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Gehälter im Personalwesen: So viel verdienen Personaler in Deutschland

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Gehälter im Personalwesen Deutschland

Gehälter im Personalwesen – eine Thematik, die komplexer nicht sein könnte. Denn: Mittlerweile gibt es eine wachsende Variation an Berufen im Personalwesen. Nicht nur die unterschiedlichen Berufsbilder machen sich am Gehalt bemerkbar, sondern selbstredend auch die Hierarchiestufe innerhalb eines Unternehmens sowie die Branche per se. In diesem Artikel lesen Sie Wissenswertes rund um Gehälter im Personalwesen. Was verdienen Personaler in Deutschland heute und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es zwischen diversen HR-Berufen und unterschiedlichen Branchen?

Verschiedene Berufe und verschiedene Gehälter in Deutschlands Personalabteilungen

„Personaler“ ist ein Begriff, der in aller Regel den Personalreferenten bezeichnet. Auch höher positionierte HR-Verantwortliche – Personalleiter – fallen unter diesen Terminus. Doch die Personalabteilung bzw. die HR-Branche hat sich ebenfalls als Heimat für folgende Berufsbilder etabliert:

  • HR Business Partner
  • Personalentwickler
  • Personaler im Personalmarketing

Dazu gesellen sich dienstleistende Berufe in angrenzenden Bereichen, wie der Beruf des Personaldisponenten oder Personalberaters. So unterschiedlich die Berufe auch sein mögen, sie verbindet alle, dass es im Kern um Beschäftigte von Unternehmen, um Menschen, geht. Kurzum: Die Bandbreite an Berufen mit Personalschwerpunkt ist riesig – und hat auch Auswirkungen auf das Gehalt.

Ein weiteres Differenzierungsmerkmal des Verdienstes ist die Karrierestufe: Einstiegsgehälter unterscheiden sich vom Lohn eines erfahrenen HR-Managers mit tiefgehender Expertise. Trotz aller Unterschieden lassen sich auch Gemeinsamkeiten hervorheben: Grundsätzlich ist der Personalbereich einer jener Bereiche, die verhältnismäßig gut bezahlt sind, obwohl keine „direkte Wertschöpfung“ stattfindet, wie etwa in der Produktentwicklung, im Einkauf oder im Vertrieb.

Grundsätzliche Unterschiede nach Branchen und Unternehmensgröße

Noch heute ist es vor allem in mittelständischen Unternehmen häufig üblich, dass „die Sekretärin“ oder „der Chef“ das Personal nebenher managt. Auch Stellen bei der Agentur für Arbeit werden von einer einzigen Person geschaltet. Prinzipiell kann dies völlig ausreichend sein, um gute Personalarbeit im Unternehmen zu leisten. In den meisten Fällen hat dieses „alte“ Modell jedoch ausgedient.

Steigende Anforderungen in der Personalabteilung: Wachsende Expertise nötig

Die Anforderungen im Personalbereich sind enorm gewachsen und wachsen noch weiter. Folgende Punkte dienen als exemplarische Beispiele:

Um solchen Herausforderungen adäquat zu begegnen, braucht es professionelle Personalarbeit – und ebendiese hat ihren Preis.

Personalarbeit hat ihren Preis: Gehälter im Personalwesen

Professionelle Personalarbeit kostet Unternehmen bares Geld. Geht es schließlich um die Gehälter im Personalwesen, steht nicht nur das Fachwissen eines HR-Verantwortlichen im Mittelpunkt. Auch die Region und die Lebenshaltungskosten haben einen großen Einfluss auf die Verdienstmöglichkeiten in der Personalbranche.

Die Unternehmensgröße ist ebenfalls von Relevanz: Je größer das Unternehmen ist, desto höher sind die Verdienstmöglichkeiten bei allen Berufsgruppen. Dies gilt auch – und da besonders stark – für Berufseinsteiger. Für ein kleines Familienunternehmen mag das Management durch den Inhaber oder einen Sachbearbeiter ausreichend sein. Wer hier als „Personaler“ einsteigt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur für die Personalarbeit eingesetzt. Somit bietet ein „Personaler“ nicht wirklich den Mehrwert, um ein ganzes Gehalt zu rechtfertigen. Bei Unternehmen ab ca. 100 Mitarbeitern kann es sich bereits als sinnvoll erweisen, einen Mitarbeiter explizit für die Personalarbeit einzustellen.

Die besten Verdienstmöglichkeiten haben Personalverantwortliche in Konzernen. Spitzenreiter in puncto Gehälter im Personalwesen bieten die Bereiche F+E, Metall und Elektro sowie die Pharmabranche. Dienstleistende Konzerne zahlen eher höhere Gehälter als produzierende Mittelständler. Bei kleinen Unternehmen entscheidet mehr die finanzielle Situation über das mögliche Gehalt als der Gegenstand der Arbeit.

Was verdienen Personaler in Deutschland?

Wie eingangs erwähnt, arbeitet „der Personaler“ mittlerweile in den verschiedensten Bereichen. Um die Gehälter näher zu erläutern, sollen die häufigsten und typischsten aktuellen Berufsgruppen aus dem Personalbereich aufgezeigt werden.

Die klassische Arbeit in der Personalabteilung

Nach wie vor ist die Personalabteilung eines Unternehmens der „typische“ Arbeitsort für einen Personalverantwortlichen.

  • Personalreferent: Der Personalreferent ist die mittlere Ebene in der Personalabteilung. Alternativ genutzte Begriffe sind beispielsweise HR-Manager oder Personaler. Ein übliches Einstiegsgehalt liegt im Bereich von 2.500 bis 3.300 Euro im Monat. Bei berufserfahrenen Mitarbeitern sind 3.500 bis 5.000 Euro übliche Gehälter.
  • Personalleiter: Bei einem Mittelständler, dessen Personalabteilung aus dem Personalleiter und einem Personalsachbearbeiter besteht, ist ein Gehalt von ca. 4.500 Euro realistisch. Bei einem größeren Unternehmen, bei dem mehrere Mitarbeiter im Personalwesen arbeiten, sind jedoch Gehälter zwischen 6.000 Euro und 9.000 Euro Usus. Als Personalleiter einer deutschlandweit agierenden Abteilung sind nach oben jedoch keine Grenzen gesetzt.
  • HR Business Partner: Business Partner können im Rahmen von Projektarbeit oder in einer Stabsfunktion auftreten. Ihre Position ist gehoben, Gehälter liegen meist zwischen 4.000 Euro und 6.000 Euro.
  • Personalsachbearbeiter / Lohn- und Gehaltsbuchhalter: Hier liegen die Gehälter meist im Bereich zwischen 2.500 Euro bis 3.500 Euro.

Consulting: Gehälter in der Personalberatung

HR-Consulting ist ein wachsender Markt, bei dem die Gehälter je nach Branche und Hierarchieebene variieren können.

  • Recruiter / Consultant: Was in der Personalabteilung der Personalreferent, ist in der Personalberatung entweder der Recruiter oder der Consultant. Die Bezeichnungen variieren, es geht aber um die Trennung von Kundenberatung und Rekrutierung, die Ebene ist etwa gleich. Übliche Gehälter liegen weit gestreut im Bereich von 2.500 Euro und 5.000 Euro monatlich, wobei die Gehälter bei etablierten Unternehmen eher höher angesiedelt sind.
  • Headhunter: Weiter oben in der Hierarchie steht der Headhunter, der häufig zwischen 6.000 und 10.000 Euro verdient, wobei es hier ganz klar auf die vermittelten Karrierestufen ankommt. Wer durch Vermittlung von IT-Spezialisten aus aller Welt sein Geld verdient, hat eher ein höheres Salär als der Headhunter, der lokal ausschließlich mit Mittelständlern arbeitet.

Verdienstmöglichkeiten bei einem Personaldienstleister

Stichwort: Personaldienstleister. Auch hier gibt es einen wachsenden Markt und eine steigende Zahl Beschäftigter, die auf unterschiedliche Gehälter zurückblicken können.

  • Personaldisponent: Bei Zeitarbeitsfirmen, die Zeitarbeit und Personalvermittlung anbieten, ist der „typische“ Mitarbeiter der Personaldisponent. Trotz des teilweise noch schlechten Images der Branche wächst diese und professionalisiert sich, wodurch die Gehälter mittlerweile häufig auf dem Niveau des Personalreferenten liegen, meist jedoch zwischen 2.500 Euro und 4.000 Euro.
  • Niederlassungsleiter: Der Niederlassungsleiter steht verglichen mit dem Niveau der Personalabteilung höher als der Personalreferent und ist dennoch meist niedriger als der Personalleiter anzusiedeln. Meist liegt interne Personalverantwortung für nicht mehr als vier Mitarbeiter vor, weshalb ein Niederlassungsleiter auch operative Aufgaben wahrnimmt. Gehälter zwischen 4.000 Euro und 6.500 Euro sind hier häufig anzutreffen.
  • Teamassistenz: Diese Tätigkeit ist auf Sachbearbeiterebene und wird häufig mit zwischen 2.300 und 3.000 Euro vergütet.

Fazit: Gehälter im Personalwesen hängen von vielen Faktoren ab

Das Gehalt eines „Personalers“ hängt von vielen Faktoren ab (Branche, Berufserfahrung etc.). Sowohl das Einstiegsgehalt als auch die Verdienstmöglichkeiten der Berufsgruppe, der man aktuell angehört, sagen nichts über das Gehalt in fünf Jahren aus. Gerade der Personalbereich ist stark von Quereinsteigern und Wechslern geprägt.

Möglich wäre ein Berufseinstieg als Recruiter in einer kleinen Personalberatung für 2.900 Euro im Monat, dann ein Wechsel als Personalreferent in ein mittelständisches Industrieunternehmen für 3.800 Euro monatlich. Später könnte es sein, dass sich die Option ergibt, für 5.500 Euro im Monat die Niederlassung eines großen Personaldienstleisters zu leiten.

Autor: Redaktion Personalwissen

Siegel

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