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Endlich! Die wichtigsten Führungsinstrumente im Check

© Robert Kneschke/Fotolia
Führungsinstrumente

Wer ein Unternehmen erfolgreich führen möchte, sollte einen ganzen Werkzeugkoffer aus Führungsinstrumenten besitzen und damit umgehen können. Sprechen wir von einem Führungsinstrument, meinen wir bestimmte Techniken und Mittel, die Vorgesetzte einsetzen, um die Leistungen im Unternehmen zu maximieren. Im Folgenden geht es uns um die wichtigsten Führungsinstrumente, ihre Ziele, ihre Aufgaben und Potenziale, die sie für ihren Betrieb mitbringen.

Warum sollten wir Führungsinstrumente einsetzen?

Wer bestimmte Regeln und Vorschriften im Unternehmen festlegen möchte, braucht starke Führungsinstrumente. Damit gelingt zum Beispiel eine effizientere Arbeitsplanung – vorausgesetzt, Sie wissen, wann Sie sich für ein gewisses Führungsinstrument zu entscheiden haben. Das erfordert eine gewisse Fachexpertise und Erfahrung im Umgang mit den unterschiedlichen Techniken. Im besten Fall können die Führungsinstrumente die Vorgesetzten entlasten und entsprechend der Situation das Beste für die innerbetriebliche Leistung bringen. Die Mitarbeiter werden zu leistungsorientiertem Arbeiten motiviert, als nur ihre Zeit abzusitzen und auf den Feierabend zu schauen.

Achtung: Begehen Sie nicht den Fehler und unterschätzen Sie die Kraft und die Macht der unterschiedlichen Instrumente der Führung, sondern nutzen Sie genau die richtige Technik für Ihr Unternehmen. Die Wirkungen und Ergebnisse sind tatsächlich erstaunlich.

Führungsinstrumente und Führungstheorien in der Übersicht

Wir unterscheiden in der Personalführung zwischen acht verschiedenen Führungsinstrumenten, die mit unterschiedlichem Nutzen und Wirkungen verbunden sind:

Delegation von Aufgaben

Ein Vorgesetzter sollte in der Lage sein, Aufgaben abzugeben und zielgerichtet sowie effektiv zu delegieren. Damit kann er seine Verantwortung entlasten und sich Zeit für andere wichtige Dinge schaffen. Zudem führt die Delegation bestimmter Aufgaben zur Autonomie und Vollständigkeit einzelner Mitarbeiter. Im besten Fall fördern Sie die Fertigkeiten innerhalb des Unternehmens und sorgen für eine Weiterbildung der Mitarbeiter im Arbeitsalltag.

Ziele festlegen

Ziele sind ein wichtiger Punkt für die Orientierung von Mitarbeitern. Niemand wird wohl auf Dauer produktiv und vollkommen frei arbeiten. Darüber hinaus benötigen wir Ziele, um zu festen Maßstäben für die Bewertung zu bekommen. Wie können wir die Leistung bewerten, wenn wir keine Ziele haben, die wir zurate ziehen? Wer sich also dieser Führungsinstrumente bedient, muss in den Diskurs mit den Mitarbeitern treten, um gemeinsam die Zielvorgaben festzulegen.

Dabei erfüllen die Ziele die SMART-Vorgaben: Sie sind

  • spezifisch
  • messbar
  • attraktiv
  • und zugleich realistisch und terminiert.

Nur dann ist es möglich, dass die Mitarbeiter ständig in der Lage sind, eben genau diese Zielvorgaben zu erreichen.

Achtung: Sind die Ziele viel zu utopisch oder zu kurzfristig, zu hoch angesetzt, sinkt ebenso die Motivation, sich überhaupt produktiv an die Arbeit zu machen.

Kontrollieren

Die Kontrolle hat nichts mit der Überwachung der Mitarbeiter zu tun! Sie ist lediglich ein Synonym für die Prüfung, ob die festgelegten Ziele auch wirklich erreicht sind. Verzichtet die Führungsetage vollkommen auf die Kontrolle und das damit in Verbindung stehende Führungsinstrument, wirkt sich das demotivierend auf die Mitarbeiter aus. Schließlich erfahren sie dadurch auch eine Form von Wertschätzung.

Achtung: Fehlende Kontrolle kann also die Unvollständigkeit in ein Unternehmen bringen und sich vollkommen destruktiv auf die wirtschaftliche Leistungskraft auswirken.

Feedback

Die Mitarbeiter erhalten nach getaner Arbeit Feedback über ihre erbrachten Leistungen. Gerade die Honorierung von positiven Leistungen und Engagement für das Unternehmen sind besonders wichtig, um die Motivation für zukünftige Projekte zu steigern. Im Gegenzug dazu soll offene und transparente Kritik helfen, schwierige Herausforderungen besser zu bewältigen. Niemals sollte ein Vorgesetzter dabei Angst schüren, sondern vielmehr das Gefühl haben, gemeinsam einen Weg zu gehen.

Entwicklung und Förderung

Mit diesem Führungsinstrument werden Vorgesetzte zum Trainer und zum Coach. Er liegt seinen Angestellten das Gefühl nahe, alles daran zu setzen und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Im Rahmen dieser Führungsinstrumente kommen Seminare und Weiterbildungen zum Einsatz, um die Qualität im Betrieb zu erhöhen. Richtet sich ein Betrieb zum Beispiel International aus und hat englischsprachige Kunden, sollte die Belegschaft auf allen Ebenen die Möglichkeit haben, einen Englischkurs am besten direkt im Unternehmen zu besuchen, um sich weiterzubilden. Diese Angebote werden zumeist dankend angenommen und steigern die Motivation der gesamten Belegschaft.

Informieren

Die zielgerichtete und effektive Verteilung von Informationen ist eines der wichtigsten Grundkonzepte für eine erfolgreiche Unternehmensführung. So sollten Chef und Vorgesetzter alles daransetzen, den Informationsfluss zu verbessern. Positiv spielen in diesen Bereich zum Beispiel Mitarbeitergespräche und Teamgespräche mit ein. Wir erfragen den Status eines Mitarbeiters und versorgen ihn mit relevanten Informationen, die für ihn wichtig sind.

Wichtiger Hinweis: Viele Krisen und Konflikte entstehen nur aus dem Grund, dass Informationen fehlgeleitet oder unzureichend in eine Abteilung gekommen sind. Die jeweiligen Führungstheorien spielen bei diesem Führungsinstrument wohl keine Rolle, denn in nahezu jedem Bereich verlangen wir eine fachgerechte und funktionierende Information.

Motivation

Eines der wichtigsten Führungsinstrumente bleibt die Motivation der Mitarbeiter, denn diese wirkt sich nicht nur positiv auf das Klima im Betrieb aus, sondern auch auf die Produktivität. Kommt der Angestellte jeden Tag motiviert auf die Arbeit, wird sich dies maßgeblich auf seine Leistungen auswirken. Hier haben sich viele unterschiedliche Techniken und Methoden durchgesetzt, die sich motivierend auf die gesamte Belegschaft auswirken. Das können zum Beispiel finanzielle Anreize, wie etwa Prämien, Anerkennung und Lob oder Belohnung sein. Im Gegenzug dazu sollten unbedingt die Motivation im Unternehmen in jeder Abteilung gefördert werden. Oftmals bedarf es einer zielgerichteten Analyse, um die Mittel dazu herauszustellen.

Teamarbeit

In den heutigen Unternehmen arbeiten die Mitarbeiter in Teams miteinander. Solitäre und isolierte Arbeit steht hinter der Teamarbeit an. Schließlich können Herausforderungen gemeinsam mit anderen viel besser bewältigt werden. Führen Sie in regelmäßigen Abständen Besprechungen in den Teams durch, planen Sie zum Beispiel Aktivitäten außerhalb des betrieblichen Alltags. Das erhöht die Bindung zwischen den Mitarbeitern und bringt ein wertvolles Gemeinschaftsgefühl in das Unternehmen, was sich unwiderruflich positiv auf die Motivation auswirkt. Wer also das Gefühl hat, nicht mit Kollegen zusammenzuarbeiten, sondern auf Freunde zu treffen, wird viel selbstsicherer und bestimmter auftreten.

Wie aus Führungstheorien und Führungsprinzipien erkennbar ist, benötigen wir für eine erfolgreiche Personalführung bestimmte Führungsinstrumente. Ausgehend von einem Fragebogen für Führungsverhalten wünschen sich Vorgesetzte einen gemeinsamen Austausch und praktische Tipps sowie Anregungen, die sie direkt im innerbetrieblichen Alltag zum Einsatz bringen. Daraus erschließen sich die Führungsprinzipien und Führungsinstrumente sowie Beispiele, die sich ohne Probleme anwenden lassen. Das Hauptaugenmerk liegt auf außerbetrieblichen Aktivitäten, dem Zusammenhalt im Team, gezielter Mitarbeitermotivation und Honorierung der Leistungen ebenso wie auf einem regen Informationsfluss, der alle Mitarbeiter erreicht.

Autor: Redaktion Personalwissen

Siegel

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