• 0228 / 95 50 160

Die 3 Basis-Motive der Motivation – Erklärung und Anwendung

© fotogestoeber/Fotolia
Basis-Motive der Motivation

Um eine Tätigkeit auszuüben, können unterschiedliche Beweggründe im Spiel sein. Diese Beweggründe kann man auch Anreize nennen. Sie geben ein Ziel vor, welches Sie erreichen möchten. Dabei kann die Tätigkeit selbst der Grund sein (Tätigkeitsanreiz) oder die Erreichung des Ziels (Zweckanreiz). In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die 3 Basis-Motive der Motivation auf.

Was sind die 3 Basis-Motive?

Anreize können auch als Motiv bezeichnet werden. Diese Motive werden in mehrere Teile eingeteilt: Zum einen teilt man sie in die interindividuellen Motive ein, wobei es sich um das Verhalten bei der Zielverfolgung handelt, und in die intraindividuellen Motive, was sich auf den Anreiz selbst bezieht. Zum anderen wird auch in implizierte und explizite Motive unterschieden. Implizierte Motive beruhen auf Erfahrungen, die man in der Kindheit gemacht hat. Wenn man damals stolz war, etwas auszuführen, kann dieser Anreiz auch im späteren Lebensverlauf bevorzugt werden. Sie sind affektgesteuert, unbewusst und bestimmen das Verhalten bei der Zielverfolgung. Explizite Motive sind kognitiv und entstehen aus der Interaktion mit der Umwelt inklusive deren Anforderungen und Erwartungen.

Manche von Ihnen werden sich vielleicht jetzt fragen, wo der Unterschied zu dem Begriff „Motivation“ liegt. Diese Frage wird nicht offen gelassen. Das Motiv stellt die Zielsetzung dar und gibt eine Richtung vor, welche zur Ausrichtung des Verhaltens führt. Die Motivation ist dagegen ein Sammelbegriff, welcher das zielgerichtete Verhalten eines Menschen erklärt. Inkludiert sind die erwähnte Ausrichtung des Motivs sowie das Aushaltevermögen. Das bedeutet, dass man, auch wenn es Schwierigkeiten gibt, das Ziel weiterhin verfolgt.

#1 Basis-Motive der Motivation – Leistung

Das Leistungsmotiv ist das am meisten erforschte Motiv. Es beschreibt das Verhalten, welches auf das Erreichen des Gütestandards ausgerichtet ist. Menschen, die mit dem Leistungsmotiv handeln, sind bestrebt, etwas besonders gut zu machen und sich dabei selbst zu übertreffen. Der Anreiz dafür sind positive Emotionen, wie Stolz und Zufriedenheit, die aus erfolgreicher Bewältigung einer Tätigkeit resultieren.

Achtung: Das Leistungsmotiv teilt sich in zwei unterschiedliche Motive: Erfolg und Misserfolg. Je nach Erwartung, welches dieser beiden Motive eintritt, wird das Verhalten beeinflusst.

 

Menschen wollen Erfolge erzielen und Misserfolge vermeiden. Je nachdem, welche Tendenz stärker ist, wählen Menschen mit dem Leistungsmotiv ihre Ausgaben aus. Erfolgsmotivierte Menschen bevorzugen mittelschwere Aufgaben. Misserfolgsorientierte Menschen suchen sich dagegen eher leichtere bzw. schwerere Aufgaben aus.

#2 Basis-Motive der Motivation – Macht

Der Begriff „Macht“ hat oft eine negative Wirkung auf Mitmenschen. Dabei ist es im Alltag eigentlich unverzichtbar. Immerhin haben Führungspositionen meist dieses Motiv. Diese sind wichtig für das Arbeitsleben. Ohne genaue Anweisungen würde dieses nicht so einfach funktionieren. Jeder könnte machen, was er wollte. Daher ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die die eigenen Vorstellungen durchsetzen wollen und damit eine Machthandlung vollführen. Doch wie definiert man diese Machteinwirkung? Es ist die Fähigkeit, Befriedigung daraus zu ziehen, auf andere physisch, psychisch und emotional Einfluss zu nehmen. Es gibt verschiedene Quellen, aus denen man diese Macht beziehen kann. Menschen, die mit dem Machtmotiv handeln, müssen sich dieser Machtquelle bewusst sein.

  1. Belohnungsmacht ist die Macht, andere für ihr Verhalten belohnen zu können.
  2. Bestrafungsmacht ist die Macht, andere für unerwünschtes Verhalten bestrafen zu können.
  3. Vorbildmacht hängt davon ab, wie die eine bzw. andere Person sein möchte.
  4. Expertenmacht ist die Macht, bei der Personen auf das Wissen einer anderen Person angewiesen sind.
  5. Legitimierte Macht ist die Macht, das Verhalten einer Person aufgrund von Normen und Gesetzen beurteilen zu können.
  6. Informationsmacht ist die Macht, dass eine Person mithilfe des Wissens über andere Personen deren Verhalten beeinflussen kann.

Egal, welcher Quelle die Macht nahe liegt, sie wird weiterhin in zwei verschiedene Varianten eingeteilt: Zum einen gibt es die Hoffnung auf Macht. Dabei suchen die Personen aktiv nach Einflussnahme. Oft besetzt man mit diesen Personen eine wichtige Position im Unternehmen. Zum anderen gibt es die Furcht vor Machtverlust. Dabei sind Personen auf der Suche nach einer Ersatzhandlung, welche ein Gefühl von Stärke mit sich bringt. Diese Handlung bietet aber kein Risiko, die eigene Macht zu verlieren.

#3 Basis-Motive der Motivation – Anschluss

Das Anschlussmotiv beruht auf dem Streben nach guten zwischenmenschlichen Beziehungen. Erfüllen sich diese, kommt es zu positiven Konsequenzen, wie zum Beispiel Wohlbefinden. Frustration wäre übrigens der Gegensatz dazu.

Die Basis dieses Motives ist bereits auf das frühere menschliche Verhalten zurückzuführen. Schon damals waren diese guten Beziehungen wichtig für den Selbsterhalt der Menschen. Wie auch bei den anderen Motiven unterteilt sich dieses in zwei Varianten.

Auf der einen Seite gibt es die Hoffnung auf Anschluss. Diese ist auf gute Beziehungen geprägt. Menschen, die sich an dieser Variante orientieren, können andere Menschen besser beurteilen. Des Weiteren mögen diese mehr Menschen. Auch das beruht auf Gegenseitigkeit, denn sie werden auch von anderen mehr gemocht. Auf der anderen Seite gibt es die Furcht vor Zurückweisung. Das ist die Misserfolgserwartung in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen.

Achtung: Menschen, die sich an dieser Art orientieren, fühlen sich unwohl und unbeholfen, wenn sie sozialen Situationen ausgesetzt werden.

 

Signale, die mehrdeutig interpretiert werden können, werden von ihnen zumeist als Zurückweisung interpretiert. Diese Stimmung überträgt sich dann auch auf Interaktionspartner.

Fazit: Egal, welche der beiden Varianten vorherrschend sind, sie fühlen sich zu Menschen hingezogen, welche dasselbe Motiv haben. Oft sind diese Menschen auch sensibler als andere. Sie streben nach Harmonie und wollen Konflikte schnellstmöglich schlichten.

Autor: Redaktion Personalwissen

* **Selbstverständlich können Sie den Gratis-Ratgeber auch unabhängig von einer Newsletter-Anmeldung anfordern. Schreiben Sie uns dazu bitte eine kurze E-Mail mit Link zu dieser Seite.

Copyright © 2018 Personalwissen. Impressum | Datenschutz