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Corporate Benefits für Mitarbeiter: Die beliebtesten Angebote auf einen Blick

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Corporate Benefits

Der Fachkräftemangel ist heutzutage in aller Munde: Unternehmen suchen dringend nach qualifizierten Mitarbeitern. Durch die Corona- Pandemie und deren Folgen wird der Fachkräftemangel nicht abgemildert, sondern im Höchstfall temporär verlagert. In einigen Branchen, wie beispielsweise im IT-Bereich wird durch Covid-19 der Fachkräftemangel perspektivisch weiter zunehmen, da mehr exzellent ausgebildete Fachkräfte benötigt werden.

Nicht ohne Grund hat es in vielen Unternehmen aller Größenordnungen die höchste Priorität, die eigenen Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden und neue Fachkräfte zu rekrutieren. Auf dem aktuellen Bewerbermarkt ist dies kein einfaches Unterfangen. Arbeitnehmer haben die Wahl zwischen diversen Arbeitgebern, die standardmäßig ein überdurchschnittliches Gehalt zahlen und spannende Entwicklungsmöglichkeiten und Aufgaben bieten. Im sogenannten „war of talents“ kommt es daher auf Erfinderreichtum in der Mitarbeiterbindung an. Eine Lösung: Corporate Benefits für Mitarbeiter. Was sich die Beschäftigten am meisten wünschen und was Sie bei der Umsetzung der Benefits für Mitarbeiter beachten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

    Was sind Corporate Benefits?

    Nach dem Motto: „Geld ist eben doch nicht alles“ sind Corporate Benefits Leistungen und Angebote, die Beschäftigten zusätzlich zur allgemeinen Vergütung angeboten werden. Ziel von Corporate Benefits ist es, einen Arbeitgeber-Mehrwert anzubieten, über den Mitbewerber nicht verfügen.

    Das vorrangige Ziel von Corporate Benefits besteht darin, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Mit den Zusatzleistungen und Mitarbeiterangeboten ist ein tief greifender, psychologischer Effekt verbunden. Wer sich im Unternehmen wohlfühlt, Wertschätzung verspürt und von Mitarbeiterangeboten profitiert, ist weniger geneigt, sich nach einer neuen Position umzusehen. Wird er proaktiv von Headhuntern oder Personalberatern angesprochen, überlegt er aus Gründen der Loyalität, ob sich ein Wechsel in das Zielunternehmen aus sachlichen und persönlichen Gründen rentiert.

    Spezifische und korrekt implementierte Corporate Benefits können dazu beitragen, den Wohlfühlfaktor im Unternehmen anzuheben. Dies senkt die Fluktuationsrate und hilft auf der anderen Seite die Leistungsorientierung der Mitarbeiter positiv zu beeinflussen. Denn: Eine höhere Motivation führt im Umkehrschluss zu mehr Produktivität. Spezifische Mitarbeiterangebote – auch Incentives (engl.: Anreiz) genannt – erhöhen außerdem die Arbeitgeberattraktivität und formen die Unternehmenskultur. Dieses Vorgehen hat im Sinne des Employer Brandings in den vergangenen Jahren besonders an Relevanz gewonnen.

    Warum Individualität wichtig ist, um Leistungsträger zu binden

    Die besten Mitarbeiterangebote verpuffen, wenn Sie nicht spezifisch auf Mitarbeiter und deren Bedürfnisse abgestimmt werden. Jedes Unternehmen zeichnet sich durch eine andere Unternehmenskultur aus. Ebenso sollten die Angebote im Bereich der Corporate Benefits individualisierbar sein. Der bekannte Gießkanneneffekt, bei dem Zusatzleistungen für alle Angestellten in gleicher Weise angeboten werden, ist wenig zielführend.

    Dies gilt vor allem für die Leistungsträger, die an Schnittstellenfunktionen im Unternehmen arbeiten. Sie kennen in der Regel ihren Marktwert und lassen sich neben Benefits und finanziellen Leistungen vor allem durch Wertschätzung, Kommunikation auf Augenhöhe und Empathie motivieren. Verliert ein Unternehmen einen oder mehrere Leistungsträger in kurzer Zeit, kann dies zu erheblichen Problemen im Arbeitsablauf führen. Gleichzeitig kann die Abwanderung zum Mitbewerber weitere Schwierigkeiten nach sich ziehen. Aus diesem Grund sind vor allem die Führungskräfte im Unternehmen aufgefordert, die Kommunikation mit Fachkräften und verdienten Mitarbeitern in Schnittstellenfunktionen zu keinem Zeitpunkt abreißen zu lassen. Dazu gehört ebenfalls, Benefits individuell und niemals nach dem Gießkannenprinzip zur Verfügung zu stellen.

    Welche Faktoren bei der Mitarbeiterzufriedenheit wesentlich sind

    Die Mitarbeiterzufriedenheit wird sowohl von extrinsischen wie intrinsischen Faktoren bestimmt. Die intrinsische Mitarbeiterzufriedenheit wird stark von den Eigenschaften, Wertvorstellungen und vom Charakter des Mitarbeiters bestimmt. Persönliche Eigenschaften wie beispielsweise die kommunikativen und organisatorischen Fähigkeiten, Empathie, Durchsetzungsfähigkeit und Entwicklungsbereitschaft machen einen Mitarbeiter einzigartig. Fördert und schätzt der Betrieb die Qualitäten des Angestellten und kann dieser seine intrinsische Motivation bestmöglich ins Unternehmen einbringen, wächst seine Mitarbeiterzufriedenheit.

    Neben den intrinsischen Faktoren muss ein Mitarbeiter grundsätzlich über die richtigen Kompetenzen und Fachkenntnisse verfügen, um Zufriedenheit in seiner Tätigkeit zu verspüren. Wird in der Zusammenarbeit mit Kollegen oder Vorgesetzten deutlich, dass der Angestellte am falschen Arbeitsplatz arbeitet, führt dies zu Frust und letztlich zur inneren Kündigung. Ähnlich verhält es sich mit Betriebsangehörigen, deren Wertvorstellungen nicht zum Wertekodex des Unternehmens passen. Empfindet der Angestellte Anreiz- und Belohnungssysteme oder Corporate Benefits nicht als fair, führt dies ebenfalls zu einer negativen Grundeinstellung.

    Extrinsische Faktoren können im Unternehmen adaptiert werden

    Extrinsische Einflüsse wie:

    • Die Arbeitsatmosphäre,
    • Corporate Benefits,
    • monetäre Anreize wie Prämien und Gehaltssteigerungen,
    • oder Wertschätzung vom Vorgesetzten

    spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für die Mitarbeiterzufriedenheit. Die einzelnen Komponenten werden spezifisch wahrgenommen, sodass es aus Unternehmenssicht wesentlich ist, die Erwartungshaltung des Bewerbers bereits im Einstellungsverfahren zu prüfen. Wird deutlich, dass eine aus fachlicher Sicht geeignete Fachkraft nur schwer ans Unternehmen gebunden werden kann und nicht zum Unternehmen und ins Team passt, sollte von einer Einstellung abgesehen werden.

    Mit Fingerspitzengefühl, professionell geführten Bewerbungsgesprächen und fortlaufender, positiver und nutzenorientierter Kommunikation können Führungskräfte feststellen, auf welchem Level sich die Mitarbeiterzufriedenheit befindet. Im Zentrum sollte die Frage stehen, mit welchen Maßnahmen ein Angestellter extrinsisch motiviert werden kann. Ist dies bekannt, können Mitarbeiterangebote und Corporate Benefits zielführend und mitarbeiterzentriert implementiert werden.

    Wie wichtig sind Benefits für Mitarbeiter?

    Die Frage, inwiefern die Motivation von Mitarbeitern von Corporate Benefits abhängt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Da jeder Mensch Wertschätzung und Zusatzleistungen anders empfindet, müssen Corporate Benefits grundsätzlich spezifisch betrachtet werden. Haben die Mitarbeiter zum Beispiel nur das Gefühl, dass man sie für unzufriedenstellende Arbeitsbedingungen entschädigt, verfehlen die Mitarbeiterbenefits ihr Ziel. Es tritt nicht der gewünschte Kosten-Nutzen-Effekt ein, da die Angestellten die Zusatzleistungen als Ersatzgratifikation oder als Teil ihres gewöhnlichen Gehalts betrachten. Um mit Corporate Benefits punkten zu können, muss eine Grundzufriedenheit bei der Belegschaft vorherrschen, die beispielsweise in anonymen Mitarbeiterbefragungen eruiert werden kann.

    Haben die Betriebsangehören in der Mehrzahl das Gefühl, dass sie die Zusatzleistungen als wertschätzende Geste für ihre Leistung am Arbeitsplatz erhalten, können die Benefits einen wirklichen Beitrag für mehr Motivation am Arbeitsplatz leisten. Einen Anhaltspunkt, wie wichtig Mitarbeitervorteile sind, liefert eine Umfrage von StepStone unter österreichischen Arbeitnehmern zum Employer Branding. In dieser gaben die Befragten an, dass für sie bei der Beurteilung eines Unternehmens „Gehalt, Benefits und Sozialleistungen“ an zweiter Stelle stehen.

    Ebenfalls interessant ist eine Auswertung des Statistikportals Statista.de aus dem Jahr 2016. In der Arbeit wurden von Arbeitnehmern nachgefragte und von Arbeitgebern angebotene Benefits miteinander verglichen. Bei manchen Mitarbeiterleistungen wird ein Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage deutlich:

    Beispielsweise erachten in der Studie über 33 % der Arbeitgeber die betriebliche Altersvorsorge als wirksame Zusatzleistung, während ausschließlich 12 % der Arbeitnehmer angeben, dass dieser Benefit für sie essenziell ist. Noch eklatanter klafft die Schere bei Mitarbeiterevents auseinander. Während sich ausschließlich 5 % der Angestellten derartige Feierlichkeiten wünschen, betrachten über 38 % der Unternehmer dies als wirksame Maßnahme im Bereich der Corporate Benefits an.

    Da jedes Unternehmen in seiner Struktur unterschiedlich ist, können die Zahlen nicht 1:1 übernommen werden. Gleichwohl ist nachvollziehbar, dass Arbeitnehmer in vielen Fällen andere Mitarbeiterangebote schätzen als Arbeitgeber. Aus diesem Grund ist es essenziell, dass Unternehmen und im Besonderen die Führungskräfte herausarbeiten, welche Corporate Benefits wirklich motivieren und welche Mitarbeitervorteile „Schüsse in die Luft sind.“

    Klar ist dabei: Junge Mitarbeiter gehen bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes nicht mehr nur nach dem Bruttogehalt. Haben sie doch von älteren Mitarbeitern erfahren, welche Gefahren hinter einer zu großen Arbeitsbelastung lauern. Stichworte wie Burn-out und Depressionen gehören zu den Volkskrankheiten und schrecken junge Angestellte, die eine ausgeglichene Work-Life-Balance bevorzugen, ab. Daher rücken für sie Mitarbeiterangebote, wie zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Lösungen oder Weiterbildungsangebote stärker in den Vordergrund.

    Mitarbeiterbenefits: Welche Möglichkeiten gibt es für Unternehmen?

    Firmen auf der ganzen Welt haben die Entwicklung von Mitarbeiterbenefits genau beobachtet – und entsprechend reagiert. So bietet die englische Kosmetikfirma The Body Shop ihren Betriebsangehörigen fünf Tage mehr Urlaub, wenn sie sich ehrenamtlich engagieren.

    Ein weiteres Beispiel ist Airbnb: Ganz im Sinne der Unternehmensphilosophie bietet die Firma ihren Mitarbeitern ein jährliches Reisebudget an. Mit diesem können sie das Angebot der Plattform selbst nutzen. Das sind ausgefallene Ideen, welche sich vor allem in den USA größter Beliebtheit erfreuen. Des Weiteren sind die folgenden, klassischen Benefits für Mitarbeiter beliebt und etabliert.

    Klassische Beispiele für Benefits für Mitarbeiter sind:

    • Firmenfahrzeuge zu günstigen Konditionen
    • Vergünstigte ÖPNV-Tickets
    • Neuwertige Firmenhandys
    • Geschenkgutscheine und Rabatte bei Onlineshops
    • Attraktives Gesundheitsmanagement wie Fitness- und Gesundheitskurse während der Arbeitszeit oder Mittagspause
    • Kostenlose oder vergünstigte Nutzung der Kantine
    • Attraktive Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung
    • Finanzielle Zusatzleistungen oder betriebliche Altersvorsorge

    Es gibt grundsätzlich eine Vielzahl von Möglichkeiten, um die Belegschaft über betriebliche Zusatzangebote zu motivieren und langfristig ans Unternehmen zu binden. Mit den Corporate Benefits sind jedoch nicht nur Stärken, sondern auch einige Schwächen verbunden.

    Prämien und Boni gehören zu den klassischen Mitarbeitervorteilen. Es ist beispielsweise in vielen Unternehmen üblich, für Außendienstmitarbeitern zusätzlich zum Gehalt bei Zielerreichung eine Prämie auszuloben. Prämienzahlungen können motivierend sein, haben jedoch für Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen entscheidenden Nachteil. Da sie wie das reguläre Gehalt versteuert werden müssen, erfüllen Boni nur zum Teil ihren Zweck. Bei der Überweisung einer Prämie zusammen mit dem Gehalt kann die Steuerlast stark ansteigen und bis zu 50 % des Bonus aufzehren. Beim Blick auf den Gehaltszettel kann sich die Freude über eine Prämie beim Mitarbeiter in Frust verwandeln. Dies kann im schlimmsten Fall zu Ernüchterung und Demotivation führen. Darüber hinaus muss das Unternehmen ebenfalls Lohnnebenkosten auf die Prämie zahlen, was zusätzliche Kosten verursacht.

    Es ist trotz des Steuernachteils ohne Frage wesentlich, gute Mitarbeiterleistungen durch Prämien, Boni oder eine Gehaltserhöhung zu belohnen. Eine Alternative zu diesen monetären Anreizen können unter anderem kleine Sachgeschenke sein, die unter die Sachbezugsfreigrenze fallen, die im § 8 Absatz 2 Satz 11 des Einkommensteuergesetzes (EStG) beschrieben wird. Der Gesetzgeber führt aus:

    Sachbezüge, bleiben außer Ansatz, wenn die sich nach Anrechnung der vom Steuerpflichtigen gezahlten Entgelte ergebenden Vorteile insgesamt 44 Euro im Kalendermonat nicht übersteigen.“

    Die Steuerfreigrenze für Sachgeschenke ist attraktiv, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter individuelle Corporate Benefits zukommen zu lassen. Wesentlich ist, dass es sich um eine monatliche Steuerfreigrenze handelt. Dies bedeutet in der Praxis, dass Geschenke an Mitarbeiter monatlich nicht die Freigrenze von 44 Euro überschreiten dürfen.

    Im Rahmen der 44-Euro-Regel ist es ebenfalls möglich, Mitarbeitern personalisierte Gutscheine oder Geldkarten als Mitarbeitervorteil zu überlassen. Beispielsweise überlassen manche Unternehmen ihren Beschäftigten jeden Monat den steuerfreien Betrag von 44 Euro auf einer personalisierten Pre-Paid-Karte. Der Mitarbeiter kann an das Guthaben für unterschiedliche Aktivitäten einsetzen. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass Gutscheine und Geldkarten nicht in Bargeld getauscht, sondern ausschließlich unbar und bestimmungsgemäß benutzt werden können.

    Beispiele für Gutschein- und Geldkartenportale

    Anbieter Leistung
    Ticket Plus Über 29.000 vertraglich angeschlossene Akzeptanzstellen. Arbeitgeber kann monatlich bis zu 44 Euro steuerfrei aufladen. Durch die steuer- und Abgabenfreiheit steigt das monatliche Nettogehalt.
    Givve-Card Anbieter von vier unterschiedlichen Modulen, die sich für Mitarbeiterangebote universell mit der givve® Card (Pre-Paid) nutzen lassen. Die Funktionen Bargeldabhebung, Dispo, Überweisung und Zahlungen im Ausland sind technisch und rechtlich ausgeschlossen, sodass die Karte ausschließlich unbar genutzt werden kann.
    Corporate-Benefits Die Plattform Corporate Benefits bietet Unternehmen unterschiedliche Dienstleistungen und Benefits an. Durch Kooperation gelten Sonderkonditionen. Die Plattform kann dem Corporate Design des Unternehmens angepasst und substanziell erweitert werden.

    Wichtig: Durch eine Novellierung des Einkommensteuergesetzes zum 01.01.2020 müssen alle Zahlungssysteme geschlossen sein. Ausschließlich dann erhalten Angestellte und Unternehmen bei Beträgen bis 44 Euro die Steuer- und Abgabenfreiheit. Offene Gutscheinsysteme, bei denen der Mitarbeiter die Möglichkeit hat, das Geld ausgezahlt zu bekommen, werden steuerlich nicht gefördert.

    Ein wesentlicher Vorteil von Incentives gegenüber Gehaltserhöhungen oder Prämien ist die bedingte Steuer- und Abgabenfreiheit. Neben der monatlichen 44-Euro-Grenze gibt es weitere Corporate Benefits, bei denen Unternehmen und Mitarbeiter Steuern sparen können. Aus diesem Grund sind Corporate Benefits für Mitarbeiter in vielen Fällen attraktiver als eine Gehaltserhöhung. Gleichzeitig haben Corporate Incentives für Mitarbeiter einen wesentlichen Nachteil: Im Gegensatz zu Gehaltserhöhungen schlagen sich zusätzliche Leistungen nicht im Rentenbescheid nieder, da keine Sozialabgaben fällig werden.

    Bei der Ausarbeitung eines attraktiven Angebotskonzepts sollten Unternehmen und Beschäftigte abwägen:

    • Ob vor allem eine Steuer- und Abgabenfreiheit gewünscht oder
    • Mit dem Incentive Rentenpunkte angespart werden sollen.

    Eine Möglichkeit, etwaige Ausfälle in der Rentenversicherung zu kompensieren, ist eine betriebliche Altersvorsorge. Ein weiterer Nachteil für Arbeitnehmer ist zudem, dass Incentives jederzeit arbeitgeberseitig kündbar sind. Die Abwägung, ob sich für den Mitarbeiter eher eine Gehaltserhöhung oder steuerfreie Zusatzleistungen lohnen, sollte im Rahmen eines Mitarbeitergesprächs vorgenommen und schriftlich fixiert werden.

    Die beliebtesten Benefits: Das sagen Arbeitnehmer

    Klassische Mitarbeitervorteile wie der Firmenwagen und vergünstigte Nahverkehrstickets sind nach wie vor sehr gefragt. Doch Unternehmen weltweit lassen sich immer wieder neue Maßnahmen einfallen. So gibt es neuerdings auch Unternehmen, die ihren Angestellten ein Sabbatical bezahlen. Anderenorts stellen Firmen ihren Mitarbeitern einen Life-Coach zur Seite, was bisher aber noch die Ausnahme ist.

    Doch welche Zusatzleistungen sind den Mitarbeitern am liebsten? Dies enthüllt die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu, die genau diese Fragen 55.360 Arbeitnehmer stellte. Das sind die fünf meistgenannten Antworten der KununuUmfrage aus dem Jahr 2015:

    1. Flexible Arbeitszeiten: Fast die Hälfte der Befragten wünscht sich, ihren Arbeitsalltag flexibel gestalten zu können. Und das ist nicht verwunderlich. Familie und Job möchten viele gut vereinbaren können. Wer da seine Arbeitszeiten nach der Familie ausrichten kann, profitiert in einem nicht unerheblichen Maße.
    2. Homeoffice: Dieser Aspekt knüpft an den ersten an: Die Angestellten von heute möchten Karriere machen, ohne dabei ihre Familienplanung vernachlässigen zu müssen. Durch die Arbeit im Homeoffice scheint dieser Aspekt in greifbare Nähe zu rücken.
    3. Hunde geduldet: Der Hund ist des Menschen liebstes Haustier. Dementsprechend möchten auch die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit nicht darauf verzichten, ihren tierischen Begleiter mitnehmen zu können. Das hat übrigens auch viele positive Auswirkungen auf das Betriebsklima: Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass Bürohunde einen Beitrag zu einer positiv wahrgenommenen Arbeitsumgebung leisten.
    4. Firmenwagen: Nach wir vor spielt das klassische Incentive – der Geschäftswagen – ganz oben mit.
    5. Betriebliche Altersvorsorge: Bereits während des aktiven Berufslebens an die Rentenzeit denken – viele Arbeitnehmer wünschen sich eine betriebliche Altersvorsorge.

    Die Wünsche der Mitarbeiter sind damit immer noch sehr klassisch. Dennoch kann es sich für ein Unternehmen auch lohnen, sich von der Masse abzuheben: Einfallsreiche Ideen werden von den Angestellten zu jeder Zeit gerne gesehen. Dabei ist es jedoch wichtig, eine Mischung von verschiedenen Mitarbeitervorteilen anzubieten – jeder Angestellte hat nämlich andere Wünsche und Vorlieben. Während der eine ein privat nutzbares Firmenhandy präferiert, ist dem anderen die Möglichkeit, bei Bedarf unbezahlten Urlaub nehmen zu können, wichtiger. Daher sollten die Zusatzleistungen so variabel wie möglich sein.

    Aufstellung: Sinnvolle und praxiserprobte Corporate Benefits nach Sachgebieten

    Mitarbeiterangeboten sind grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Da in Deutschland Vertragsfreiheit herrscht, können Unternehmen und Beschäftigte individualvertraglich Mitarbeiterbenefits festlegen. Grundsätzlich kann man die wichtigsten und sinnvollsten Zusatzleistungen in die folgenden Bereiche einteilen:

    1. Getränke und Essen im Unternehmen.
    2. Transport und Verkehr.
    3. Lifestyle und Events.
    4. Gesundheitsvorsorge und Sportangebote.
    5. Kostenlose Kinderbetreuung.
    6. Sonstige Corporate Benefits.

    Essenszuschüsse und Verzehrgutscheine

    Eine wirksame und praxiserprobte Möglichkeit, Mitarbeitern Wertschätzung zu zeigen und einen Zuschuss zum Gehalt beizusteuern, besteht in der Gewährung von Verzehrgutscheinen und Essenszuschüssen:

    Incentive Ausprägung und Vorteile
    Getränke und Essen am Arbeitsplatz, z. B. kostenlose Heißgetränke Steuer- und Abgabenfrei, wenn sie Angestellten zum Verzehr am Arbeitsplatz und nicht zur Mitnahme zur Verfügung gestellt werden.
              Essensmarken und Zuschüsse zum Essensgeld Zuschüsse zum Essensgeld durch unbare digitale oder papiergestützte Essensmarken oder Restaurantchecks fallen unter die Steuerfreiheit. Bezuschusste Mahlzeiten, gemindert um die Zuzahlungen des Arbeitnehmers, sind mit folgenden Sachbezugswerten zu versteuern:
    – 3,40 Euro für Mittag- und Abendessen
    – 1,80 Euro für Frühstück
    Für externe Kantinen gelten abweichende Bestimmungen bei BGBI: Zahlt der Mitarbeiter nicht den vollen Sachbezugswert persönlich, entsteht ein geldwerter Vorteil. Dieser ist lohnsteuer- und abgabenpflichtig. Arbeitgeber haben die Möglichkeit den geldwerten Vorteil pauschal mit 25 Prozentzuversteuern. In diesem Fall fallen keine Sozialabgaben an. Zahlt der Mitarbeiter mindestens den Sachbezugswert aus eigenen Mitteln, liegt kein geldwerter Vorteil vor.

    Transport und Verkehr

    Millionen Angestellte pendeln täglich zwischen Wohnung und erster Arbeitsstätte. Jährlich müssen Arbeitnehmer Milliardenbeträge für Bahntickets, Benzin und KFZ-Kosten aufwenden, um den Arbeitsweg zu finanzieren. Unternehmen haben zahlreiche Möglichkeiten, sich an den Transportkosten zu beteiligen:

    Incentive Ausprägung und Vorteil
    Jobtickets Seit 01.01.2019 Wiedereinführung der Steuerbegünstigung für Jobtickets zusätzlich zum ohnehin schon geschuldeten Arbeitslohn. Die Änderungen betreffen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr und schließen ebenso die steuerbegünstigte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Privatbereich mit dem Jobticket ein. Jobtickets sind steuerfrei, solange sie vom Unternehmen zu dem mit der Deutschen Bahn oder örtlichen Verkehrsbetrieben vereinbarten Preis überlassen werden. In diesem Fall liegt kein geldwerter Vorteil vor.
    Vorteil: Die monatliche Steuerfreigrenze für Sachbezüge kann zusätzlich genutzt werden.
          Fahrtkostenzuschüsse Zusätzlicher, freiwilliger Beitrag des Arbeitgebers als Mitarbeitervorteil. Der Arbeitgeber ist bei Fahrtkostenzuschüssen grundsätzlich steuerpflichtig und muss pauschal 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer versteuern.
    Die Pauschalversteuerung ist für Fahrtkostenzuschüsse bis zu 4.500 Euro pro Kalenderjahr möglich. Bei doppelter Haushaltsführung und für Fahrten zur Berufsschule ist ein Fahrtkostenzuschuss steuerfrei.
    Firmenwagen Unternehmen können Ihren Mitarbeitern einen Firmenwagen zur Verfügung stellen. Der geldwerte Vorteil für Privatfahrten kann nach der 1 % – Methode oder auf Basis eines Fahrtenbuches abgerechnet werden.
    Die Fahrten von der Wohnung zur ersten Arbeitsstätte werden mit zusätzlich 0,03 % des Listenpreises für jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte berechnet.
              Firmenwagen (E-Auto) Arbeitgeber und Arbeitsnehmer profitieren bei Dienstwagen mit Elektro- und Hybridantrieb von erheblichen Steuervorteilen. Statt 1 % vom Listenpreis müssen Beschäftigte nur 0,25 % vom Listenpreis für Privatfahrten pauschal versteuern.
    Zusätzlich wird der Kauf eines E-Autos durch staatliche Unterstützung und Herstellerprämien gefördert:
    – 9.000 Euro Förderung bis Listenpreis 39.999 Euro.
    – 7.500 Euro Förderung Listenpreis von 40.000 Euro bis 65.000 Euro.
    – 6.750 Euro Förderung für Plug-In-Hybride bis Listenpreis 39.999 Euro.
    – 5.625 Euro Förderung für Plug-In-Hybride Listenpreis von 40.000 Euro bis 65.000 Euro.
    – Elektrofahrzeuge sind zusätzlich bis 31.12.2030 von der KFZ-Steuer befreit.
                        E-Bikes (Dienstfahrräder) Unternehmen können Ihren Mitarbeitern E-Bikes als Dienstfahrrad zur Verfügung stellen. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Dienstfahrrad per Gehaltsumwandlung: Der Arbeitnehmer zahlt einen Anteil oder die monatliche Leasinggebühr als Gehaltsumwandlung. Der geldwerte Vorteil muss mit 0,25 % des Bruttolistenpreises versteuert werden.
    2. Dienstfahrrad als Gehaltsextra: Der Arbeitgeber zahlt die Leasingkosten des Dienstfahrrads komplett als Corporate Benefit. Das Dienstfahrrad ist in diesem Fall für den Mitarbeiter steuerfrei. E-Bikes als Dienstfahrräder sind eine probate Möglichkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Wertschätzung zu zeigen. Durch die Steuerfreiheit als Gehaltsextra wirkt diese Art des Corporate Benefits motivierend. Sie hat zudem positive Auswirkungen auf die Gesundheit und einen hohen Imagewert.

    Für Dienstroller (E-Scooter) oder Motorräder gelten besondere Bestimmungen.

    Lifestyle und Events

    Betriebsfeiern, Ehrungen zu Jubiläen oder Ausflüge und Mitarbeiterreisen gehören ebenfalls zu den Corporate Benefits, die ein Unternehmen anbieten kann. Events können die Mitarbeiterbindung erhöhen und zeigen Wertschätzung für die Belegschaft.

    Incentive Ausprägung und Vorteil
                Weihnachtsfeiern/ Betriebsausflüge/ Sommerfeste oder andere Events Betriebsveranstaltungen, wie Weihnachtsfeiern oder Betriebsfeste sind auf Grundlage von § 19 EStG bis zu zwei Mal pro Jahr für Unternehmen steuerfrei. Voraussetzung ist, dass die gesamte Belegschaft eingeladen wird und dass die Kosten pro Mitarbeiter höchstens 110 Euro (brutto) betragen. Aufwendungen für Übernachtungen und die Abrechnung von Reisekosten sind zusätzlich möglich. Die Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen sind vom Arbeitnehmer, gekürzt um erhaltene Verpflegung, ansetzbar. Überschreitet der Kostenrahmen pro Mitarbeiter 110 Euro, sind die zusätzlichen Aufwendungen steuer- und sozialversicherungspflichtig. Sie können pauschal mit 25 % vom Unternehmen versteuert werden.

    Gesundheitsvorsorge und Sportangebote

    Die Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter oder das Angebot der Kostenübernahme von Sportangeboten gehört zu den Kernbereichen von Corporate Benefits. Es entsteht eine Win-Win-Situation. Leben Angestellte gesünder und fühlen Sie sich durch zielgenaue Incentives wertgeschätzt, werden sie in der Mehrzahl seltener erkranken und leistungsfähiger bleiben. Folgende Gesundheits-Incentives sind möglich und praxiserprobt:

    Incentive Ausprägung und Vorteil
    Übernahme der Kosten für ein Fitnessstudio Bis zu 44 Euro pro Monat pro Person im Rahmen des steuerfreien Sachbezugswertes förderbar.
    Integrierte, kostenlose Fitnessstudios im Unternehmen Große Unternehmen bieten Ihren Mitarbeitern kostenlose Fitnessstudios im Unternehmen an und motivieren diese zu Sport und Fitness.
    Nutzung von Kursangeboten wie Pilates, Akupunktur oder Massage Bietet der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern während der Arbeitszeit eine kostenlose Massage oder eine anderweitige Behandlung an, ist diese für den Mitarbeiter als Corporate-Benefit-Leistung ebenfalls steuerfrei.
    Wichtig: Die Maßnahmen müssen eindeutig im betrieblichen Interesse liegen. Dieses ist beispielsweise gegeben, wenn Mitarbeiter auf Telearbeitsplätzen wöchentlich eine Massage am Arbeitsplatz erhalten.
    Finden Kurse extern und außerhalb der Arbeitszeit statt, sind sie mit bis zu 44 Euro pro Monat im Rahmen des Sachbezugswertes steuerfrei förderbar.
    Betriebliche Gesundheitsförderung auf Grundlage von § 3 EStG Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern pro Jahr Kurse und Maßnahmen bis zu einer Höhe von 600 Euro steuerfrei zukommen lassen. Es muss sich um zertifizierte Gesundheitsförderung handeln, die im Einklang mit den Vorgaben des SGB V sind.
    Beispiele für effektive, betriebliche Gesundheitsförderung:
    – Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behandeln.Reduktion von Lungenkrebs / Anti-Raucher-Kurse.
    – Gesund bleiben: Lebenskompetenz, Bewegung, Ernährung.
    – Depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln.
    – Alkoholkonsum reduzieren. Übersteigen die Jahreskosten 600 Euro, können Unternehmen die überzähligen Kosten weiterhin steuerfrei fördern, wenn sie den Nutzen der Maßnahme nachweisen. Verringert sich beispielsweise der Krankenstand im Betrieb nachweisbar, kann dies ein Anlass für Steuerbefreiung sein.
          Vorsorgeuntersuchungen Mitarbeiter mit besonderen beruflichen Risiken oder bestimmte Gruppen im Unternehmen können von medizinischen Vorsorgeuntersuchungen profitieren. Übernimmt das Unternehmen diese Aufwendungen, herrscht Steuerfreiheit, wenn ein betriebliches Interesse nachweisbar ist. Als Corporate Benefit sind Vorsorgeuntersuchungen in jedem Fall geeigneten, da sie einen hohen Mehrwert und Nutzen für Beschäftigte haben.

    Kostenlose Kinderbetreuung

    Incentive Ausprägung und Vorteil
        Betriebskindergarten Ein im Unternehmen integrierter Betriebskindergarten hat mehrere Vorteile. Zum einen profitieren Angestellte von der unbegrenzten Steuerfreiheit. Diese ist gegeben, wenn die Kosten für den Kindergarten vom Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt übernommen werden. Gleichzeitig sind Eltern und Kinder näher beieinander, was Wertschätzung für Familien zeigt.
    Kindergärten / Kitas und Tagesmütter Wird ein Zuschuss für einen Kindergarten zusätzlich zum vereinbarten Gehalt bezahlt, ist er unbegrenzt steuerfrei. Neben einem Kindergarten sind ebenfalls die Zuschüsse zu einer Tagesmutter oder zur Kita steuerfrei.

    Sonstige Corporate Benefits

    Neben den klassischen Corporate Benefits im Bereich der Gesundheitsvorsorge, in den Bereichen Lifestyle und Transport oder bei der Abgabe kostenfreier Mahlzeiten, gibt es weitere Mitarbeitervorteile, die Mitarbeiter nachweislich motivieren. Jede Maßnahme im Bereich der Corporate Benefits sollte spezifisch auf den individuellen Nutzen geprüft werden.

    Incentive Ausprägung und Vorteil
      Personalrabatte Waren und Dienstleistungen sind mit einem Rabattfreibetrag bis zu 1080 Euro pro Jahr steuerfrei.
            Technische Geräte, z. B. Firmenhandy Ein Firmenhandy oder ein geschäftlich genutzter Laptop können steuerfrei privat genutzt werden, wenn das Gerät überwiegend einen betrieblichen Zweck erfüllt. Motivierend wirken darüber hinaus regelmäßig neue Premium-Geräte, die ebenfalls privat genutzt werden dürfen. Man geht von einer betrieblichen und privaten Nutzung im Verhältnis 90:10 aus. Grundvoraussetzung ist, dass der Arbeitgeber die Privatnutzung ausdrücklich schriftlich gestattet.
    Sabbatical Möglichkeit für Angestellte, Überstunden und Urlaub aufzusparen und die aufgelaufene Zeit im Rahmen einer einmaligen Auszeit zu nutzen. Von manchen Betrieben wird ein Sabbatical mit zusätzlichen Einzahlungen auf Zeitkonten oder Reisegutscheine unterstützt. Ein Sabbatical kann als Zusatzleistung im Unternehmen langfristig motivatorisch wirken.
      Dienstleistungen oder technische Geräte Manche Start-ups organisieren Reinigungskräfte für die Mitarbeiter Ihres Unternehmens oder finanzieren einen Saugroboter für die Wohnung der Angestellten. Auszubildende erhalten in vielen Unternehmen ein Tablet oder einen Laptop zum Ausbildungsvertrag, den sie sowohl beruflich wie privat nutzen können.
      Familienzeit / Work-Life-Balance Corporate Benefits können ebenfalls familienzentriert sein. Verlängerte Mittagspausen, das Angebot zeitweise im Home-Office zu arbeiten oder Maßnahmen, die die Work-Life-Balance erhöhen, sind sinnvoll. Zudem kosten sie Unternehmen in den meisten Fällen wenig Geld. Gleichzeitig erhöhen Sie bei vielen Angestellten die Motivation und zeigen Wertschätzung.

    Was sollten Unternehmen bei Mitarbeiterangeboten beachten?

    Viele Bewerber wählen das Jobangebot aus, das Ihnen neben einem guten Gehalt auch noch attraktive Mitarbeiterangebote bietet. Aspekte wie Work-Life-Balance und „Quality-Time“ mit Familie und Freunden werden immer wichtiger.

    Daher wird es auch für Firmen immer bedeutsamer, sich zu überlegen, wie man am Unternehmensprofil feilen kann, um als attraktiver Arbeitgeber in Betracht gezogen zu werden.

    Neben dem monatlich möglichen, steuerfreien Sachbezug in Höhe von 44 Euro steht Unternehmen eine ganze Reihe an weiteren Mitarbeiterbenefits zur Verfügung. Mit guter Planung und auf den einzelnen Mitarbeiter abgestimmten Zusatzleistungen lässt sich viel erreichen.

    Es ist sinnvoll, unterschiedliche Corporate Benefits, beispielsweise:

    • Einen steuerfreien Zuschuss zum Kindergartenplatz.
    • Ein E-Bike als Firmenfahrrad.
    • Die Gebühr für das Fitnessstudio als steuerfreier Sachbezug sowie
    • Zertifizierte, betriebliche Gesundheitsleistungen.

    als Paketangebot zu schnüren. Der Mehrwert für den Angestellten und die Steuerersparnis für Unternehmen und Mitarbeiter ist in diesem Fall enorm und wirkt motivieren. Darüber hinaus sollten Unternehmen die folgenden Punkte fokussieren:

    Tipp 1: Verbindlich bleiben!

    Beim Gespräch zwischen Mitarbeitern oder Bewerbern und Führungskräften ist Sachlichkeit entscheidend. Es sollten ausschließlich Corporate Benefits versprochen werden, die in der Folge umgesetzt werden können. Unerfüllte Erwartungen vonseiten der Beschäftigten sorgen für ein negatives Arbeitgeberimage.

    Sprechen Sie daher im Detail ab, welche Benefits für Mitarbeiter Sie anbieten können. Egal, ob Firmenfahrrad, Mitarbeiterangebote in puncto Gesundheit oder flexible Gehaltssysteme – nicht nur das „Was“, sondern auch das „Wie“ zählt.

    Tipp 2: Fokussieren Sie die Zielgruppe, die Sie ansprechen möchten!

    Je nachdem, ob Sie beispielsweise ein Start-up-Unternehmen betreuen oder mit Ihren Angeboten vor allem Führungskräfte mit langjähriger Arbeitserfahrung ansprechen möchten: Die Präferenzen Ihrer Mitarbeiter ändern sich. Jede Zielgruppe hat andere Wünsche und Bedürfnisse.

    Erfahrungsgemäß ziehen junge Menschen in einer großen Stadt ein vergünstigtes Straßenbahnticket der kostenfreien Teilnahme beim Reha-Sport vor. Menschen, die bereits im Berufsleben angekommen sind, wünschen sich eher einen Betriebskindergarten als Berufseinsteiger oder Auszubildende.

    Tipp 3: Seien Sie einfallsreich

    Egal, ob der jährliche Betriebsausflug oder kostenlose Snacks am Arbeitsplatz: Die Belegschaft freut sich sicher über jegliches Angebot, das ihnen zur Verfügung steht. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

    Der Musik-Stremaingdienst Spotify bietet zum Beispiel jedem Mitarbeiter mit Familienplanung die Möglichkeit an, seine Fruchtbarkeit medizinisch untersuchen zu lassen. Auch wenn es nicht immer so ausgefallen sein muss: Corporate Benefits sind für viele Arbeitnehmer ein Zuckerbrot, das sie meistens gerne in Anspruch nehmen.

    Tipp 4: Lassen Sie der Belegschaft die Wahl!

    Incentives sind für Arbeitnehmer umso attraktiver, wenn sie sie frei nach ihrer Präferenz aussuchen können. Jeder Mitarbeiter hat andere Interessen und Wünsche. Klären Sie aus diesem Grund die zur Verfügung stehenden Benefits in den Mitarbeitergesprächen und entwickeln Sie durch offene Fragen und aktives Zuhören neue Ideen für Corporate Benefits. Eine Möglichkeit ist es hierbei, die Mitarbeitervorteile auch als eine Alternative für eine Gehaltserhöhung anzubieten.

    Falls sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht auf eine Erhöhung einigen können, können Corporate Benefits für beide Seiten eine attraktive Lösung sein. Entscheidend ist, dass der Mitarbeiter eine Auswahlmöglichkeit hat und ihm das Gefühl vermittelt wird, dass er sich ohne Druck frei entscheiden kann. Hat der Angestellte statt dessen den Eindruck, dass er mit einer einfallslosen Durchschnittsmaßnahme abgespeist wird, wirkt dies kontraproduktiv und wenig zielführend.

    Tipp 5: Kommunizieren Sie Ihre Benefits für Mitarbeiter

    Ein weiterer Punkt, den Sie nicht vernachlässigen sollten: Kommunizieren Sie Incentives und Benefits für Mitarbeiter nach außen! Dies ist beispielsweise auf Jobmessen oder über die eigene Website möglich. Ein solches Vorgehen erhöht automatisch das Employer Branding. Ihre zufriedenen Mitarbeiter sind zugleich ihre besten Unternehmensbotschafter. Aus diesem Grund macht es Sinn, Sie aktiv in die Suche nach neuen Mitarbeitern einzubinden. Dies gelingt neben offener Kommunikation beispielsweise durch Anreizsysteme.

    Tipp: Finanzielle Prämien für eine Vermittlung könnten dabei ebenfalls in langfristige Corporate Benefits umgewandelt werden.

    Die externe und interne Kommunikation von Corporate Benefits ist essenziell. Dies bedeutet:

    • Über Mitarbeitervorteile zu sprechen,
    • Diese im Intranet als Angebot darzustellen sowie
    • Führungskräfte zu ermutigen, Mitarbeiterangebote als motivatorischen Faktor anzubieten.

    Fazit: Benefits für Mitarbeiter – lohnen sich auch für Unternehmen

    Corporate Benefits für Mitarbeiter lohnen sich – sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer. Wenn die Belegschaft glücklich und gesund ist, ist sie zugleich auch produktiver. Zudem identifiziert sie sich stärker mit dem Unternehmen. Ein weiterer Vorteil für die Organisation: Auch der Krankenstand sinkt. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Unternehmenszahlen aus und lässt die Umsatzzahlen schlussendlich steigen.

    Sind Mitarbeiterbenefits zusammenfassend eine sinnvolle und zielführende Maßnahme? Diese Frage lässt sich eindeutig mit „ja“ beantworten. Wenn Personalverantwortliche und die Geschäftsleitung auf die richtige Auswahl der Mitarbeiterangebote achten und diese nach außen und innen kommunizieren, werden neue High-Potentials rekrutiert. Sind sie mit dem Mix aus Arbeitsbedingungen, Löhnen und Gehältern und den Mitarbeiterbenefits zufrieden, können Sie lange ans Unternehmen gebunden werden. Auf diese Weise entsteht ein Win-win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

    Autor: Redaktion Personalwissen

    Siegel

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