für viele eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag darstellt und sie somit ihre social-media-Kompetenzen unter Beweis stellen können.

    Fazit: Die Großen machen es vor

    Zusammenfassend kann gesagt werden: Instagram ist zweifelsohne als effektives Recruiting Tool für die jüngeren Generationen verwendbar. Es gewährt einem überwiegend jungen Publikum gezielte Blicke hinter die Kulissen und weckt Neugier. Gleichzeitig kann die Produktion des für den Fotodienst bestimmten Content den bestehenden Mitarbeitern eine Abwechslung zum Alltag bieten. Schließlich wurde Instagram zur Unterhaltung geschaffen. Wer mehr kreativen Input zum Thema Recruiting in Sozialen Medien benötigt, sollte einfach den Recruiting-Seiten der oben genannten Unternehmen Folgen. Dies wird Ihnen dabei helfen, zu entscheiden ob Instagram das richtige Active Recruiting Tool für Ihr Unternehmen ist. Wer mehr über den richtigen Umgang mit der Generation Y lernen möchte findet in unserem Artikel die Generation Y verstehen weitere wichtige Infos und Tipps.

    Autor: Redaktion Personalwissen

    Siegel

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