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Die Qualität der Berufsausbildung

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Berufsausbildung

    Die Berufsausbildung bildet die Basis einer erfolgreichen Karriere: Während der Ausbildung erlernt der Azubi alle erforderlichen und grundlegenden Kompetenzen, die das Fundament für die weitere Berufslaufbahn darstellen. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, dass die Qualität der Ausbildung gesichert ist – mit daran beteiligt ist neben der Berufsschule, wo der Auszubildende theoretisches Wissen erwirbt, auch der Ausbildungsbetrieb.

    In diesem Artikel lesen Sie, welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um die Qualität der Ausbildung hochzuhalten.

    Demografischer Wandel: Warum die Qualität der Berufsausbildung so wichtig ist

    Insbesondere in den klassischen Ausbildungsberufen gibt es aktuell ein Nachwuchsproblem: Rund 40.000 Ausbildungsstellen blieben im Jahr 2017 unbesetzt. Zurückzuführen ist diese Tatsache auf gleich mehrere Faktoren:

    Die Berufsausbildung stellt jedoch einen wichtigen Grundstein für die berufliche Zukunft eines Menschen dar und bildet die Basis für künftige Weiterbildungen und Karrieremöglichkeiten. Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Qualität der Berufsausbildung gesichert ist. Denn: Nur, wenn die Nachwuchskräfte auch umfassendes fachliches Know-how und soziale Kompetenzen erwerben, sind sie für ihren weiteren beruflichen Werdegang gut aufgestellt.

    Die Folgen einer mangelhaften Berufsausbildung liegen auf der Hand: Ist die Ausbildung unzureichend, ist es auch die Leistung der Azubis. Ebenfalls mangelt es dann an speziellen Fachkompetenzen und notwendigem Wissen. Dieser Punkt ist gerade nach der Ausbildung – wenn ein Beruf bereits erlernt wurde – ein echter Nachteil, denn die Nachwuchskraft kann nur bedingt im eigenen Unternehmen eingesetzt werden. Im schlimmsten Fall sind die Kompetenzen so unzureichend, dass ein Mitarbeiter die Probezeit in einem neuen Unternehmen nicht übersteht.

    Qualität der Ausbildung steigern: Mit dem passenden Kandidaten fängt es an

    Selbstredend müssen vom Betrieb alle notwendigen Rahmenbedingungen gegeben sein, damit die Ausbildungsqualität hochgehalten werden kann. Folgende Punkte tragen dazu bei:

    • Ausbilder mit großer Fachkompetenz, sozialen Fähigkeiten und Spaß daran, jungen Leuten etwas beizubringen.
    • Volllausgestattete Arbeitsplätze, welche den aktuellen Standards entsprechen. Nur so können die Azubis Fähigkeiten erwerben, die sich am Puls der Zeit bewegen.
    • Motiviertes Team, welches die Azubis als Nachwuchskräfte wahrnimmt, die nicht nur Hilfsaufgaben übernehmen, sondern fachliche Kompetenz erwerben sollen.

    Die Qualität der Berufsausbildung geht zugleich aber auch mit den Auszubildenden einher. Diese müssen nicht nur Spaß an der Arbeit haben, sondern verfügen idealerweise bereits über einige notwendige Fertigkeiten, die sich im Rahmen der dualen Ausbildung zu Fachkompetenzen entwickeln lassen.

    Beispiel: Ein Azubi, der sich gut artikulieren kann und über ein umfassendes Allgemeinwissen verfügt, ist für einen kundenbezogenen Posten gut geeignet. Hingegen ist ein Azubi, der eher schüchtern ist und den direkten Kontakt mit Menschen meidet, für eine solche Stelle weniger gut geeignet. Vergessen Sie dennoch nicht, dass vor allem junge Menschen sehr viel Entwicklungspotenzial mitbringen. Das Wichtigste ist, dass die Nachwuchskräfte motiviert sind und Freude bei ihrer Tätigkeit empfinden.

    Nachdem der passende Bewerber ausgewählt wurde, sollte dieser entsprechend gefördert werden. Eine Kommunikation auf Augenhöhe ist dabei sehr wichtig, um auf die Vorstellungen des Azubis eingehen zu können und gleichsam die eigenen Ansprüche formulieren zu können. Doch wie können geeignete Kandidaten ausfindig gemacht werden?

    Wie finde ich motivierte Azubis?

    Motivierte und fähige Azubis sind mit der richtigen Strategie leicht zu finden. Dabei beginnt ein erfolgreiches Ausbildungsmarketing bereits in der Schule: Es ist ratsam, Praktika oder Ferienjobs anzubieten, um die Bekanntheit des eigenen Unternehmens zu steigern und gleichzeitig in den ersten Kontakt mit Kandidaten zu kommen.

    Außerdem sollten Sie bedenken, dass die Eltern immer noch als wichtigste Ansprechpartner für die Wahl der Ausbildung angesehen werden. Daher ist es wichtig, nicht nur die Azubis, sondern auch deren Eltern vom Konzept der Firma zu überzeugen.

    Sollten Ihnen bestimmte Kandidaten positiv auffallen, ergreifen Sie die Initiative und laden Sie diese zu einem Gespräch ein. Dies aktive Adressieren einer potenziellen Nachwuchskraft hat zwei Vorteile: Der künftige Azubi fühlt sich wertgeschätzt und zugleich mindert sich der Aufwand des Azubi-Recruitings für Ihr Unternehmen. So erreichen Sie außerdem zukünftige Auszubildende:

    • Recruiting bereits in Schulen betreiben
    • Praktika und Ferienjobs anbieten
    • Ausbildungsmessen besuchen
    • Social-Media-Kanäle, hier vor allem Facebook

    Tipp: Um sich ein besseres Bild von Ihren Bewerbern zu verschaffen, können Sie auch Workshops und interaktive Trainings beziehungsweise Rollenspiele durchführen. Dadurch erfahren Sie, wie ernst die Bewerber ihre Ausbildung nehmen, über welche Skills sie verfügen und welche sozialen Kompetenzen sie mitbringen.

    3 Methoden zur Verbesserung der Qualität der Berufsausbildung

    Um die Qualität der Berufsausbildung zu optimieren, sollten Sie zudem einige Dinge beachten – auch wenn Sie bereits motivierte Azubis an Bord haben. Es ist in jedem Fall wichtig, offen für Feedback zu sein und die Azubis in den Arbeitsalltag und den Ausbildungsverlauf einzubeziehen. Mit diesen Tipps verbessern Sie die Leistungen Ihrer Mitarbeiter, was sich nicht nur positiv auf das Betriebsklima auswirkt, sondern langfristig auch wirtschaftlichen Erfolg mit sich bringt:

    1. Anforderungen klären

    „Qualität“ ist ein dehnbarer Begriff und sollte daher klar definiert werden. Welche Anforderungen sollten Ihre Mitarbeiter erfüllen, um eine Bereicherung für das Unternehmen darzustellen? Mit dieser Frage sollten Sie sich im Vorfeld auseinandersetzen. Überlegen Sie, welche Ziele Ihr Unternehmen verfolgt und welche Fertigkeiten dafür vonnöten sind. Reden Sie mit Ihren Azubis offen, was Sie von Ihnen erwarten und erarbeiten Sie gemeinsam mit ihnen einen Ausbildungsplan.

    2. Intakte Kommunikation

    Sollten Probleme auftauchen, müssen sich Ihre Azubis an Sie wenden können. Gerade in der Eingewöhnungsphase ist es wichtig, einen Ansprechpartner zu haben, dem sich die Azubis anvertrauen können. So können Streitigkeiten unter Kollegen geklärt und Missverständnisse aus der Welt geschafft werden. Eine offene und transparente Kommunikation ist die Grundlage für ein respektvolles Miteinander.

    3. Gemeinsame Prüfungsvorbereitung

    Die Prüfungen verbildlichen den Erfolg des Azubis und stellen ein wichtiges Zertifikat für den zukünftigen Karriereverlauf dar. Aus diesem Grund sollten Zwischen- und Abschlussprüfung ernst genommen werden. Bieten Sie Ihren Azubis Hilfe bei Fragen an. Dadurch schaffen Sie Vertrauen und unterstützen Ihre Auszubildenden. Seminare und Weiterbildungen bauen weitergehendes Wissen auf und sind daher ebenfalls empfehlenswert.

    Sehen Sie es als Investition für die Zukunft Ihrer Firma: Wenn ein Mitarbeiter über zusätzliche Fachkompetenzen durch eine Weiterbildung verfügt, können ihm mehr Aufgaben übertragen werden. Dadurch steigt sein Karrierelevel und er trägt einen wichtigen Teil zum Erfolg des Unternehmens bei.

    Autor: Redaktion Personalwissen

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