• 0228 / 95 50 160
Marken der Personalwissen Familie

Belegschaftswechsel im digitalen Wandel: Die Herausforderungen am Arbeitsplatz 4.0

© scusi/Fotolia
Belegschaftswechsel im digitalen Wandel

Belegschaftswechsel im digitalen Wandel ist ein präsentes Thema – und vor allem für Unternehmen eine große Herausforderung. Nicht nur die Produkte und die Dienstleistungen müssen den agilen und digitalen Anforderungen gerecht werden. Auch vor der Belegschaft – inklusive den HR-Beschäftigten – macht die Digitalisierung keinen Halt. Welche Herausforderungen damit einhergehen und wie Sie diesen proaktiv begegnen können, lesen Sie in diesem Artikel.

Was ist der digitale Wandel?

Der Begriff „digitaler Wandel“ beschreibt den Prozess der Entwicklung von digitalen Technologien, der die Gesellschaft – aber vor allem die Wirtschaft – in seiner Folge seit Ende des 20. Jahrhunderts betrifft. Die sich rasant entwickelnde IT-Branche gilt dabei als der hauptsächliche Treiber des digitalen Wandels. Die damit verbundene Entstehung der digitalen Infrastruktur und der digitalen Technologien – beispielsweise des Internets oder des Computers – führt seither zur digitalen Revolution, die bis zum heutigen Tag noch nicht vollendet ist.

Im semantischen Zusammenhang mit dem Begriff „Digitaler Wandel“ sind auch die Begriffe „Digitalisierung“, „Industrie 4.0“ „Vierte industrielle Revolution“ oder auch „Informationsgesellschaft“ zu nennen: Auch sie beschreiben den Prozess des sich rasant wandelnden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Prozesses im Zeitalter des Internets, Smartphones und Computer.

Belegschaftswechsel im digitalen Wandel: Anforderungen an das Personal

Arbeiten 4.0: Ein Buzzword, das schon längst Realität geworden ist. Die digitale Revolution ist ohne Frage in der Arbeitswelt angekommen. Hierbei geht es für Arbeitnehmer schon lange nicht mehr nur darum, wie Textverarbeitungs- oder E-Mail-Programme funktionieren. Das Zeiterfassungssystem beispielsweise läuft in den wenigsten Betrieben noch manuell, sondern wird im Intranet verwaltet. Auch Kommunikationsprogramme wie Skype, Slack oder Lync haben bereits vor einiger Zeit umständliche Telefonate ersetzt.

Das bringt selbstverständlich große Vorteile mit sich: Ermöglichen diese Technologien doch Homeoffice-Zeitarbeitsmodelle oder helfen beim Abbau von lästiger Bürokratie. Arbeitnehmer, die gerne flexibel arbeiten möchten, kommen durch den digitalen Wandel in den Genuss von großen Benefits. Doch: Was große Vorteile mit sich bringt, stellt für viele – wie so oft im Leben – erst einmal eine Herausforderung dar und hat auch Auswirkungen auf den Belegschaftswechel im digitalen Wandel.

Arbeit 4.0: Das müssen Ihre Mitarbeiter mitbringen

Die Kompetenzen, die Ihre Belegschaft im Rahmen von Arbeit 4.0 erlernen oder optimieren muss, sind nicht wenige:

  • Reaktion auf Veränderungen: Auf Veränderungen trifft der Arbeitnehmer von heute jeden Tag. Arbeitsprozesse werden ständig von Computern überwacht und perfektioniert, neue Computerprogramme werden ausprobiert und in den Arbeitsalltag integriert. Zudem ersetzen Maschinen Tätigkeiten, die bislang Menschen übernahmen. Das erfordert sehr viel Anpassungsfähigkeit. Um daher mit der Schnelllebigkeit des digitalen Wandels Schritt halten zu können, müssen Mitarbeiter fähig sein, sich sehr schnell an neue Gegebenheiten am Arbeitsplatz einstellen zu können.
  • Digitales Sozialverhalten: Der Kollege in einem Projekt muss heutzutage nicht mehr unbedingt im Nachbarbüro sitzen. Die Folge: Gespräche am Arbeitsplatz 4.0 finden nicht mehr ausschließlich von Angesicht zu Angesicht statt. Neue Kommunikationswege machen es möglich. Die Anforderung für den Mitarbeiter von heute besteht darin, auch über digitale Netzwerke mit seinem Kollegen zusammenarbeiten zu können. Komme er aus in Australien, Frankreich oder China.
  • Umgang mit Medien: Neue Medien erfordern auch das richtige Handling – das muss man erst erlernen. Wie setze ich Medien richtig ein und was sind die Vor- und Nachteile? Diese Fragen müssen die Mitarbeiter immer häufiger und für immer mehr Medien beantworten können.
  • Fähigkeit zur Abstraktion: Prioritäten richtig zu setzen, ist eine wichtige Fähigkeit, die schon von klein auf gelernt sein will. Durch die stetige Zunahme von Informationen ist auch die Kompetenz der Informationsverarbeitung ein immer wichtigeres Werkzeug bei der Arbeit 4.0.
  • Selbstorganisation: Mehr Flexibilität – das ist der Wunsch von vielen Arbeitnehmern. Doch flexible Zeitarbeitsmodelle wie das Homeoffice-Modell haben nicht nur Vorteile. Sie erfordern auch die Fähigkeit, sich gut organisieren zu können – und das ist nicht immer so einfach. Ein effizientes Zeitmanagement, das ohne die Vorgaben von Kollegen oder dem Vorgesetzten auskommt, geht nicht unbedingt allen Arbeitnehmern leicht von der Hand.

Belegschaftswechsel im digitalen Wandel

All diese Kompetenzen sind gleichermaßen auch Herausforderungen an die Mitarbeiter von heute. Wer diese Anforderungen nur bedingt erfüllen kann, hat es in der heutigen Arbeitswelt zunehmend schwerer. Doch: Viele Arbeitgeber reagieren auf diese Herausforderungen, denen ihre Beschäftigten entgegentreten müssen. Mit Weiterbildungsseminaren – auch beispielsweise durch E-Learning-Modelle – werden die Mitarbeiter auf die heutigen Anforderungen des alltäglichen Arbeitslebens vorbereitet.

Neue Anforderungen für Personaler: Der digitale Wandel in den Human Resources

Die Digitalisierung ist nicht nur im Maschinenbau oder in der Automobilbranche ein wichtiges Thema. Auch im Personalmanagement bringt der digitale Wandel so einige neue Technologien mit sich, auf die sich Personaler erst einmal einstellen müssen.

Innovationen im HR-Bereich

Keine Frage: Die oben genannten Kompetenzen gelten genauso für HR-Mitarbeiter wie auch für alle anderen Arbeitnehmer der heutigen Zeit. Dennoch gibt es gerade für den Bereich der Human Resources so einige sehr spezielle innovative Ideen:

  • Recruiting: Immer mehr Mitarbeiter werden über die neuen Medien rekrutiert: Sei es Xing, LinkedIn oder Instagram. Die Anzahl der Stellenanzeigen im Printformat geht merklich zurück. Die sogenannte Generation Y informiert sich nunmehr auch über bekannte soziale Netzwerke über das Unternehmen.
  • Neue Art der Kommunikation: Vor allem junge Menschen wünschen sich ein transparentes und konstruktives Feedback bezüglich ihrer Arbeit. Egal ob es um Lob oder Tadel geht – eine offene Art der Kommunikation wird für viele Mitarbeiter zu Zeiten des digitalen Wandels immer wichtiger. Bei der Personalführung sollte daher gerade die HR-Abteilung auf Transparenz und eine ehrliche Kommunikation achten. Doch das Feedback sollte dabei natürlich nicht einseitig vonstattengehen: Mithilfe der Digitalisierung sollte es auch den Mitarbeitern möglich sein, ein ehrliches und anonymes Feedback an ihren Arbeitgeber weitergeben zu können. Hilfreich können dabei neue Apps sein, mit denen die Mitarbeiter eine Rückmeldung an ihren Arbeitgeber geben können. Ein erfolgreiches Beispiel ist hierbei SAP: Der Softwareriese hat eine Applikation zum Instant-Feedback entwickelt.

Arbeit 4.0 macht auch vor den Human Resources nicht Halt

Innovationen im HR-Bereich werden auch in Zukunft immer wichtiger: vor allem im Hinblick auf den immer schneller werdenden digitalen Wandel. Wer dabei immer auf dem neuesten Stand bleiben möchte, kommt nicht umhin, den HR Innovation Award zu verfolgen. Im Rahmen dessen werden jedes Jahr insgesamt acht Unternehmen prämiert, die im Personalmanagement neue Technologien umgesetzt haben – mit dem Ziel, immer wieder neue Wege zu beschreiten und dem Belegschaftswechsel im digitalen Wandel entgegenzukommen.

Autor: Redaktion Personalwissen

Siegel

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an.
0228 / 95 50 160